Abszess gespalten, danach alles entzündet

Hallo zusammen ,
Am Samstag wurde ein großer Abszess in der linken leiste/Oberschenkel gespalten. Örtliche Betäubung. Horror ... 2 std nach dem ich zu Hause war ging es los mit Kälte Schauer und Schüttelfrost. Am Abend dann fieber also wieder hin. Sah alles sehr entzündet aus. Blutwerte , Antibiotika über Tropf bekommen. Durfte dann wieder nach Hause.
Nächsten Tag zur Kontrolle das selbe noch mal Plus der Aussage es sei ja net so wild ich soll zur covid Station weil das Fieber net mit der Wunde zusammen passt ...
Die in der covid Station über den Chirurgen gelacht ...er sei nen Idiot das sieht nen blinder das dass Fieber von der Entzündung kommt da der halbe Oberschenkel entzündet ist ...
Heute beim haus doc gewesen ....
Der sagte es sei verantwortungslos das man mich so nach Hause schickt und das auch noch ohne Antibiotika... er will nun gucken wie die anschlagen ... ich habe ziemliche Schmerzen net an der Wunde sondern an dem Gewebe umzu ...nun fängt es dort an teils zu pochen und zu brennen ...ich hab so Angst das es doch op werden muss... hat jemand so was ähnliches erlebt und kann mir dazu berichten. Ich finde im Netz einfach nix ... egal ob positiv oder negativ... ich hab nen 3 Wochen altes Baby zu Hause und eine op wäre natürlich dramatisch da ich alleinerziehend bin und stille... lg

Antworten (13)
@Tom92

Teil 5
Tom92, sollte dein Vater wieder auf den Arzt treffen, soll er die Behandlung durch diesen Arzt verweigern mit der Begründung der Fehlbehandlung. In der Notaufnahme ist nicht nur ein Arzt/-in. Sollte es sich um den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst handeln, dann muss dein Vater aus dieser Tatsache in der Notaufnahme behandelt werden. Weiterhin kann dein Vater immer noch bei der Krankenkasse die Fehlbehandlung anzeigen und dort erfolgt durch die Krankenkasse eine Aufklärung, was dort wirklich gelaufen ist. Tom92, ich bitte dich, dass für deinen Vater (oder mit deinem Vater) der Krankenkasse darzulegen und anzuzeigen. Unter den Krankenkassen gibt es ein Informationsaustausch und der Arzt ist bestimmt schon aufgefallen. Tom92, eine Sepsis entsteht auch nicht über Nacht und bei deinem Vater lieg eindeutig eine Fehlbehandlung und fehlerhafter Diagnostik vor. Er ist keinesfalls seinen Ärztlichen Verpflichtung nachgekommen. Tom92, die Krankenkassen wird 100% bei der Fallschilderung was unternehmen. Ich bitte Dich, alle Unterlagen dein Vater hat von dieser Behandlung (ggf. vom Hausarzt kopieren lassen) an die Krankenkasse zu übersenden. Tom92, es ist wichtig, dass solche Ärzte ganz schnell aus dem Verkehr gezogen werden. Der Arzt hat einiges zu erklären.

Tom92, ich wünsche deinen Vater alles Gutes.

Tom92 ich habe die Fragestellung von Dir in der Form „Depressionen schon bei Kindern, evtl. durch ihre Eltern ausgelöst?“ mit allen Beiträgen durchgelesen. Auch die Antwort auf deinen Beitrag schreiten teilweise am Thema vorbei. Tom92 du bist ein guter Beobachter und hast darüber nachgetaucht, wo andere Wegschauen.

Depressionen lässt sich im Kindesalter sehr schwer diagnostizieren. Die Symptome für eine Depression bei Säuglingen, Kleinkindern, Jugendliche sind anders als bei Erwachsen. Es gibt dort eine Einteilung von der WHO nach Lebensalterabschnitt. Eine Abteilung zu anderen Physischen Krankheit ist teilweise nicht möglich. Auslöser einer Depression muss man grundsätzlich medizinisch in zwei Hauptgruppen aufteilen, neurologische Ursachen oder physische Ursache. Es gibt unterschiedliche Arten von depressiven Störungen. Die Symptome reichen dabei von relativ schwach (aber dennoch körperlich einschränkend) bis sehr schwer. Es ist daher hilfreich, die unterschiedlichen Störungen und deren spezifische Symptome zu kennen. Schon allein bei den Formen der Major Depression, Psychotische Depression, Pränatale und postnatale Depression, Bipolare Störung, Zyklothyme Störung, Dysthymie, Jahreszeitlich bedingte affektive Störung („Herbst-Winter-Depression“) und weitere Formen sind anders bei den Patienten.

