Beim Yoga-Vorbeugen die Knie auch beugen oder nicht?

Meine Freundin macht einen Yogakurs. Sie war ganz erstaunt, dass man beim Yoga-Vorbeugen nicht auch die Knie beugen sollte. Ich selber kenne aus der Rückengymnastik nur Vorbeugen mit gebeugten Beinen. Was ist denn nun richtig und warum?

Antworten (4)

Ich habe vor einigen Jahren im Internet mal eine sehr interessante Zusammenstellung über "Zu vermeidende Übungen" gefunden. Da hat jemand von der TK mal beliebte Fitnessübungen unter die Lupe genommen, von denen er abraten würde. Man sollte also auch keine Yogaübung machen, nur weil es sich um eine uralte Überlieferung handelt. Sie kann trotzdem für manchen von uns gefährlich sein.

Man kann schon mit geraden Knien in die Beuge gehen, aber eben nur soweit, wie das ohne Schmerzen möglich ist, und sei das auch noch so wenig. Alllmählich vergrößert sich der Bewegungsspielraum - und das ist ja das Ziel beim Yoga.
Weiß der Yogatrainer von eventuellen Rückenproblemen deiner Freundin? Eigentlich hätte das ja vor Beginn des Kurses erfragt werden sollen.

Diese Übung sollte sie ganz auslassen, und sich stattdessen auf den Rücken legen, das Kinn Richtung Brust ziehen und abwechselnd beide Beine an den Körper ziehen, indem sie jeweils ein Knie umfasst. Das hat denselben Effekt wie das Vorwärtsbeugen, aber es überanstrengt die LWS nicht.

Das ist ein generelles Problem, dass manche Yoga-Übungen von Leuten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen etwas abgewandelt ausgeführt werden sollten. Vor 4000 Jahren waren die Lendenwirbelsäulen der Übenden sicher noch nicht so schwach wie bei uns heute Lebenden. Man sollte Yoga möglichst nur bei Lehrern erlernen, die solche Aspekte mit berücksichtigen und nicht stur die klassischen Asanas lehren.

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