Medikamentenabsetzung

Hallo, mein Name ist Heike, ich bin seit 19 Jahren bipolar, habe durch die Medikamente (Lithium, Valproat, Citalopram und Fluanzol) 40 kg zugenommen. Nach dem Ausschleichen vor 2 Wochen nehme ich nun keinerlei Medikamente mehr.
Mein Soziotherapeut war zwar erst sehr entgeistert, will mich aber nun unterstützen.
Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht, seine Medikamente abzusetzen?

Antworten (3)
Ich habe Angst um meine Freundin!

Hallo alle zusammen! Ich hoffe dass mir jemand weiter helfen kann! Meine Freundin leidet seit 8 Jahren an der bipolaren Krankheit und dieses Mal ist schlimmer als je zuvor. Sie weigert sich die von ihrem Arzt verschriebenen Medikamente zu nehmen und ist ja klar dass weder ich noch ihre Mutter sie dazu zwingen können! Seit einem Monat nimmt sie nicht mehr! Wir sind hilflos! Unser Ziel ist sie dazu zu bringen Medikamente weiter zu nehmen aber sie hört uns NICHT! Sie schreit mich an, sie schreit ihre Mutter an. Sie ist fest davon überzeugt dass diese Medikamente reine Chemie sei die sie dazu führt so krank zu sein! Und da sie ja keine Medikamente zu sich nehmen will haben die Arzte sie von der Psychiatrie entlassen!
Wer hat Erfahrung damit wie wir mit ihr umgehen sollen? Wir wollen keinen Druck machen oder sie zwingen! Aber ich will meine Freundin wieder zurück haben! Wir sind seit 11 Jahren super befreundet und jetzt hab ich sie "verloren".

WER KENNT DIESE KRANKHEIT UND WER KANN UNS HELFEN? Ich bin um jedem Ratschlag dankbar !

Hallo Heike,
mir ging es vor 10 Jahren genau wie Dir.Ich habe durch Valpro Tad, Trimipramin, Paroxetin, ...und ner Menge anderer "Experimente, innerhalb eines Jahres auch über 30Kg zugenommen. Als ich aus der Klinik kam, habe ich einfach nen radikal Entzug gemacht, alles auf einmal weggelassen.Mir gings, wie zu erwarten teilw.mehr wie schlecht, aber nach ca 8 Wochen war der Spuk vorbei. Bis letztes Jahr bin ich ohne Medikamente ausgekommen, trotz RC. Allerdings hat das enorm an Energie gekostet so dass ich letztes Jahr on Therapeut zu Therapeut bin und nun wieder Valproin nehme. Außerdem benötige ich unbedingt etwas gegen meine Angstschübe und gehe regelmäßig 1x Woche zur Psychotherapie. Ganz ehrlich, auch wenn es 10 Jahre gedauert hat, bin ich mir jetzt sicher, dass ich die Tabletten tatsächlich brauche. Die Jahre waren rückblickend eine einzige Quälerei. Also mach Dir das unbedingt bewusst. Man kann es unter Umständen auch ohne medikamente schaffen, aber zu welchem Preis?

Ich kann mir nur vorstellen wie schwer das für dich sein muss und bewundere dich für deine Willensstärke!
Alles Gute.

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