Tom92, ehe bei einem Kind eine Depression entsteht in diesen Zusammenhand des Beitrages ist eher wahrscheinlicher das eine ICD F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung (ggf. F62.0 im Extremfall), F44.- Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen] in Verbindung mit F61 Persönlichkeitsstörung.

Im schlimmsten Fall liegt F 44.81 Multiple Persönlichkeit(sstörung) – Übersetzt Persönlichkeitsspaltung von mehren Personen. Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und Dissoziative Identitätsstörung (DIS) sind auf die multiple Persönlichkeitsstörung ist die schwerste Form einer dissoziativen Störung. Sie entsteht häufig aufgrund schwerer traumatischer Erfahrungen im Kindesalter, bei denen sich die Persönlichkeit aufspaltet. Die verschiedenen Anteile der Persönlichkeit existieren nebeneinander und wechseln einander ab. In der Regel wissen sie nichts voneinander. Sie haben unterschiedliche Charaktere, Vorlieben, Fähigkeiten und Erinnerungen. Während Kinder sich entwickeln, müssen sie lernen, komplizierte und verschiedene Arten von Informationen und Erfahrungen in eine kohärente, komplexe persönliche Identität zu integrieren. Sexuelle und körperliche Misshandlung in der Kindheit, während sich die persönliche Identität entwickelt, kann dauerhafte Auswirkungen auf die Fähigkeit einer Person haben, eine einzige vereinigte Identität zu entwickeln, vor allem wenn die missbrauchenden Personen Eltern oder Betreuer sind. Kinder, die missbraucht werden, können durch Phasen gehen, in denen verschiedene Wahrnehmungen, Erinnerungen und Gefühle ihrer Lebenserfahrung voneinander getrennt bleiben. Im Laufe der Zeit können solche Kinder immer mehr die Fähigkeit entwickeln, dem Missbrauch zu entfliehen, indem sie „weggehen“. Sie lösen sich von der brutalen Realumgebung, in der sie sich befinden oder ziehen sich in ihren eigenen Kopf zurück. Eine andere Identität kann durch jede Phase oder jedes traumatische Ereignis hervorgerufen werden. Wenn diese gefährdeten Kinder jedoch ausreichend von fürsorglichen Erwachsenen beschützt und beruhigt werden, ist die Entwicklung einer dissoziativen Störung weniger wahrscheinlich.

Tom92, es ist eher wahrscheinlicher das der 10 jähre Junge eine andere Erkrankung als Depression. Es müsste eine erbliche Vorbelastung vorliegen. Weiterhin wären im MRT und EEG eindeutige hinweise zu finden.

Liebe Grüße
Rose von Dublin

@Tom92 Teil 4

Teil 4
Tom92, dass Verhalten des Arztes ist unverantwortlich, da besonders bei Entzündungen viel mehr dahinterstecken kann, als äußerlich sichtbar ist. Weiterhin muss der Tetanus Status abgefragt werden da man ggf. Tetanus Impfung sofort durchführen muss. Bei deinem Vater sind so viele Anfängerfehler gemacht wurden, wo man sich die Frage stellen muss, ob der Arzt für den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst oder für die Notaufnahme geeignet ist. Es steht nicht die Frage, ob der Arzt was wichtiger zu tun hat als um eine Lappalie, dass ist seine Aufgabe. Das ist seine Pflicht den Patienten Ordnungsgemäß zu behandelt. Sollte eine wichtiger Notfall dazwischenkommen, muss man den Patienten im Schockraum warten lassen, bis man den Notfall abgearbeitet hat. Das ist alltags Geschäft in der Notaufnahme und kommt gelegentlich vor.

Was sind die wirklichen Ursachen, dass in den Abendstunden der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst und die Notaufnahmen mit Patienten überflutet werden. Die Patienten bekommen nur schwer Termine beim Facharzt und das Krankheitsbild verschlimmert sich und such dann die Notaufnahme auf, wenn diese schmerze haben. Ursächlich dafür ist die Öffnungszeiten der Fachärzte oder Hausärzte für die arbeitende Bevölkerung. Vielfach erscheinen die Patienten in der Notaufnahme, wenn sich der Zustand wesentlich verschlechtert hat. Im überwiegenden Teil der Fällte hätte sich der akute Zustand bei den Patienten verhindern lassen, wenn eine frühzeitige Behandlung von einem Arzte/-in stattgefunden hätte.

