Was versteht man unter Kaltauszug bei der Teevorbereitung?

In der Apotheke habe ich ein Beratungsgespräch am Rande mitgekriegt, bei der es um Teevorbereitung ging, bei der die Wirkstoffe nicht durch Kochen zerstört werden. Die Apotherin sprach von Kaltauszug bei der Teezubereitung. Was muss ich mir darunter vorstellen und wie ist der Ablauf bei der Zubereitung und wie lange dauert das?

Antworten (3)

Ein Kaltauszug dauert viel länger als das Aufgießen mit heißem Wasser, da ja die Wärme fehlt, die die Vorgänge beschleunigt. Einen normalen Tee hat man ja normalerweise nach spätestens 10 Minuten fertig. Bei Kaltauszügen sind viele Stunden nötig, deshalb setzt man das auch meist über Nacht.

Kaltauszüge

Es gibt bestimmte Kräuter, deren Wirkstoffe durch Hitze zerstört werden können. Man darf also auch kein kochendes bzw. heißes Wasser über sie gießen, wie man es von Tee ja normalerweise kennt.
Um die Wirkstoffe zu schonen, macht man daher einen Kaltauszug, was bedeutet, dass die Kräuter über Nacht in kaltes Wasser gelegt werden. Den kalten Tee trinkt man dann ganz normal.

Kaltauszug

Kaltauszug bedeutet, dass man die Droge in kaltem Wasser einlegt und über mehrere Stunden (bis zu einem Tag) ziehen lässt.
Das eignet sich vor allem für zarte Pflanzenbestandteile (z.B. Blüten) oder schleimhaltigen Pflanzenteilen.

Wenn es um die gesundheitliche Wirkung geht, kann man anschließend den Kaltauszug auch vorsichtig (!) auf Trinktemperatur erwärmen (also wirklich nur vorsichtig...).

Bekannt ist z.B. Misteltee, der über Nacht per Kaltauszug erzeugt wird. Oder Hollundertee.

Aber man kann z.B. auch Eistee durch Kaltauszug herstellen. Das hat neben der Energieerstparnis auch den Vorteil, dass der Tee nicht so schnell bitter wird...

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