Wie wirkt eine Beschneidung auf die Psyche?

Was macht es psychisch mit einem wenn man beschnitten wird? Grundsätzlich muss man da unterscheiden ob freiwillig oder unfreiwillig oder sogar unbewusst als Kleinkind. Ich wollte es lange nicht wahr haben aber glaube inzwischen das die Beschneidung an sich aber auch die ständige Reizung dieses Sinnesorgans psychische Veränderungen hervorruft die man selbst nicht unbedingt wahrnimmt. Habt ihr da auch schon drüber nachgedacht?

Antworten (20)
@Leolustig

Toller Beitrag von dir. Du bist wirklich gewachsen und zeigst eine ganz andere Stärke.

Wichtig ist zur Erkenntnis zu kommen denn das ist der erste Weg zur Veränderung. Du wirst es schaffen und dich immer weiter von diesem anerzogenen Verhalten befreien können.

Ich wünsche dir da weiterhin viel Kraft dafür.

LG
Rice

@ Rice

Ich kann deine Gedanken nachvollziehen und gebe dir da völlig Recht aber meine Einstellung zur Sexualität und zu meinem Penis wurde mir in meiner Prägungsphase so anerzogen, ich wurde darüber kontrolliert und gesteuert. Ich muss lernen die Dinge neu zu bewerten und dazu bin ich durchaus in der Lage. Ich habe ja auch gelernt ein selbstbestimmte Sexualleben zu führen. Damit hat ja mein Penis schon diese Bedeutung als zentrales Steuerorgan verloren. Ich kann meine Bedürfnisse selbst befriedigen und bin dadurch nicht mehr zu steuern und unabhängig.
Aber der Weg den ich noch vor mir habe ist lang und ich möchte ihn aus eigener Kraft bewältigen ohne professionelle Hilfe.

LG Leo

Nachtrag

Leo, ich werde, so wie es meine Gesundheit zulässt, immer ein Auge auf dich haben. Wir sind schon einen langen Weg zusammen gegangen und es ist mir wichtig dass du weiter vorwärts kommst.

Im Übrigen musst du dich auch nicht auf psychologische Hilfe drängen lassen. Jeder geht mit diesem Schicksal anders um und hat das Recht das Ganze so zu verarbeiten wie er möchte. Du musst dich wohlfühlen und nicht unter Druck setzen lassen.

@Leolustig @Cym

Sicherlich befassen wir uns alle (auch wir Mädels) ab Beginn der Pubertät sehr viel mit unserem Körper und der Sexualität. Das ist auch wichtig. Jedoch darf man sich nicht nur darauf fixieren denn dann verpasst man das restliche Leben. In meinen Augen gehört es zu einem erfülltem Sexleben dass man mit sich selbst im Reinen ist und sich liebt genauso wie man ist. Um ein Selbstbewusstsein zu entwickeln sollte man auch lernen seine, vermeindlichen, Makel zu lieben. Sich selbst anzunehmen ist der Schlüssel zu allem.

Bei Leo seh ich einfach die Gefahr dass er sich da verrennen könnte. Ich habe den Eindruck dass er ein Idealbild seiner selbst schaffen will (körperlich). Dadurch kann er sich selbst schaden. Zudem wird man dieses Ideal nie erreichen können. Es liegt in der Natur des Menschen nie vollends zufrieden zu sein. Nur so können wir uns entwickeln. Das birgt jedoch die Gefahr irgendwann einfach alles nur zu verschlimmbessern.

Ich denke um das Trauma zu überwinden muss Leo lernen sich selbst zu lieben so wie er ist. Es wird das Geschehene nicht ändern wenn er weiter an dieser Optimierung arbeitet und sich in diesem großen Maße mit der Beschaffenheit seines Penis beschäftigt. Ja es ist normal, dass Mann sich viel mit seinem Penis beschäftigt. Bei Leo ist es aber schon sehr extrem. Er darf sich nicht nur über seine Beschneidung und Sexualität definieren, das ist nur ein Teil dessen was ihn ausmacht. Er muss lernen sich als großes Ganzes zu sehen.