Tom92, dass bei deinem Vater war keine Lappalie. Tom92, dein Vater soll darauf auch, wenn es Entzündungsanzeichen gibt, sofort zum Arzt zu gehen. Mit zunehmenden alter tritt dies dann vermehrt auf, besonders von Trägern von Arbeitsschutzschule ggf. engen Schuhwerk. Auch eine stehende Arbeitstätigkeit oder viel laufen fördert solchen Entzündungsprozesse. Tom92 es währe günstig trotz das jetzt keine Entzündung vorliegt, dass bei deinem Vater einer Podologin vorgestellt wird, dass diese sich den Fuß genau anschaut. Dieses Beraten auch die Patienten, wie man Entzündung im späteren Verlauf vermeiden kann.

Tom92, weiterhin soll der Hausarzt/-in prüfen, bei deinem Vater orthopädische Einlegesohlen (Fußabtruck) verordnen (möglich 2 mal jährlich). Dieses beugt ebenfalls Entzündungen vor. Dein Vater muss nur die Zuzahlung leisten. Dein Vater soll sich kein teures Aufschwatzen lassen, es reichen die Einlagesohlen wo die Krankenkassen die Kosten übernimmt und mit entsprechender Zuzahlung. Es reichen hier einfache Einlagesohlen wo ein Fußabdruck genommen wird, da diese für die Vorbeugung der Entzündungen dienen (nichts teures erforderlich). Tom92 wirke da mal auf deinen Vater ein, ich weiß bei Männern, wenn alles wieder o.k. ist, dann ist alles weitere nicht notwendig. Ich will damit verhindern, dass bei deinem Vater eine chronische Entzündungsanfälligkeit im Alter entsteht. Weiter mit Teil 5

@Tom92 Teil3

Teil 3
Zurück zu deinem Vater. Dein Vater hätte auch Antibiotika verordnet werden müssen, da die Stellen offen waren und sogar geblutet haben.

Tom92, dein Vater muss aufpassen, wenn wieder eine Entzündung am Fuß vorkommt und sollte sofort zum Arzt gehen und diesen die Vorgeschichte von der Sepsis erzählen (wichtig). Tom92, an der Stelle wo dein Vater die Entzündung hatte und dadurch die Sepsis hatte kann nach Jahren bis Jahrzehnte sich erneut durch das verbliebene Bakterium (Pilz, ggf. Hefepilz) bei ganz stark geschwächte Immunsystem vorliegt, kann dieses nach Jahren wieder an der fast gleichen Stelle ausbrechen, besonders wenn eine Knochen Beteiligung bei deinen Vater vorlag.

Es ist erforderlich das ein Podologischen Therapie durchgeführt wird, um sich ein Bild zu machen nach einem Jahr, ob eine tiefgründige Behandlung erforderlich ist, des Fußes deines Vaters. Die Podologin können dies sehr gut einschätzen. Das dient zur Vermeidung das sich neue Entzündungen am Fuß bilden können. Dein Vater sollte mal zum Hausarzt/-in gehen und darüber mit ihr sprechen. Weiterhin sollte die Hausärztin/-in über den Fuß im jetzigen Zustand beurteilen, auch wenn alles o.k. ist und die mögliche Erkrankung von deinem Vater berücksichtigen. Tom92, meine persönliche Erfahrung sagt, dass die Entzündung nach Jahren wiederkommt, wenn besonders das Immunsystem geschwächt ist und mit zunehmendem Alter.

