Perimyokarditis nach Herzinfarkt - wer hatte einen ähnlichen Verlauf?
Hallo zusammen,
ich hoffe, hier jemanden zu finden, der einen ähnlichen Verlauf hatte.
Im März dieses Jahres hatte ich einen Herzinfarkt. Die großen Herzkranzgefäße waren im Herzkatheter unauffällig, vermutlich war ein kleines Gefäß betroffen (MINOCA). Einige Wochen später entwickelte sich zusätzlich eine Perimyokarditis (Herzbeutel- und Herzmuskelentzündung)
Seitdem bin ich krankgeschrieben. Die Entzündungswerte und der Perikarderguss haben sich laut meinem Kardiologen zwar deutlich gebessert, die Pumpfunktion des Herzens ist mit etwa 60 % erhalten, trotzdem ist meine Belastbarkeit noch sehr eingeschränkt.
Meine größten Probleme sind:
schnelle Erschöpfung schon nach kleinen Belastungen,
häufige Extrasystolen (mal kaum vorhanden, an anderen Tagen wieder sehr viele),
Unsicherheit, wie viel Belastung sinnvoll ist.
Ich beginne gerade wieder ganz vorsichtig mit kurzen Spaziergängen. Aktuell schaffe ich zweimal täglich etwa 7 Minuten (ca. 800 Schritte) in langsamem Tempo. Währenddessen geht es mir gut. Früher kam die Erschöpfung oft erst Stunden später.
In wenigen Wochen habe ich einen Termin bei einem Spezialisten in Bad Berka und hoffe auf eine genauere Einschätzung.
Mich würden eure Erfahrungen interessieren:
Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch wieder belastbarer gefühlt habt?
Hattet ihr ebenfalls über Monate Extrasystolen?
Gab es bei euch auch gute und schlechte Tage?
Was hat euch auf dem Weg der Genesung geholfen?
Ich weiß, dass jeder Krankheitsverlauf anders ist und niemand eine medizinische Prognose geben kann. Mir geht es vor allem um den Austausch mit Menschen, die etwas Ähnliches erlebt haben.
Vielen Dank fürs Lesen und für eure Erfahrungen.