Im Übrigen, liebe Cym, bin ich dir sehr dankbar, dass du in einem anderen Thread eingeschritten bist um Leo von einer erneuten Beschneidung abzuhalten. Das finde ich wirklich ganz stark von dir.

Leo nehm dich an wie du bist und lerne auch deine anderen Vorzüge kennen. Du wirst daran wachsen und diesem Trauma dadurch wieder Raum wegnehmen.

LG
Rice

Ständige Reizung dieses Sinnesorgans

Was ist damit eigentlich gemeint? Gerade durch eine Beschneidung wird der Penis doch zumeist recht unempfindlich gegen Berührungen und ist nicht mehr ständiger Reizung ausgesetzt?

@Rice @Leo

Ich finde zurecht, das Leo sich nicht zu sehr auf die Beschaffenheit (u.a. Beschneidung) seines Penis fokussieren und definieren sollte. Verantwortlich ist jedoch nicht Leo davon abzuraten, sein Trauma hingehend so zu verarbeiten, also nicht in Definition zu setzten zu dürfen, was gerade im Zusammenhang gestanden hat dieses ausgelöst zu haben. Sich über Sex zu definieren ist dahingehend auch nicht schlimm (machen viele Männer sowieso) und auch Frauen, die über Sex offen reden können, meist sind es hingegen auch solche Frauen, die auch zum Beispiel beruflich erfolgreich sind. Viele beruflich erfolgreiche (unabhängige) Frauen definieren somit auch über Sex und leben ihn intensiv aus. Sex ist eben, nicht umsonst, die schönste Nebensache der Welt und spielt eben nicht um sonst in der menschlichen Psyche eine nicht gerade untergeordnete Rolle. Ich bin mir recht sicher, das sich Leo auch über andere Dinge definiert als Sex (oder Penis) und vielleicht sind diese Dinge bei ihm hierarisch auch weit mehr untergeordnet, das mag richtig sein. Deshalb soll und darf sich Leo auch damit identifizieren und auch damit leben, gerade um mit seinem vermeintlichen Trauma umgehen zu können. Es gibt natürlich auch Grenzen, die gestehe ich für Leo natürlich auch zu.

Viele liebe Grüße

Cym

@ Rice

Es freut mich sehr wieder mal von dir zu hören.
Es ist ein weiterer Schritt der noch vor mir ist mich von dieser mir anerzogenen Sichtweise zu verabschieden. Mehr oder weniger stand ja immer meine sexuelle Abhängigkeit im Mittelpunkt, meine Befriedigung die mir vorenthalten wurde.
Alles Andere spielte immer eine untergeordnete Rolle. Aber du hast Recht das es eigentlich nur eine Nebbensache ist. Ein beschnittener Penis ist aber schon wesentlich mehr als eine optische Veränderung. Ich versuche es mit mässigem Erfolg in den Hintergrund zu rücken aber ich werde nicht locker lassen. Schön das du ein Auge auf mich hälst ich danke dir dafür.

LG Leo

Habe einen erweiterten Thread eröffnet

Weil ich erfahren habe, dass sich seltener die Beschneidung selbst, in ihrer Eigenschaft als invasiver Eingriff, sondern häufiger (auch bei mir selbst) der danach dauerhafte Zustand des Beschnittenseins sich auf die Psyche, aber darüber hinaus auf die ganze Persönlichkeit auswirken kann, habe ich dazu ein neues Thema eröffnet, in dem ich zunächst von mir selbst berichte.

Hallo Leo,

Da bin ich mal wieder.

Ich habe mir jetzt einige deiner aktuellen Beiträge durchgelesen und möchte dir gerne meinen Eindruck dazu schildern.

