Wenig feucht wegen Jungfernhäutchen?

Hallo,
Ich wollte gestern zum ersten Mal mit meiner Freundin schlafen. Sie ist noch Jungfrau. Ich hatte vorher schon Sex mit anderen Frauen. Wir reden sehr offen über alles und darum weiß ich, dass sie zwar unsicher ist, weil es ihr erstes Mal ist, aber sie es auch will. Ich wollte mir darum extra viel Zeit lassen. Nach einem ziemlich langen Vorspiel habe ich dann irgendwann angefangen ihre Scheide mit meinen Fingern zu massieren. Erst außen und dann innen. Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen, über die ich mir jetzt Gedanken mache. Die anderen Frauen, mit denen ich geschlafen habe, waren keine Jungfrauen mehr.
Mir ist bei meiner Freundin aufgefallen, dass sie (trotz des langen Vorspiels) viel weniger feucht war, als ich es erwartet hätte. Und außerdem, dass sich ihre Vagina von innen ganz anders anfühlt, als die anderen. Ihre Vagina ist irgendwie komisch eng und verschlossen. Ich schätze mal dass das das Jungfernhäutchen ist. Ich bin nur überrascht, über den Unterschied, den das macht. Ich frage mich jetzt, ob das normal ist, dass das Jungfernhäutchen die Vagian quasi komplett verschließt. Und stößt man sich da "einfach" mit dem Penis einen Weg durch? Das fühlte sich nämlich nicht o an, als käme man da so einfach durch.
Und dann frage ich mich, ob das auch damit im Zusammenhang steht, dass meine Freundin wenig feucht war. Kann es sein, dass sie zwar innen drin sehr feucht war, aber das Sekret keinen Weg nach außen hatte?
Ich hoffe hier kann mit jemand fachlich kompetent antworten.
Danke :-)

Antworten (3)
Jungfernhäutchen, Teil II

Das Jungfernhäutchen kann schon vor dem ersten Geschlechtsverkehr kaputtgehen (obwohl es da auch abweichende Lehrmeinungen gibt), z.B. durch Sport, Tampongebrauch, Masturbation mit einem Dildo/Vibrator etc.

Da bei den Frauen das Jungfernhäutchen ganz verschieden gestaltet sein kann (das ist so ähnlich wie bei der Vorhaut am Penis; da gibt's ja auch die verschiedensten Ausführungen von kurz bis rüssellang, von sehr eng bis weit, dünne und dicke Häute, kurzes und langes Vorhautbändchen, etc.), kann man auch nicht mit Sicherheit sagen, was einen erwartet, wenn man mit dem Finger "nachforscht".

Das Hymen liegt schon ein paar cm im Vaginainneren, aber mit einem Finger (Mittelfinger) kann man es normalerweise schon ertasten. Aber es ist wahrscheinlich nicht sichtbar, selbst wenn man die inneren Schamlippen auseinanderspreizt.

In den meisten Fällen besteht das Häutchen nur aus einem sichelförmigen Stück, das nur an einer Seite der Scheidenwand angewachsen ist und einen guten Teil des Durchmessers freilässt, sodass z.B. das Menstruationsblut ungehindert abfließen kann, und auch das Einführen eines Tampons (das ja sehr weit innen, kurz vor dem Muttermund getragen werden soll, damit man es wirklich nicht spürt als Frau, wenn man läuft oder Sport macht) sollte in der Regel keine Probleme bereiten.

Es gibt wie gesagt seltene Ausnahmen, wo das Jungfernhäutchen entweder so "geschlossen" (mit wenig Durchlass) oder auch so zäh / dick ist, dass sowohl ein Tampon nicht gut eingeführt werden kann, als auch Schwierigkeiten beim Sex bestehen. Normalerweise spürt eine Frau die Entjungferung (bezogen auf die Zerstörung des Hymens) gar nicht groß, und es blutet auch nicht wie bei einer Hausschlachtung... Das Hymen ist ja nicht innerviert, als dass es groß Schmerzen auslösen könnte. Viel mehr Probleme bereiten beim "ersten Mal" meist die Enge der Vagina infolge dessen, dass die Frau noch nicht gelernt hat, sich zu entspannen, und damit zusammenhängend die mangelnde Feuchtigkeit der Vagina. Hier würde ein Gleitmittel für den Anfang gut helfen (aber natürlich nur eines auf Wasserbasis, das für Kondome geeignet ist).

