Monofokallinse oder Multifokallinse?

Liebe Community, ich werde in den nächsten Wochen am linken Auge operiert. (Kurzsichtigkeit) Mit diesem Auge sehe ich nur noch 20%. Das rechte Auge hat eine Sehkraft von 80%. Auf dem rechten Auge ist aber auch ein Ansatz von einem grauen Star und muss irgendwann auch operiert werden! Ich bin 58 Jahre alt. Meine Frage ist die, welche Linse ich da wählen soll! Da meine private Krankenversicherung die meisten Kosten übernimmt, ist das finanzielle nicht das entscheidene. Man liest so viele unterschiedliche Sachen, dass ich in dieser Hinsicht sehr unsicher bin! Der Augenarzt neinte, es wäre meine Entscheidung! Wenn ich weiterhin eine Lesebrille brauche, ist mir das auch egal. Lesestärke +1, 5

Antworten (8)
Linsenentscheidung

#Jakob , mich würde interresieren wie Dein weiterer Verlauf bis jetzt ist? Ist alle o.K. Bist Du mit dem Ergebniss zufrieden ?
Mit 52 wurde bei mir am rechten Auge der Katarakt diagnostiziert, jetzt hat in den letzten zwei Jahren mein Kurzsichtigkeit stark zugenommen rechtes Auge 9, 5 diopt. linkes Auge 5 diopt.
mein Augenarzt rät zur OP mit einer Monofokallinse, ich habe einiges über die EDOF Linsen gelesen - kann aber keine objektive Entscheidung treffen was besser ist.
Meine Einschränkung sind mittlerweile sehr stark bei Dunkelheit , hier kann ich nur noch sehr schlecht sehen.
Ansonsten trage ich Kontaktlinsen , mittlerweile seid einem Jahr, hier kann man schneller auf die diopt. Änderungen reagieren.

Zum eigentlichen Thema "monofokal oder multifokal"

Ich (knapp 50, ererbter präseniler Katarakt, rechtes Auge [hatte 15% Restsehkraft] operiert), rate auch zu monofokal, warum sollte man auf das Wichtigste verzichten, das ist hohe Sehschärfe = bestmöglichen Kontraste, Vermeidung von Halos - nur weil man keine Nahbrille tragen möchte? Ich finde, da erkauft man sich vermeintlichen Komfort für überwiegende Nachteile.

Wozu ich aber raten kann, ist sich eine aspährische Linse einsetzen zu lassen. Denn diese erhöht das Kontrastauflösungsvermögen (=Sehschärfe) noch weiter, als das die sphärische IOL vermag.

Es ist aber möglich, dass einem bei einer asphärischen Linse das Sehen anfänglich zu "technisch scharf" (subjektiver Eindruck einer gewissen Unnatürlichkeit des Bildeindrucks) wirkt. Denn die natürliche Linse ist spährisch und weist Bildfehler auf (z.B. chromatische Abberation). Aber ich habe mich nach kurzer Zeit daran gewöhnt und geniesse nun das hohe Kontrastauflösungsvermögen.

Ich habe mich auch für eine klare Linse ohne Blaufilter (Avansee CP2.2) entschieden.

Mein linkes Auge ist aktuell noch ca. 80% unter normalen Umständen, aber z.B. Details im Schatten bei starkem Licht abseits davon sind auch schon recht mühsam (unter solchen Umständen dann bis zu nur 20-30%). Ich habe ja jetzt den direkten Vergleich, wie gut die Details sichtbar sein müssen.

kleine Nebenwirkungen aktuell nach 2 1/2 Wochen: ab und zu ND (negative Dysphotopsie = Sichel schläfenseitig bei ca. 85°) und Veränderung des Fokuspunkts, manchmal etwas Flackern (Linse noch nicht stabil im Linsensack)

Ferne oder Nähe?

Vor der Frage stehe ich auch. Linkes Auge nur 10% Sehvermögen bereits mit künstlicher Linse versehen -2, 25 Dioptrien. Jetzt ist rechts dran mit Grauer Star OP (bisher kurzsichtig mit 2, 25 - 2, 5 Dioptrien; 80% Sehvermögen vor dem Grauen Star)). Mir wurde empfohlen, das rechte Auge auch kurzsichtig zu belassen, damit ich wie bisher zum Lesen Brille abnehme. Wer hat Erfahrungen dazu, wer kann mir was raten???

DANKE.

Dein Doc hat schon recht das es deine Entscheidung ist. Beides hat seine Vor- oder Nachteile. Ich würde zu multifokal tendieren, gerade wenn das Geld keine entscheidene Rolle spielt.

Monovision

Ich habe mich für Monovision entschieden. D.h. ein Auge wird auf die Nähe eingestellt und das dominante auf die Ferne. Wurde vor 3 Tagen am ersten Auge operiert und dieses ist jetzt auf die Nähe eingestellt und ich kann perfekt das kleingedruckte am Handy lesen. In der Ferne habe ich -2 dpt. Da ich mit dem anderen Auge (zur Zeit noch mit Kontaktlinse und -8 dpt.) aber in der Ferne perfekt sehe stört mich das nicht und es ist super nicht mehr auf eine Lesebrille (hatte auch beidseits ca. 2dpt.) angewiesen zu sein.
Ich hatte keinerlei Probleme mich darauf einzustellen, da ich mit dem jetzt operierten Auge immer schon schlechter gesehen habe.

Fern oder nah

Bin inzwischen wegen der besseren Nachtschicht eher der Überzeugung, dass Monofokallinsen besser sind. Aber immer noch unschlüssig ob ich die Linsen für Fern oder Nahsicht wählen soll..

Welche Kunstlinse ist die passende?

Die Frage muß jeder für sich selber entscheiden, beides ist gut. Es ist ja auch bei der Brille so, der eine trägt gerne eine Gleitsichtbrille, der andere hat eine Brille für die Ferne und eine zum Lesen. Die Entscheidung hängt auch davon ab, wozu Du deine Augen brauchst. Einer, der den ganzen Tag liest, muß anders versorgt werden als der, der dauernd Auto fährt. Mich wundert allerdings, daß dein Augenarzt dir hier bei der Entscheidung nicht hilft. Er sollte dich nach deinen Sehgewohnheiten fragen und dir dann einen entsprechenden Vorschlag machen. In der Regel ist der operierende Arzt ja nicht der Haus-Augenarzt. Wenn der eine keinen Ratschlag gibt kann man da immer noch den andern fragen.

Immer wieder Monofokal

Hallo, da ich viel Nachts Autofahre, wurde mir zur Monofokalen geraten, bin 46, weiblich und habe vor 6 Monaten beide Augen operiert bekommen. Feedback: 1000% ig wieder, ich lese auch ohne Brille, selten, dass ich meine alte Lesebrille mal brauche, ansonsten sehe ich alles scharf. In der unmittelbaren Nähe natürlich nicht, aber so bei 40 cm Abstand ist schon alles ziemlich gut, und in der Ferne, bestens. Keine Umstellung notwendig, ich konnte von Anfang an scharf sehen und nachts sehe ich nun wieder wie ein Luchs. Arbeiten am Computer, Zeitung lesen, das geht bei mir auch so, Kleingedrucktes im Supermarkt auf Packungen, die halte ich etwas weiter weg, und schon ist es scharf

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