Meiner Meinung nach hast du schon große Fortschritte gemacht, aber trotzdem scheinst du noch sehr gefangen zu sein. Du versuchst dich anscheinend gerade neu zu erfinden und ich denke dass du dich dabei zu sehr auf nur eine Sache fixierst: deinen Penis und dessen Beschaffenheit. Leo du musst lernen dich so zu akzeptieren wie du bist sonst gehst du einen gefährlichen Weg. Du änderst das Geschehene nicht indem du an dir rumschnibbeln lässt. Zudem definierst du dich sehr über deine Sexualität und die Beschaffenheit deines Penis. Diesen Eindruck vermittelst du mir zumindest.
Seh mehr in dir als nur deinen Penis und den Sex. Du bist so viel mehr. Sicherlich ist Sex wichtig, aber wie sagt man so schön: Sex ist die schönste NEBENsache der Welt. Du bist noch sehr in dieser Spirale gefangen und solltest lernen auch deine anderen positiven Eigenschaften zu sehen. Es darf sich nicht alles nur darum drehen. Erkenne dich als Ganzes und nicht nur als beschnittener Penis. Da ist noch so viel mehr.

Schon die Frage die du hier in deinem Ausgangspost stellst zeigt mir, dass die Art und Weise wie es zu deiner Beschneidung kam ein großes Trauma bei dir hinterlassen hat. Befrei dich davon. Stell dich mal vor einen Spiegel und schau dich an und sag dir selbst, dass du als kompletter Mensch toll bist und nehm dich an so wie du bist. Lerne dich zu lieben so wie du bist und komm aus dieser Spirale.

Ich hoffe meine Worte waren jetzt nicht zu hart, ich will dich schließlich nicht verletzen sondern dir wirklich nur helfen.

Du kannst sehr stolz auf das Erreichte sein, du hast wahnsinnig viel geschafft. Hör damit nicht auf.

Ich wünsche dir von Herzen nur das Beste.

LG
Rice

Liebe Rose
Ich hatte mal wieder ein intensives Gespräch mit meiner Schwester. Offenbar weiss sie noch einiges was sie mir noch nicht verraten hat. Beim Rotwein wird sie immer sehr gesprächig. Viele deiner Vermutungen konnte sie bestätigen. Dabei sind auch alte Erinnerungen in mir wach geworden. Sie hat von meiner Mum alles erfahren was an mir vorgenommen wurde. Demnach war ich schon immer steril was eigentlich alle ausser mir wussten. Wir haben die ganze Nacht geredet weil ich ja nicht mehr fahren konnte musste ich da bleiben und die Nacht mit ihr verbringen.

LG Leo

Liebe Rose
Du hast mir schon sehr viel weiter geholfen und ich bin dir deshalb sehr dankbar. Ich glaube nicht das ich noch eine Therapie benötige ich komme jetzt ganz gut zurecht wo ich die Hintergründe kenne. Mit den körperlichen Veränderungen habe ich mich ohnehin schon arrangiert wobei das Meiste ja zu meinem Vorteil ist. Ich denke auch psychisch bin ich über den Berg seit dem ich es gelernt habe die Freuden der Masturbation zu genießen und für mich zuzulassen. Bedarf sehe ich im Bezug auf meine Schwester und unser geschwisterliches Verhältnis.


LG Leo

@Leolustig Zwischenantwort

Zwischenantwort

Hallo Leolustig,
zur Beantwortung deinen mehren Fragenstellung wäre folgendes auszuführen. Der Begriff „Münzschnitt“ ist die deutsche sinngemäße Übersetzung aus den lateinischen. Dieser Begriff wurde in den alten Fachliteraturen sinngemäß benutzt als lateinische Umgangssprachgebrauch. Ab den 70er Jahren hat sich der Fachbegriff „Kathpedia“ oder „Kathpedia Zirkumzision“ durchgesetzt (Übersetzung aus den lateinischen. Unter den Fachbegriff „Kathpedia“ findest du unter ein Unterkapitel die Durchführung der geschlechtlichen Verstimmung wie ich dies persönlich nenne. Die meisten Fachwerke sind dort in lateinischer Sprache oder englicher Sprache veröffentlicht. Unter KATH.NET findest du eingehende Anleitung zur geschlechtlichen Verstimmung und den Beweis das dieses bis heute im verborgen durchgeführt wird. Unter den lateinischen Begriff (Circumcisio Domini) oder (Festum circumcisionis) findest du alle Antworten auf deine Fragen. Unter den vorgenannten Begriffen findest du die ganze Wahrheit über das Thema. Im Medizinstudium wird im 7 Semester dieses nur Randweise behandelt unter den Thema Entwicklung der medizinischen Geschichte.

