Hat meine Frau ein Alkoholproblem? (tgl. 1 Flasche Sekt oder Wein)

Meine Frau trinkt täglich mindestens 1 Flasche Sekt oder Wein. Sie ist zwar nicht betrunken aber ich merke ihr den Alkohlgenuss an. Auf Parties, Hochzeiten usw. muß immer ich fahren, weil sie kein Ende findet und sich jedesmal vollaufen lässt.

Sie behauptet, nicht mehr zu trinken als alle anderen in unserem Bekanntenkreis auch, und das sie kein Problem hat, weil sie sich ja nicht regelmäßig betrinkt und außerdem auch keine harten Sachen wie Schnaps trinkt.

Mache ich mir unnötig Sorgen oder ist sie auf dem Weg, ein Alkoholproblem zu bekommen?

Antworten (6)

Es gibt ganz verschiedene Typen und Arten der Alkoholsucht - kann gegoogelt werden! Das Bild, dass ein Alkoholiker den Tag nur mit einem Getränk am Morgen überleben kann oder das Leben gar nicht mehr im Griff hat haben viele im Kopf. Ich glaube der grossteils der Alkoholtrinkenden Gesellschaft bewegt sich in einem graubereich! Deine Frau hat aber definitiv ein Alkoholproblem, warum würde sie sonst freiwillig jeden Tag eine Flasche trinken?!

Meine Frau ist genau gleich, auch sie will ihr Alkoholproblem nicht wahr haben. Sie sei ja noch jung (36), das würden alle so machen. Ganz klar ist da ein Alkoholproblem, auch ohne daß sie sich schon Morgens zum Frühstück Jägermeister in die Venen spritzt.

@Marip

*autsch* .... tut mir leid das zu lesen. Ich hoffe es geht Dir gut. Selbst Wein und Sekt sind doch gefährlicher als man immer denkt.

1 Flasche Sekt/Wein IST ein Alkoholproblem

@Strandwächter
Du hast zwar schon vor 1, 5 Jahren gepostet - dennoch:
Wenn deine Frau tgl. eine Flasche Sekt/Wein trinkt (das sind ca. 60g Alkohol) so hat sie ein Problem. Auch wenn sie nicht mehr trinkt, als all die anderen. Sprich: Auch die haben ein Alk-Problem.
Es ist unwesentlich, ob sie besoffen wirkt oder nicht, ob sie keinen harten Alkohol trinkt, ob sie nur Abends trinkt (es gibt unterschiedl. Alkohol-Typen). Fakt ist, dass der tgl. "erlaubte" Konsum bei max. 20g (1/4 Wein) liegt, für Männer sind es 40g. Und wenn man es nicht schafft, einige Tage ohne Alkohol auszukommen, so ist das sehr sehr bedenklich! Man mag es nennen wie man will (Gesellschaftstrinkerin, Alkoholgefährdet usw.) - mittel- bis langfristig wird deine Frau wohl zur "echten" Alkoholikerin mit all den damit verbunden körperlichen u. psychischen Nebenwirkungen.
Ich meine nicht, dass du dir unnötig Sorgen machst - im Gegenteil, du solltest versuchen, deine Frau zu einer Psychotherapie zu bewegen. Was natürl. schwer ist, wenn man von sich behauptet, kein Alkoholproblem zu haben u. das Trinken unter Kontrolle sei :(
Wichtig wäre, denn Grund zu finden, wieso sie tgl. (oder gelegentlich?) solche Unmengen trinkt.

Ich schreibe aus eigener Erfahrung und um aufzuzeigen, was passieren kann (aber ja, "das betrifft ja immer nur die anderen, nicht mich"):
Ich habe ca. 12 Jahre getrunken. Anfängl. einen Schlummertrunk am Abend, dann wurde es 1/2 Liter tgl., dann 3/4 Flasche usw. Zum Schluss kam ich bis auf 2 Flaschen Sekt/Wein. Man hat es mir kaum angemerkt, ich habe nur zuhause am Abend alleine getrunken. Niemand glaubte mir, wenn ich sagte, dass ich ein Alkoholproblem habe. Nun erfolgte die Diagnose Leberzirrhose. Sprich: Keine harten Getränke, "nur" 12 Jahre mit einigen wochenlangen Pausen, keine ausgewogene Ernährung. Das war für meine Leber zuviel *heul*

Noch nicht

Ich schließe mich der Meinung von Santiano an, wenn Deine Frau ein paar Jahre so weitertrinkt, dann kann sie ein Problem bekommen. Solange sie das aber im Griff hat, spricht nichts gegen den Genuß.

@Strandwächter

Ich versuche mal eine Antwort aus meiner Sicht. Nach meiner Meinung gehört viel mehr zum Alkoholiker als täglich zu trinken, nämlich, daß man schon am Morgen trinken muß um überhaupt arbeiten zu können und daß man z. B. ohne Alkohol starkes Händezittern bekommt. Wahrscheinlich gehört Deine Frau aber auf jeden Fall in die Kategorie "Suchtgefährdet", das sollte man auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Trinkt sie seit langer Zeit und immer so die gleiche Menge oder hat sich der Alkoholkonsum kontinuierlich gesteigert? Trinkt sie schon Vormittags, oder nur am Abend? Hat sie regelmäßig einen Kater, fällt ihr die Arbeit bzw. die Hausarbeit schwer oder läßt sie den Haushalt verkommen? Ich hab in meiner Jugend auch eine ganze Flasche Wein am Abend geschafft, habe auch nie harte Sachen getrunken, konnte aber immer ohne Probleme morgens aufstehen und arbeiten gehen! Ich hatte auch tagsüber nie das Verlangen nach Alkohol. Im fortschreitenden Alter ist mein Weinkonsum immer weniger geworden, ich vertrage auch nur noch ganz wenig. Ist Deine Frau so betrunken, daß sie rumlallt oder richtig auffällig ist? Ich bin der Meinung, die Grenzen sind da meiner Meinung nach fließend, vielleicht wissen andere es besser und schreiben hier auch etwas?

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