Weiterhin hätte der Arzt in so einen Fall einen Abstrich vornehmen müssen, um abzuklären um welches Bakterium ggf. Pilze, Vieren sich handelt, da die Entzündung offen war (blutend). Man muss im Hinterkopf die unwahrscheinliche Krankheit Morbus Hansen oder Hansen-Krankheit (Hansen’s disease, HD) haben. Man muss immer von schlimmstem Fall ausgehen, da die Krankheit im Anfangsstadium wie eine harmlose Entzündung aussieht und nur über anlegte Bakterienkultur kann man im Anfangsstadium die Krankheit Morbus Hansen oder Hansen-Krankheit über den Erreger Mycobacterium leprae hervorgerufen. In Deutschland ist der direkte oder indirekte Nachweis von Mycobacterium leprae namentlich meldepflichtig nach § 7 des Infektionsschutzgesetzes, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist. Eine weitere Ähnlichkeit ist, dass M. leprae wie der Tuberkulose-Erreger seine Verdauung in den Lysosomen der Leukozyten verhindert und dadurch der körpereigenen Immunabwehr entkommt: Die Lepra-Bakterien werden zwar per Phagozytose von den Leukozyten aufgenommen, die Endosomen mit den eingeschlossenen Bakterien aber anschließend nicht mit den (die Verdauung des Endosomeninhalts besorgenden) Lysosomen verschmolzen. Was diese Verschmelzung verhindert, ist noch weitgehend unbekannt, neuere Untersuchungen jedoch haben einen engen Zusammenhang mit der Proteinkinase G aufgedeckt, einem von den Bakterien gebildeten Enzym. Erst durch die Hydrolasen in den Lysosomen aber würden die Bakterien abgetötet und schließlich verdaut, in den Endosomen der Leukozyten dagegen können sie sich weiterhin unbehelligt vermehren. Nach den Leukozyten werden schließlich auch die Schwann-Zellen von den Bakterien befallen, was erklärt, warum in der Folge vor allem das Nervensystem der Erkrankten angegriffen wird.

Tom92, Morbus Hansen oder Hansen-Krankheit ist in der Umgangssprache als Lepra bekannt. Die Heilungsaussichten sowie die geeignete Therapieform hängen von der Erscheinungsform und dem Fortschritt der Erkrankung ab. Eine Amputation der befallen Körperstellen (z.B. Fuß) ist unumgänglich. Zur Klärung wird hierzu ein Lepromintest durchgeführt. In Abhängigkeit von der Diagnose ist eine monate- bis jahrelange Kombinationstherapie mit den Medikamenten Dapson, Clofazimin und dem bakterizid wirkenden Rifampicin die Therapie der Wahl (Chemotherapeutika der 2. Wahl sind Minocyclin, Clarithromycin und Ofloxacin. Es kommt vor, dass ein Wechsel der Immunitätslage zu einer Verschlechterung des Zustandes führt. Diese Veränderung wird Lepra-Reaktion genannt. Wirksam bei der Behandlung des Erythema nodosum leprosum (ENL) ist der Wirkstoff Thalidomid. Aufgrund der schädigenden Nebenwirkungen während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind (Embryopathie) gelten strenge therapiebegleitende Sicherheitsvorkehrungen. Alternativ zu Thalidomid wird Clofazimin eingesetzt. Diese Behandlung muss über Jahre erfolgen. Es geht mit Teil 4 weiter.

Tom92 - Teil 2

Teil 2
Tom92, war das wirklich ein Arzt der Notaufnahme oder vom KV Bereitschaftsdienst. Tom92 bei uns ist die Notfallaufnahme wie folgt organisiert, die Patienten (außer die mit RTW oder Notarzt) melden sich bei der Notaufnahme bei der Schwester und diese hinterfragt warum die Notaufnahme besucht wird. Die Schwester in der Anmeldung nimmt die Aufteilung zwischen Notaufnahme und KV Bereitschaftsdienst vor je nach Krankheitsbild. Grundsätzlich werden Säuglingen und Kleinstkinder immer der Notaufnahme zugewiesen, egal was für ein Krankheitsbild besteht, da diese Notaufnahmepflichtig sind, dass ist eine Besonderheit. Dein Vater wäre bei uns in der Notaufnahme dem KV Bereitschaftsdienst zugeschlagen wurden. Der KV Bereitschaftsdienst kann jeder Zeit den Patienten zur Notaufnahme weiterreichen, wenn sich ein anderes Krankheitsbild ergibt, dass kommt gelegentlich vor. Bei uns ist der Warteraum für Notfallaufnahme und KV Bereitschaftsdienst ein Warteraum.

Tom92, kann es sein das der Arzt, der deinen Vater behandelt hat in Wirklichkeit der KV Bereitschaftsdienst war und nicht ein Arzt aus der Notfallaufnahme. Das Verhalten des Arztes spricht eher für den KV Bereitschaftsdienst aus Erfahrung. Tom92, ich will dir erklären wie ich auf die Schlussfolgerung komme. Ärzte/-in in der Notaufnahme gehören zum Krankenhaus und meist der Anästhesiefakuthet an. Dies ist im Krankenhaus eine eigenständige Organisationseinheit, da hier nach festem Dienstplan ein Einsatz in der Notaufnahme, Intensivstation und OP erfolgt. Die Dienstzeit besteht in 8 Stunden Schichten in der Woche und Samstag, Sonntag und feiertags (nur in der Notaufnahme) 12 Stunden schichten. Zwingende Voraussetzung für die Anästhesiefakuthet ist, die abgeschlossen Facharztausbildung Anästhesie, Notfallmedizin und Unfallchirurgie.