Bei der Vorlesung wurde mir ganz anders, besonders wo das Thema Geschichte der Physiatrie wo bei den Patienten durch die Augenhöhe zur Heilung ihrer Krankheit ein Stab eingeführt wurden. Die Patienten waren danach geheilt, da diese geistig Behindert waren und zu Pflegefällen wurden oder ggf. verstorben sind.

Beispiel
Ungeahnte Ausmaße nahm Mitte des 20. Jahrhunderts die Lobotomisierung psychisch kranker an. Vor allem, nachdem der amerikanische Arzt Walter Freeman entdeckt hatte, wie sich der Schnitt ins Vorderhirn mit wenig Aufwand durchführen ließ, er bohrte den Patienten einen Eispickel unterhalb des Lids am Augapfel vorbei in die Augenhöhle, durchstach den Schädelknochen und fuhrwerkte dann "nach Gefühl" mit der Klinge im Gehirn herum – und zwar so lange und gründlich, bis sein waches Opfer erste Ausfallerscheinungen zeigte. Zurück blieben leichte Hämatome am Auge und Patienten, die ihr weiteres Leben oft damit verbrachten, teilnahmslos die Wand anzustarren. Ziel der Prozedur war es, diverse Störungen von Schizophrenie bis zur antisozialen Aufsässigkeit zu behandeln. Oder jedenfalls so weit abzumildern, dass die Patienten den Angehörigen oder Pflegekräften nicht mehr zur Last fielen.

Hinweis auf Kathpedia
Der Schweizer Jesuit Christian Rutishauser ist sicher der umtriebigste der Protagonisten. Zusammen mit Mitbrüdern und Kollegen reichte er schon 2009 eine Petition für die Wiedereinführung des Fests bei Benedikt XVI. ein und übergab sie später erneut an Papst Franziskus. Er sieht in der Beschneidung Jesu ein wichtiges Moment, das an Jesu Judesein erinnert und Judentum und Christentum enger verbinden könnte. Das Fest der Kathpedia Zirkumzision, das in der katholischen Kirche über Jahrhunderte am 1. Januar gefeiert wurde, könnte christlichen Gottesdienstbesuchern die Wurzeln des christlichen Glaubens deutlicher vor Augen führen. Dies bedeutet das die Geschlechtsbestimmung bei Jungen und Mädchen weiter gehen soll und jetzt in der Öffentlichkeit.

Meine Schulfreundin war auch meine Studienfreundin, Sie hat ebenfalls Medizin an der Uni in Leipzig studiert. Sie wohnte im neben Dorf und wir sind Freundinnen seit der 1 Klasse. Meine Freundin wollte immer ihrer Mutter helfe, drum haben wir Medizin studiert. Die Mutter von ihr wurde physisch krank abgestempelt bis sich ein Arzt sich richtig der Sache angenommen hatte. Ich muss dar 17 Jahre alt gewesen sein, da kam raus, dass die Mutter meiner Freundin eine kleine Geschwulst hinter den Augapfel hatte. Dass waren das wirkliche Auslösen und ihre Mutter war nie physisch krank. So kam ich zur Medizin.