Vielleicht solltest Du Deiner Freundin mal zusehen, wenn sie sich selbst befriedigt, was sie besonders gern hat und welche Reize / Berührungen sie am meisten erregen. Vielleicht nehmt ihr auch einen Dildo zu Hilfe und sie versucht, ihn bei sich selbst einzuführen. Wenn das klappt, kann's ja wohl nicht am Häutchen liegen.

Ansonsten gibt es keine Unterschiede zwischen jungfräulicher und nicht-jungfräulicher Vagina. Außer dass eine erfahrene Frau gelernt hat, ihre Scheidenmuskulatur und den PC-Muskel so einzusetzen, dass sie damit den Penis fest umschließen und "massieren" kann, was für beide sehr luststeigernd sein kann... :-)

Hallo Marsupi,
Danke für die Antwort,
Natürlich habe ich auch erstmal daran gedcht, dass es daran liegen könnte, dass sie einfach nicht entpsannt ist. Ist j auch in Endeffekt nichts schlimmes. Es hat ihr trotzdem gefallen und ich bin ja auch nicht "einfach durchgestoßen".
Ich wollte nur gerne wissen, ob es normal ist, dass sich eine jungfräuliche Vagina total anders anfühlt, als eine nicht jungfräuliche. Ich weiß nämlich überhaupt nicht viel über das Jungfernhäutchen (wo sitzt es genau, wie groß und wie dick ist es etc.) Wie tief ihre Vagina jetzt genau ist, habe ich auch nicht ausgemessen. Aber kann man denn überhaupt seinen inger mehrere cm tief da rein stecken, ohne das Jungfernhäutchen kaputt zu machen? Also gibt es quasi ein Loch im häutchen auch bei einer Jungfrau?

Jungfernhäutchen

Da die Bartholini'schen Drüsen, die für das Feuchtwerden der Vagina verantwortlich sind, VOR dem Jungfernhäutchen liegen, kann es zumindest nicht an dem Häutchen liegen, wenn die Vagina nicht feucht genug wurde.

Ich vermute eher eine Anspannung bei der jungen Dame wegen der bevorstehenden Entjungferung, über die ja auch viele Mythen kreisen. Dass durch das Hymen der Scheideneingang komplett verschlossen wird und das Häutchen so zäh ist, dass man nicht einmal mit einem Finger durch kann, ist schon sehr selten. In diesem Fall wäre der Gang zum Frauenarzt angebracht, der das Hymen mit einem kleinen Schnitt zumindest "durchlässiger" machen kann.

Wenn die Scheide sich enger angefühlt hat, dann kann es auch an einer Verkrampfung oder Anspannung bei dem Mädchen liegen, wie schon erwähnt. Da ist dann keine Hand- oder Penisarbeit gefragt (um Gottes Willen, bloß nicht "durchstoßen - wie stellst Du Dir das vor?), sondern mehr Einfühlsamkeit, Aufbau von Vertrauen und Zärtlichkeit. Wenn sich die Braut wirklich fallen lassen kann, dann sollte auch kein physisches Problem mehr existieren... ;-)

PS.: Es gibt ja auch noch das seltsame Phänomen eines genetischen Mannes, der sich aufgrund einer Testosteronresistenz in der Pubertät wie ein Mädchen entwickelt, mit allem drum und dran (Brüste, weibliche Körperformen) und auch eine Scheide besitzt - diese endet jedoch blind nach weniger cm im Körper, weil es ja auch keinen Uterus gibt, und die vermeintlichen Eiserstöcke sind eigentlich die Hoden. Aber ich glaube nicht, dass es sich um einen solchen Fall hier handelt, vor allem dann nicht, wenn Deine Freundin ganz normal die Menstruation bekommt...

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