Unterschied Grippe und Erkältung

Hallo,
Alle sagen immer wenn sie erkältet sind sie hätten eine Grippe. Ich weiß das das falsch ist. Aber was genau ist der Unterschied dazwischen? Sind doch beides Infektionkrankheiten, oder ?

Antworten (2)
Korrektur

Die obige Antwort ist so nicht richtig!!

Der Unterschied ist, dass es verschiedene Krankheiten sind. Nur dass die Symptome ähnlich sind.
Die Erkältung kann von bis zu 200 Virenarten ausgelöst werden.
Eine Grippe hingegen besteht aus Influenzaviren welche in drei Gruppen unterteilt wird.

Hier eine Beschreibung welche allerding nicht von mir ist. Internetadressen als Referenz sind hier ja unsinnigerweise nicht erwünscht.

Bitte erkundigt euch genau damit keine Halbwahrheiten verbreitet werden!

Gruss Tobias

Erkältung, Grippe, grippaler Infekt

Jedes Jahr begegnen einem in der kalten Jahreszeit Schnupfen, Husten, Heiserkeit auf Schritt und Tritt. Man spricht von Erkältung, Grippe oder grippalem Infekt – doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?
Wie unterscheiden sich Erkältung, Grippe und grippaler Infekt voneinander?

Mit Erkältung oder grippalem Infekt – was das Gleiche bedeutet – wird ganz allgemein eine Viruserkrankung bezeichnet, die sich mit Schnupfen, Husten und anderen Allgemeinbeschwerden äußert. Rund 200 verschiedene Virusarten können eine Erkältung hervorrufen, daher kann man auch kurz hintereinander mehrmals erkältet sein. Die Erreger sind so vielfältig (Rhino-, Adeno- und Coronaviren), dass eine Impfung nicht möglich ist – zum Glück sind die Krankheiten in der Regel nicht lebensbedrohlich. Meist treten Erkältungen in der kalten Jahreszeit auf, aber es gibt sie auch als Sommergrippe.

Ganz anders sieht das mit der echten Grippe aus. Sie wird vom Influenzavirus verursacht. Man unterscheidet 3 Gruppen von Influenzaviren, deren Genmaterial sich permanent etwas verändert – darum sollten sich gefährdete Personen einmal jährlich einer Grippeschutzimpfung unterziehen. Das Problematische an der echten Grippe ist der schwere Krankheitsverlauf mit den typischen Erkältungssymptomen, die hier aber viel stärker ausgeprägt sind, und dass möglicherweise Lunge (Lungenentzündung), Herz (Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung) oder Hirn (Gewebeentzündung) betroffen sind.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Infektionskrankheiten mit Grippesymptomatik, die weltweit für Aufregung sorgten – SARS und die Vogelgrippe sind Beispiele für Virusinfektionen, die auch für den Menschen gefährlich werden können.
Wie äußern sich Erkältung und Grippe?

Grippe und Erkältung äußern sich anfangs mit den gleichen Beschwerden. Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit sind typische Symptome. Häufig kündigt dann Frösteln einen Temperaturanstieg an und Fieber wird von Schüttelfrostattacken begleitet. Kopf- und Gliederschmerzen kommen genauso dazu wie Halsschmerzen. Schwäche, Mattigkeit und Appetitlosigkeit ergänzen das Krankheitsbild.

Bei einer echten Grippe beginnen die Beschwerden oft plötzlich und sind so stark, dass der Erkrankte auf die Stunde genau sagen kann, wann die Grippe begonnen hat.

Auch andere Erkrankungen beginnen mit Schnupfen oder tränenden Augen – beispielsweise Heuschnupfen oder allergischer Schnupfen bei Hausstauballergie.

Mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit kündigt sich auch eine weitere Gruppe von Erkrankungen an – die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln & Co. Nach einigen Tagen zeigt sich häufig der typische Hautausschlag wie bei Scharlach, so dass die Diagnose einfacher wird.

Bei wiederholten und hartnäckigen Erkältungen im Kindesalter kann auch ein angeborener Immundefekt dahinter stecken – allerdings sind bis zu 6 Erkältungen pro Jahr im Kindesalter nicht besorgniserregend.
Welche Organe sind betroffen?

Eine verschnupfte Nase findet man bei 80 % aller Erkältungen. Sobald sich die Erkältung auf die Nasennebenhöhlen ausweitet, spricht man von einer Sinusitis. Eine leichte Bindehautentzündung oder eine Erregerausbreitung ins Mittelohr (über die Eustachische Röhre) mit Mittelohrentzündung kommt gerade in den ersten Krankheitstagen häufig vor. Wenn sich die Viren in Richtung Lunge ausbreiten, zeigt Husten eine Mitbeteiligung der Bronchien (akute Bronchitis), die sich ohne Gegenmaßnahmen zur Lungenentzündung auswachsen kann.

Gerade bei kleinen Kindern führt selbst ein banaler Schnupfen schnell zu einem schlechten Allgemeinzustand. Babys atmen fast ausschließlich durch die Nase – und verweigern bei verstopfter Nase das Trinken, weil der Wechsel zwischen Atmen und Schlucken zu schwierig ist. Im Kleinkindalter führen die zugeschwollenen Schleimhäute oft zu einer Mittelohrentzündung.

Die Nase ist bei Erkältung fast immer betroffen, ihre Umgebung (Nebenhöhlen, Augen und Ohren) oft, die Bronchien glücklicherweise seltener.

Während man bei einer normalen Erkältung schon die Ausweitung auf die Nachbarorgane Nasennebenhöhlen, Augen oder Bronchien als Komplikation werten kann, sind bei der Influenzagrippe auch Lunge, Herz und Gehirn gefährdet. Sie werden durch die Grippeviren geschädigt – es kommt zur Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung oder Entzündung des Hirngewebes.

Da die Erkrankung das Immunsystem schwächt und die Schleimhäute empfindlich sind, haben auch Bakterien (z.B. Pneumokokken) leichtes Spiel und können eine sog. Superinfektion verursachen (aufgesetzte Zweitinfektion). Dann wird die virale Lungenentzündung durch die bakterielle überlagert.

Grippe-Erkältung

Wenn du eine grippe hast, hast du hohes Fieber, bei einer Erkältung nicht. Ausserdem sind das Krankheitsgefühl und die Müdigkeit bei einer Erkältung weniger ausgeprägt. Die Grippe kann tödlich enden.

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