Leolustig, Fragestellung zur Therapie. Am günstigsten wäre es, wenn ihr beide du und deine Schwester eine Therapie zusammen machen würdet und das erlebte zusammen aufarbeitet. Am Anfang der Therapie wäre dies sehr hilfreich. Sie könnte viel Sachverhalte aufklären. Zu deiner Fragestellung, zuerst müsste im stationären Bereich in einer Psychosomatische Klinik die Diagnose gestellt werden an was du wirklich leitest. Meist ist die mit anderen Krankheiten noch begleitet. Die Diagnose ist vorläufig und wird mit eine „V“ gekennzeichnet. Beispielshaft wäre dies möglich in der Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik. Diese sind auf solche Sachverhalte spezialisiert (schwerer Missbrauch in der Kindheit). In deinen Fall wäre eine ambulante Behandlung oder Tagesklinik nicht sinnvoll, da du allein ein Psychologischer Psychotherapeut der Fachrichtung psychologische tiefenpsychologisch benötigt, wegen der Fachausbildung. Psychologischer Psychotherapeut der Verhaltenstherapie kann dir nur bedingt helfen, es mangelt schon an der fachlichen Ausbildung. Therapeuten der tiefenpsychologisch gibt es kaum und haben jahrelange Wartezeiten. Das ist ein bekanntes Problem. Die vorläufige Diagnosestellung dauert in der Regel 8 bis 12 Wochen im Krankenhaus oder länger. Nach den Krankenhausaufenteilt wird du in deiner PIA ambulant behandelt, da es keine Plätze tiefenpsychologisch gibt. Dort erfolgt die Aufarbeitung.

Sollte die Diagnose sich bestätigen die ich dir geschrieben habe geht es in der Fachklinik Klinik am Waldschlösschen GmbH (keine Klinik der Regelversorgung, Spezialklinik für ganz schwere Traumas, schwere Straftaten an Kinder und Jugendlichen, Spezialisierungsrichtung schwerer sexueller Missbrauch). Dies ist einer der drei exzitierten Klinik in Deutschland mit dem Spezialgebiet, weitere gibt es nicht. Einweisung kann nicht durch Verordnung über Krankenhausaufenteilt erfolgen.

Bei Regelfällen muss ein Antrag bei Rentenversicherungsträger oder Krankenkasse die Kostenzusage eingeholt werden. Die Wartezeit beträgt ca. 1 Jahr zurzeit bei Regelfällen. Bei akuten Notfällen nach Verbrechen kann die Einweisung nur über die Polizei oder Staatsanwaltschaft erfolgen. Würde so ein Kind in der Notaufnahme vorstellig werden durch den Notarzt würde die Notaufnahme nur als Erstversorgungsklinik tätig werden und das Kind oder Jugendliche wird mit der Polizei in die Klinik gebraucht werden ggf. in Begleitung eines Notarztes. Eine Verordnung über Krankenhausbehandlung ist nicht erforderlich und kann auch nicht durch die Notaufnahme oder Arzt/-in erstellt werden für diese Klinik (keine Klinik der Regelversorgung).

Leiter gibt es nur drei Kliniken in Deutschland mit diesem Fachgebiet. Eine davon ist Klinik am Waldschlösschen GmbH. Plätze für Traumabehandlung sind ganz schwer zu bekommen. Ambulante Behandlung ist aussichtslos, da es viel zu wenige psychologische tiefenpsychologisch gibt.

Geh zu deinem Hausarzt/-in und schildere dir dein Problem. Am Bestehen druckst du mein Text für sie aus. Sie soll im KV Verzeichnisse für Krankenhäuser nach einer Klinik suchen mit folgender Fachrichtung „Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie“ schauen und soll darauf achten das diese Klinik eine PIA hat. Am besten ist, wenn der Hausarzt/-in mit der Klinik und der PIA persönlich telefoniert und ein Termin ausmacht gleich. Weiterhin muss diese eine Überweisung ausstellen dorthin. Dann ist der erste Schritt gemacht. Es ist wichtig in deinen Fall, dass die Klinik eine PIA hat, er/sie weiß was PIA heißt.