Tom92, dein Vater war beim KV Bereitschaftsdienst im Krankenhaus. Den KV Bereitschaftsdienst stellt die Ärzte die Kassenärztliche Vereinigung. Meist sind das Hausärzte die zusätzlich noch den KV Bereitschaftsdienst übernommen haben. Das Krankhaus stellt nur die Räumlichkeiten zur Verfügung und hat auch nichts mit den KV Bereitschaftsdienst zu tun. Sollten Beschwerden vorliegen, muss die Beschwerde gegen die Kassenärztliche Vereinigung gerichtet werden. Die Notaufnahme hat nichts mit den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst zu tun. Ich weiß nicht einmal welcher Arzt dort Dienst hat, wenn ich Dienst in der Notaufnahme habe. Anders kann ich mir den Sachverhalt nicht erklären.

Tom92, zu der Aussage des Arztes „er hätte wichtigeres zu tun als sich um so eine "Lapalie" zu kümmern“ verkennt hier der Arzt seine Aufgaben in der Notaufnahme. Dieser hat den Patienten vollständig zu behandeln. Sollte ein Notfall dazwischenkommen, lässt man den Patienten im Schockraum mit einer Schwester sitzen und kümmert sich erst einmal um den Notfall. Das kommt schon mal ab und zu vor, dass bei einer Behandlung eines Patienten sitzen gelassen werden muss, wenn ein Notfall rein kommt der sofort ärztliche Hilfe benötigt. Es geht mit Teil 3 weiter.

@Tom92 Teil 1

@Tom92
Ich muss mich ersteimal entschuldigen für die späte Antwort, bei mir ist dies ein Zeitproblem. Das ist schön, dass es dein Vater wieder gut geht. Wenn dein Vater so eine Entzündung mit Sepsis kann dies immer wieder kommen, wenn das Immunsystem geschwächt, ist. Meist fängt dies im Alter zwischen 40 bis 50 Jahre an das vermehrt Endzündungen auftreten begleitet mit Sepsis. Daher empfehle ich deinen Vater zur Hausärztin zu gehen das diese ihn folge Heilmittelverordnung „Maßnahmen der Physikalischen Therapie / Podologischen Therapie“ verordnet. Das der Arzt/-in keine Probleme mit der KV bekommt soll dieser/dieses folgende verordnen,

Heilmittel nach Maßgabe des Kataloges
3x Podologische Komplexbehandlung aller 4 -6 Wochen

Spalte Indikationsschlüssel
DFc und zweite Spalte E 11 80

Spalte Diagnose
Diabetisches Fußsyndrom mit Neuropathie im Wagnerstadium 0, Nicht primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ II Diabetes) mit nicht näher bezeichneten Komp Vermeidung von Entzündungen und Ulcerationen

Die KV kann nicht nachvollziehen, ob bei den Patienten Diabetes im Anfangsstadium hat oder vorliegt, man schreibt in die Patientenakte Verdacht auf Diabetes und kennzeichnet sich mit einem Zeichen, dass es für die KV als Diagnose, ist. Übermittel den vorgenannten Text deinen Vater und die Hausärztin soll Heilmittelverordnung für drei Behandlung ausstellen, dort prüft die KV nicht. Mit der Vorgeschichte deines Vaters würde ich sofort so eine Verordnung ausstellen.

@Tom92, dein Vater hatte auf jeden Fall schon wegen des zeitlichen Abstandes beim ersten Besuch im Krankenhaus eine Sepsis, da sich eine Sepsis nicht über Nacht entwickelt. Das hohe Fieber bei deinem Vater deutet eher auf Knochengewebe oder Knochenmark in den Knochenspalt hin. Das bedeutet übersetzt das die Sepsis den Knochen schon mit befallen hat, was bei Zehen ganz schnell geht. Bei deinem Vater könnte schon einen Osteitis (Knochenentzündung) vorgelegen haben, dass würde das hohe Fieber erklären, ab nicht die reine Sepsis.

