Diskriminierung
Das Problem fängt schon da an, wo gesagt wird, transsexuelle Menschen "fühlen" sich falsch in ihrem Körper. Die Leugnung dessen, das transsexuelle Menschen tatsächlich quasi im falschen Körper geboren werden, oder besser: mit körperlichen Merkmalen, die vom eigentlichen Geburtsgeschlecht abweichen, führt in unserer Gesellschaft immer noch zu Ausgrenzung, Unterdrückung und Fehlinterpretationen über transsexuelle Menschen. Interessant wird es, wenn man hier einmal Kulturen betrachtet, in denen z.B. transsexuelle Frauen als echte Frauen anerkannt werden. In Samoa z.B. ist es jedem Mann und jeder Frau klar, dass Menschen mit Oragnen geboren werden, die dem Geburtsgeschlecht gegenüberstehen. In unseren Breitengraden allerdings gehört es scheinbar dazu, transsexuelle Frauen als "ehemaliger Mann" (nach einer OP) oder sogar als "Mann" (vor der OP) zu bezeichnen. Warum das so ist? Vielleicht liegt das an der Leugnung wissenschaftlicher Tatsachen und dem Glauben an Geschlechtsvorstellungen die nicht der Realität entsprechen... Also: Wie würdest du dich fühlen, wenn du weisst, wer du bist, die Menschen um dich herum dich aber als das Gegenteil von dem ansehen, als was du geboren wurdest? Sagen wir mal so: Es ist verständlich, dass sich viele transsexuelle Menschen in Deutschland diskriniert fühlen, nämlich weil sie ganz konkret diskriminiert werden. Wenn nun in einer Frage, wie der obigen, wieder einmal unterschwellig drinsteckt, dass transsexuelle Menschen sich lediglich "wie im falschen Körper fühlen" ohne zu erkennen, dass sie sie wirklich "nur" mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen geboren wurden, dann kannst du dir ja vorstellen, wie sich eine gebürtige Frau da fühlen muss, wenn sie mit Penis und Hoden geboren wurde, aber dann eben solche Fragen gestellt werden...