Kennt eine dieses "Nicht-Trauern-Können"?

Hay,

Ich hatte dieses Jahr mich überwunden oder gar dazu gedrängt gefühlt wegen meiner Lebenssituation einer alten Kollegin per Mail zu schreiben. Ich suchte mir erst die Kontaktdaten raus und schrieb sie an.
Es ging zwar nicht darum, dass ich behauptete ich wäre verliebt in sie oder was derart - aber auch auf die Botschaft folgt normalerweise etwas das Betroffene (ungeoutete Lesben oder Frauen die wirklich verliebt in eine andere sind) kennen sollten denke ich. Dieses "Nicht darüber trauern können" oder "unanerkannt trauern" weil gesellschaftlich ist diese Liebe immernoch stigmatisiert und als unideal verschrien und an Verwandte/Freunde wenden geht ungoutet ja schlecht.

Jedenfalls noch mal zu meiner Situation. was ich von der Kollegin wissen wollte war schon wichtig gewesen und bezog sich besonders auf Alpha-Omega Stellung. Leider antwortete wie ich schon durchgespielt habe nämlich höflich aber abweisend (entschuldigend und wünschte alles gute...) und nun weiß ich gar nicht wie ich damit umgehen soll. Ich betrauere dass ich mit der keine Freundschaft aufbauen konnte und das ich nicht sie bzw. ihre hohe Alphaposition inne habe. Ich habe sie aufmerksam darauf machen wollen, dass es mir sehr schlecht in meiner Omegaposition geht. Auch in der Hoffnung Mitleid zu bekommen, obwohl
ich wusste dass die mir das nicht zugestehen wird/nicht kann/will.

Ich verlange von der und manchmal solche Fremden die du aussehen/wirken wie die etwas, das ich so nie hatte und wohl auch nie bekommen werde.

Vermutlich bin ich auch nicht lesbisch aber habe eine starke Homosozialität. Ich hatte nie Freundinnen und war bislang nur das Mobbingopfer. Aktuell habe ich auch nichts zu bieten (stehe unter Betruung, habe verschiedene Diagnosen und bin auf Harz 4 angewiesen). Ich wünsche mir schon Leidensgenossinnen. Nun leider ist das schwierig zu realisieren.

Ich leide aber auch eben darunter, dass diese(s) Mädchen/ solche Frauen wie sie es schon besser haben. Also Neid spielt eine Rolle. Und ach weiß nicht wie ich das erklären soll.

Ich habe niemanden der das nachvollziehen kann. Es stimmt mich einfach auch traurig, dass mein Handeln mal wieder nichts zum Besseren für mich wenden konnte.
Es ist traurig ich sein zu müssen. In den letzten paar Wochen sogar sehr schlimm, weil ich psychiatrischer Gewalt ausgesetzt war.

Ich weiß auch nicht was ich dagegen machen soll.

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Antworten (1)

Wenn du schon so viel Leid erlebt hast, wäre es vielleicht gut, wenn du dir Hilfe durch einen guten Gesprächspartner suchst. Über die Caritas oder Diakonie findest du vielleicht einen guten Menschen, der dir beistehen kann. Vielleicht helfen dir auch Selbsthilfegruppen - Emotions Anonymous - zum Beispiel. Als Gläubige würde ich dir auch ans Herz legen zu beten. Dann bekommt man oft einen helfenden Hinweis über den wieder Freude ins Leben kommt. Alles Liebe dir und Gottes Segen.

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