Tom92, unter der nachfolgenden Adresse findest man die Informationsbroschüre „Sepsis Information für Patienten und Angehörige“ die Leiter nur in Notaufnahmen oder Intensivstationen vorhanden sind. Diese Information ist sehr verständlich verfasst für Patienten und angehöre und spiegelt auf Fallbeispiele wider. Dieses Borschüre wird von der Sepsis - Deutsche Sepsis-Hilfe eV herausgeben und wurde sehr schön die Sepsis und Folgen dargestellt. Es gibt nur vereinzelte Arztpraxis, die auch diese Informationsbroschüre besitzen, da generell bei anderen Arztpraxissen kein Interesse besteht an diesen Borschüren. Diese Borschüren wird kostenlos über die Kassenärztliche Vereinigung vertrieben und gehören zur Grundausstattung einer Notaufnahme und müssen dort vorhanden sein.

https://sepsis-hilfe.org/fileadmin/user_upload/pdf/infoheft_mit_bildern_final20170308.pdf

Moderator
@ Rosen-von-Dublin

Erst mal vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Es war ein ganz normales Krankenhaus und mein Dad war da vor einiger Zeit schon mal und da war Alles ok.
So viel ich weiß, ist dort nichts vorgefallen, ich war leider nicht dabei. Mir wurde nur gesagt, dass der Arzt sich in der Notaufnahme total aufgeregt hätte, er hätte wichtigeres zu tun als sich um so eine "Lapalie" zu kümmern.
Am nächsten Tag musste ich dann längere Zeit herum telefonieren, bis ich endlich erfahren hatte, in welchem Krankenhaus er lag. Das ging dann nur über den Rettungsdienst, die Mitarbeiter hatte es dann ihrer Zentrale gesagt.
Er wurde dann in ein Krankenhaus in einer Nachbarstadt gebracht.

@Tom92 Teil 4

Teil 4
Eine Diagnose für Hypochonder gehört nicht zu den Aufgaben einer Notaufnahme. Als weiteres ist für mich nicht Nachvollziehbar, warum das Krankenhaus die Behandlung verweigert hat bei deine Vater wo dieser mit RTW eingeliefert wurde. Das geht eigentlich nicht, da die Leitstelle die Zuteilung vornimmt. Eine Abweisung bei der Leitstelle ist nur möglich, wenn man kein ITS Bett hat oder der OP belegt ist, dass kein Not OP in angemessener Zeit durchgeführt werden kann. Diese wird vorab der Leitstelle durch das Krankenhaus gemeldet. Kommt ein RTW in die Notaufnahme, ist der Patient zu übernehmen.

Es muss in diesem Krankenhause mit deinem Vater etwas Schwerwiegendes vorgefallen sein, auch in diesen Fall kann der Patient nicht abgewiesen werden. Auch ist es unzulässig eines Patienten abzuweisen, weil dieser im Vortag in der Notaufnahme war. In der Klinik wird gegen alle Vorgaben der KV Verstoßen.

Tom92, mich intarsiert brennend was dies für ein Krankenhaus ist, dass ein Vater abgewiesen hat. Dort läuft in der Notaufnahme etwas ganz aus dem Ruder.

Du kannst gern Fragen stellen. So etwas ist in unserer Notaufnahme undenkbar. Man kann sich die Patienten nicht aussuchen.

Liebe Grüße
Rose von Dublin

@Tom92 Teil 3

Teil 3
Tom92, in den Schockraum hätte ich erst einmal genau die Entzündung angeschaut und ein Tiefgründiges Gespräch mit deinem Vater über Vorerkrankung wie Diabetes, HIV, Autoimmunerkrankung vorlagen und auch hinterfragen ob eine Erkältung vorlag. Ich hätte auch hinterfragt wie es zu dieser Entzündung gekommen ist und der Zeitablauf ist ganz wichtig für die Beurteilung.

Folgendes wäre einzuleiten gewesen,
Blutabnahme ggf. Abstrich. An den Blutwerten kann man schon einiges Schlussfolgern, was die Ursache ist. Im Zweifel ist es unbedingt erforderlich die Entzündungsstelle zu röntgen, da man auf dem Röntgenbild einiges sehen kann und eine Osteomyelitis ausschließen kann. Sollte sich aus dem Röntgenbild was ergeben muss man ein Not MRT durchführen, ggf. noch ein Not CT.

Tom92, nach deiner Beschreibung das die Entzündung geblutet hat müsste für jeden Arzt/-in ein Alarmzeichen sein. Dort ist röntgen unumgänglich.

