Leberzirrhose - 3 Entzüge - 2 Entwöhnungen
Ich trinke seit 25 Jahren. Als Alkoholiker bezeichne ich mich seit 2010, wobei ich mich 2014 zum Entzug entschloss und 2015 auch meine erste Entwöhnung machte. Leider hielt ich nur 1 Jahr durch. Dann kam es 2016 zum 2. Entzug. Dabei wurde mir eine Leberzirrhose diagnostiziert. Danach begab ich mich zu laufenden Untersuchungen in eine Spezialklinik, wobei sich auf Grund von Alkoholabstinenz, Leberorientierter Ernährnung und viel Bewegung meine Werte laufend verbesserten, und sogar die Fachärzte staunten. Da ich psychisch leider labil bin, passierte es mir 2017 leider wieder, dass ich zu trinken begann. Ich wollte nicht aufgeben und ging 2018 in den 3. Entzug und meine 2. Entwöhnung. Meine Werte waren heuer im Sommer sehr schön, obwohl ich die Auswirkungen der Zirrhose wie Müdigkeit immer spürte. Ich hatte Child A, also noch die leichtere Form. Durch eine richtige Kurzschlussreaktion begann ich vor 1 Monat jedoch wieder zu trinken, konnte auf Grund der Entzugserscheinungen nicht aufhören. Erst seit 3 Tagen bin ich wieder trocken und beginne schön langsam wieder klar zu denken... Jetzt habe ich große Angst, dass ich es diesmal wirklich übertrieben habe und ich momentan wahrscheinlich bereits auf Child C bin. Gibt es Erfahrungen unter euch, dass sich trotz dieser massiven Belastungen es sich nochmals ausgehen kann, ein halbwegs normales Leben zu führen oder muss ich mit dem schlimmsten rechnen? Bin erst 45 Jahre und will noch nicht sterben...