Die anderen Fragen beantworte ich Dir noch. Ich schreibe meist, wenn ich Zeit habe und in der Notaufnahme tote Hose ist, dass ist so zwischen 3 und 5 Uhr so.

Liebe Grüße
Rose von Dublin

Sicherlich hängt es auch vom Sinn und Zweck einer Beschneidung ab was es mit einem macht.
Den Münzschnitt sehe ich da als etwas besonderes weil er wie du schreibst viel aufwändiger und komplizierter ist als eine gewöhnliche Beschneidung. Ich würde gerne mehr darüber wissen habe aber im Netz noch nichts gefunden.
Es muss doch etwas sein was diesen Aufwand rechtfertigt.

LG Leo

Liebe Rose
Was siehst du als mögliches Ergebnis einer solchen stationären Therapie? Seit dem ich die Hintergründe dank deiner Hilfe kenne komme ich ganz gut damit klar. Die spezielle Veränderung meiner Persönlichkeit durch den Misbrauch lässt sich kaum rückgängig machen. Was würde es mir also bestenfalls nutzen? Ich habe da keine Vorstellung was für mich danach besser ist.
Das Wichtigste hast du doch schon erreicht, das ich meiner Mum und meiner Schwester vergeben kann.
LG Leo

@Leolustig
Zu deiner Frage „Wie wirkt eine Beschneidung auf die Psyche“ gibt es keine wissenschaftliche Abhandlung. Medizinisch ist dies auch sehr umstritten, ob dies überhaupt ein Einfluss auf die Psyche von Kindern hat. Besonders Mediziner aus der USA bestreiten dies in Studien (USA ist eine Hochburg von Beschneidungen). In Europa steht man auf den Standpunkt das eine Beschneidung auf die Psyche sehr großen Einfluss hat, wie dies dein Fall zeigt. Ich habe im Studium gelernt, dass eine Beschneidung immer vermieden werden sollte, da dies zu verschieden Problemen führen kann. Eine Beschneidung wie in deinen Fall war überhaupt nicht notwendig. Es gibt nur ganz wenige medizinische Tatbestände wo eine Beschneidung überhaupt notwendig ist.

Leolustig, bei Dir hat dies tiefgründig auf deine Psyche eingewirkt die Beschneidung teile der Vorhaut die nicht notwendig waren. Bei dir und deiner Schwester liegt ein echter Missbrauch vor und dort ist eine tiefgründe Psyche Schädigung erfolgt. Die Beschneidung ist nur ein kleines Teilproblem Psychisch zu sehen, dass Größe Problem liegt in dem tiefgründigen Eingriff in deine Geschlechtsorgane und langjähre Zwangsentsamung durch deine Mutter.

Bei dir liegt nicht nur F 43.1 Posttraumatische Belastungsstörung, sondern die ganz schwere Form davon die F 62.0 Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung vor. Ich würde dich in die Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Klinik u. Poliklinik für Psychotherapie u. Psychosomatik Medizinische Psychologie Haus 18 als Notfall einweisen. Weitere Möglichkeiten hätte ich nicht von der Notfallaufnahme aus nicht, da unser Haus keine Psychosomatik oder Physiatrie besitzt. Dein Fall hat nichts mit Physiatrie zu tun, sondern du gehörst in die Psychosomatik.

Durch den langjährigen Missbrauch liegt eine tiefgreifende Psyche Störung vor, wo nur ein Teilthema ist die Beschneidung. Durch deine Mutter wurde eine tiefgründe und abnorme Mutter Kind Bindung hergestellt (z.B. Brust geben bis in den Vorschulalter).

Ursächlich ist, dass deine Mutter selbst in der Kindheit bis ins hohe Lebensalter missbraucht wurden ist durch einen Familienangehörigen. Hier hat sich eine tiefgreifende Mutter Sohn Beziehung aufgebaut. Auch der Glaube deiner Mutter und dessen Einfluss auf deine Mutter ist ursächlich. Dies erklärt auch warum du Mama Kind bist und deine Schwester Papa Kind ist.