Problem bei dem Untersuch der Entzündungsstelle beim Patienten ist, dass man diese Stelle nicht abtasten kann, sonst springt der Patient von der Liege von Schmerzen. Für mich ist nicht nachvollziehbar warum die Kollegen/-in kein Röntgen durchgeführt haben und das weis man ab den 5 Semester im Medizinstudium.

Tom92, ich kann nicht nachvollziehen was in der Notaufnahme getrieben wurden ist. Weiterhin ist das Verletzungsbild kein Fall was für den Hausarzt diese Aussage ist unsinnig. Weiterhin ist für mich nicht Nachvollziehbar warum dein Vater ein Hypochonder sein soll. Dann müsste ich alle Mütter, die mit ihren Babys oder Kleinkinder in der Notaufnahme erscheinen als Hypochonder bezeichnen. Ursache die Mütter sind sehr verunsichert und übervorsichtig, wo das Baby oder Kleinkinder nicht in die Notaufnahme gehören. Meist ist dort eher Fachgerechte Beratung erforderlich. Kinder und Babys sind grundsätzlich nachts krank und bekommen in der Nacht auf einmal unerklärbares hohes Fieber, weil diese was ausbrüten. Geht mit Teil 4 weiter.

@Tom92 Teil 2

Teil 2
Tom92, Sepsis ist nicht Sepsis. Bei deinem Vater kann ich nicht unterscheiden ob eine Osteomyelitis oder Exsudat vorliegt, da nur Entzündung des Fußes geschrieben wurden ist. Es kann eine Nagelbettentzündung, meist Entzündung an den Zehen oder andere Stellen. Meist liegt aus Erfahrung folgendes vor, Eiter ist die bei einer eitrigen Entzündung abgesonderte gelbliche Flüssigkeit. Sie enthält Leukozyten und eingeschmolzenes Gewebe und ist von dünn- bis dickflüssiger Konsistenz. Die Bildung von Eiter ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf eine meist bakterielle Infektion. Hauptverantwortlich für die Entstehung von Abszessen sind Entzündungen und Verletzungen der Haut, worauf der Körper mit einer komplexen Immunantwort reagiert. Um den Körper vor einer Ausbreitung der Infektion zu schützen, wird das betroffene Gewebe durch Einwirkung von körpereigenen Enzymen eingeschmolzen und gegen das benachbarte, gesunde Gewebe abgekapselt. Betroffen sind häufig Menschen mit geschwächter Hautbarriere. Die häufige Anwendung von entfettenden Seifen und Desinfektionsmitteln greift den körpereigenen Säureschutzmantel der Haut an. Bei Atopische Dermatitis- und Diabetespatienten führt eine genetisch bedingte Schwächung der Hautbarriere zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen der Haut.

Tom92, nehmen wir mal an deinen Vater hatte eine Entzündung an den Zehnen, es ist nicht nur knall rot entzündet, sondern ist der Gewebter unter dem Haupte weich. Stell dir das das so vor wie ein Kühlakkus Gel (warm) oder wie Pudding vor. Das gleiche Bild (Symptom) besteht bei der Eiterbildung. liegt eine komplexe systemische Immunreaktion in Form einer Sepsis vor, ist eine zunächst harmlos erscheinende Entzündung der Auslöser. Es können sich unter der entzünden Haut Abszess bilden.

Auch ist es Denkbar das durch Pilze bei Bestehen von Fußpilz entstanden sein könnte. In der Regel spielen Vieren, Pilze u.a. keine Rolle, da überwiegen eine Fußentzündung Bakteriell Natur ist.

Im Teil 3 gehe ich ein was in der Notaufnahme durchgeführt hätte werden müssen.

@Tom92 Teil 1

Tom92, ich habe deinen Beitrag genausten gelesen und will Dir erklären, was die mögliche Ursache ist bei deinem Vater und die Probleme in der Notaufnahme. Was dort gelaufen ist, dürfte nicht ganz korrekt sein und die Behandlung nicht ganz optimal gelaufen sein. Ich will Dir dies ganz einfach erklären, wo die Probleme liegen können. Auch hat das hohe Fieber bei deinem Vater am nächsten Tag hat nichts mit der Sepsis (Blutvergiftung) zu tun, da das Fieber über 38, 5 C nach deinen Angaben viel höher war als 38, 5 C. (Temperatur wird nicht bei Sepsis überschritten). In der Notfallmedizin unterscheidet man bei Sepsis (Bakteriämie, Septikämie, SIRS, Sepsis, Schwere Sepsis oder Septischer Schock). Unter Sepsis wird also eine Inflammation auf dem Boden einer Infektion verstanden, die dadurch charakterisiert ist, dass es dem Wirt nicht gelingt, die Entzündung lokal zu begrenzen. Pathophysiologisch kommt es bedingt durch die Aktivierung von Mediatorenkaskaden, zu einer generalisierten endothelialen Entzündungsreaktion, die in einem Teufelskreis mit nachfolgendem Multiorganversagen münden kann.

