Hallo ich bin Jo,
mir ist das Raucherbein letztes Jahr amputiert worden. Ich bekam von jetzt auf gleich unbeschreiblich starke Schmerzen so dass nichts mehr ging. Meine Frau hat den Krankenwagen gerufen der mich in die Notaufnahme gebracht hat- nach der ersten Untersuchung stand dann fest akuter Verschluss, sofort Not Op um zu versuchen das Bein zu retten. Die Ärzte hatten mir aber schon zu verstehen gegeben, dass die Chancen sehr schlecht ständen. Ich bin dann 2 Tage später wach geworden Saskia meine Frau saß neben mir und da war mir sofort klar was passiert sein musste. Ich bin dann mit der Hand sofort unter die Decke um zu schauen ob zumindest mein Knie noch da ist- war es aber nicht stattdessen ein dick einbandagierter Stumpf . Die Ärzte hatte mir das Bein im Oberschenkel abgenommen. Ich war so langsam am realisieren was passiert war, als mein Zimmernachbar im Rollstuhl reingefahren kam, ebenfalls mit einem Bein ihm war eineinhalb Wochen vorher das rechte Bein über dem Knie abgenommen worden, seine zweite Amputation wie er erzählte 5 Jahre vorher war ihm schon der US amputiert worden wegen Diabetes und rauchen. Das hat mir sehr geholfen mit der Situation klar zu kommen. Daraus hat sich dann auch eine enge Freundschaft entwickelt zweimal im Jahr gehen wir zusammen Schuhe kaufen da wir die selbe Größe und einen ähnlichen Geschmack haben und er selten eine Prothese trägt, ich habe mich schon nach der Amputation im Krankenhaus gegen ein Kunstbein entschieden. Heute habe ich mich mit meiner Behinderung so gut es geht arrangiert und komme auch dank der Unterstützung meiner Frau ganz gut klar, aber viele Dinge gehen halt einfach nicht mehr so wie vorher mit zwei Beinen... Liebe Leidensgenossen lasst den Kopf nicht hängen, es geht irgendwie weiter auch mit nur noch einem Bein. Viele Grüße und alles Gute Jo