Leolustig, die Fälle gleich sich immer wieder und es ist immer wieder dieselbe Geschichte wo sich der Ablauf kaum unterscheidet. Du bist kein Einzelfall. Man muss dein Fall im Gesamtbild sehen und die Beschneidung ist nur ein ganz kleiner Teilauszug aus deiner Geschichte, mit großen Folgen auf dein späteres Leben.

Liebe Grüße
Rose von Dublin

Da ich mich erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter beschneiden ließ kann ich es durchaus bestätigen dass durch die stets freiliegende trockene Eichel ein anderes Körpergefühl mit einhergeht. Kurz nach der OP pellte sich die Schleimhaut an der Eichel ab und trocknete aus. Damit einher ging ein gewisses Mas an Desensibilsierung, da sich eine Hornhaut bildete und die Eichel abstumpfte. Die Berührungsempfindlichkeit blieb aber es erfordert nun direktere Stimulation um Genuss zu empfinden. Im normalen Alltag spüre ich die Eichel kaum aber in gewissen Situationen spüre ich manchmal ein reiben, was für mich aber eher angenehm und nicht belastend ist. Was ich mag ist der Umstand dass mein Penis so leichter sauberzuhalten ist, obwohl eine ordentliche Genitalhygiene natürlich weiterhin erforderlich ist. Da ich mich nicht für meine Beschneidung schäme sondern sie eher als eine Bereicherung sehe kann ich sagen, dass mein Körperempfinden dadurch in positiver Weise gewandelt wurde. Ich bin jedoch diesen Schritt bewusst und nach reichlicher Überlegung gegangen.

Ja schon

Am Anfang spürt man diese Reizung sehr intensiv, das lässt nach weil wir uns daran gewöhnen aber der Reiz ist immer da er verschwindet nicht wir tollerieren es nur .

LG Leo

Was ich mir vorstellen könnte als psychische Auswirkung ist ein Gefühl der Entblößtheit bzw. der Nacktheit man ist den Blicken der anderen ohne Schutz ausgeliefert.
Die Eichel ist für mich etwas sehr Intimes was man normalerweise nur beim Sex zu sehen bekommt. Will man als Beschnittener sich nicht verstecken und z.B. bei Sport oder Sauna dabeisein hat man keine Wahl als in der Umkleide oder Dusche die freie Eichel allen anderen zu präsentieren. Könnt mir schon vorstellen, dass das zumindest unbewusst ein Schamgefühl oder ein Gefühl des Ausgestztseins hervorruft. Ist ja auch so, dass einem dann ein Stück vom Penis fehlt.
@Leolustig: Ist es wirklich so, dass die Eichel ständig gereizt wird?? - stell mir das schon komisch vor...

@ Tom92

Aber auch die ständige Reizung hinterlässt Spuren auch wenn man sich längst daran gewöhnt hat und es meistens nicht bewusst wahrnimmt. Normalerweise hat so eine Eichel 23.5 Stunden Pause am Tag und bei uns ist 24/7 etwas fremdes mit der Eichel in Kontakt.

LG Leo

Moderator
@ Leolustig

Darüber habe ich nie nachgedacht und da ich schon als Baby beschnitten worden bin, dürfte es da eigentlich bei mir keine Wirkung auf die Psyche gegeben haben. Ich habe dieses ja nie wirklich wahrgenommen, bzw. irgend welche "Vergleiche“, beschnitten/unbeschnitten gehabt. Auch später hatte ich damit, beim Sport oder im Verein, beim Duschen nie "Probleme". Das war für mich ganz normal. Wenn man erst später und dann auch noch unfreiwillig beschnitten wird, könnte das evtl. schon eine Wirkung auf die Psyche haben. Aber das dürfte dann auch auf den Einzelnen ankommen, wie er damit umgeht und es dann eine Wirkung auf die Psyche hat.

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