Tom92, man unterscheidet die Sepsis ganz einfach erklärt wie folgt,

Bakteriämie = Positive Blutkultur (nach Laborbefund),
Septikämie = Begriff wird nicht mehr verwendet, da dieser die nachstehenden Begriffe umfasste,
SIRS = Es müssen mindestens zwei Kriterien müssen erfüllt sein:
1.) Hyperthermie (> 38°C) oder Hypothermie (< 36°C),
2.) Tachykardie (> 90 Schläge/Minute),
3.) Tachykardie (> 90 Schläge/Minute) mmHg oder kontrollierte Beatmung,
4.) Leukozyten > 12.000 oder < 4.000.
Sepsis = SIRS und nachgewiesene Infektion. Infektion ist nach Rückmarktentnahme nachgewiesen oder Labor.
Schwere Sepsis = Sepsis und mindestens ein Kriterium:
1.) Hypotonie (systolischer RR < 90 mmHg),
2.) Hypoxämie (pO2 < 70 mmHg oder pO2/FiO2 < 280),
3.) Oligurie (< 700 ml/d).
Septischer Schock = Sepsis in Verbindung mit Hypotonie (systolischer RR < 90 mmHg oder Abfall > 40 mmHg ausgehend vom Ruhewert).
Tom92, dass war nur eine ganz Oberfläche Erklärung was man unter den Sprachgebrauch Sepsis versteht. In Teil 2 gehe ich weiter auf deinen Vater ein.

Update

Nu war ich heute noch mal beim haus doc.
Die rote große Fläche is kleiner geworden und nicht mehr ganz so rot , etwas abgeschwollen ist es auch.
Problem ist das noch ne entündung dein ist im Grunde noch nen abzess. Ich könnte heulen , er sagt der ist auch net klein. Der doc hätte beim öffnen tiefer schneiden müssen ... Antibiotika scheint ja erstmal anzuschlagen aber ob ich das Ding damit weg bekomme? Ich hoffe soooo sehr. Ich bin so schmerzempfindlich und mag einfach net mehr......

@Tom

Das ist natürlich auch nen Unding. Solche Fehler dürfen nicht passieren.

Ich hab nun zum Glück seit gestern kein Fieber mehr und werte das mal positiv.
Mein Freund meint auch es ist alles noch sehr rot aber nicht mehr so extrem geschwollen. Ich hoffe das nun alles gut wird. Morgen wieder zum Haus Arzt und hoffe das der positives berichtet.

Dennoch würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen falls es doch in die negative Richtung geht.

Lg

Moderator
@ Jolaya

Das hört sich aber nicht gut an, ich hoffe dir geht es schnell wieder besser und du musst nicht operiert werden.
Irgendwie scheinen einige Ärzte keine Lust oder keine Ahnung zu haben und die Patienten (oft) im Krankenhaus nicht oder falsch zu behandeln.
Mein Dad hatte im letzten Jahr eine Entzündung am Fuß, die erst schmerzte und dann auch noch zu bluten anfing. Also ging es zum Krankenhaus zur Notaufnahme. Dort wurde gesagt, dass das nicht schlimm wäre, warum er überhaupt zum Krankenhaus gekommen wäre, das wäre noch nicht mal ein Besuch beim Hausarzt nötig. Er bekam ein Pflaster und wurde nach Hause geschickt.
Am nächsten Morgen hatte er starke Schmerzen und hohes Fieber. Mit dem Rettungswagen sollte er wieder zu diesem Krankenhaus gebracht werden. Dieses Krankenhaus verweigerte aber die Aufnahme, er wäre schon am Tag vorher dort gewesen und wohl ein Hypochonder. Darauf ging es zum nächsten Krankenhaus, dort wurde bei ihm eine Blutvergiftung festgestellt und die Ärzte dort hatten nur den Kopf geschüttelt, als sie das vom Tag vorher und der Abweisung im anderen Krankenhaus erfahren hatten.
Alles Gute für dich.

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