Meine Tochter bei meinen Eltern lassen - ist das ein Problem?

Hallo Ihr Lieben,

ich würde gerne ein paar andere Ansichten bzw. Meinungen zur folgenden Sachlage haben.

Ich 34, meine Frau 37, und unsere Tochter 2. Wir sind in der Hälfte der Schwangerschaft von der Stadt aufs Land zu meinen Eltern (Er 67, Sie 70) gezogen.

Seit wir hier sind, bzw. dann auch seit der Geburt haben wir das Gefühl das man sich nicht richtig für unsere Ansichten und Handhabung interessiert. Wir hätten erwarte das man sich bei uns in der Wohnung immer wiedermal länger (1-3h) aufhält, mal hilft beim Kochen, Putzen oder sich eben um das Kind kümmert. Bei uns. Wickeltisch, Kinderbett, Spielsachen ect. ist ja auch alles bei uns in der Wohnung.

Irgendwie wollte man aber nur das Kind für sich alleine haben. Also in etwa „Ihr könnt Sie uns ja mal hochbringen dann habt ihr Zeit für euch“

Wir haben versucht ein Fixen Termin einmal in der Woche zu machen. Einmal in der Woche 1h! Nur mit dem Kindewagen im Dorf eine Runde laufen. Das war dann nach dreimal Laufen anscheinend zu langweilig. So das meine Frau dann recht verwundert war als meine Mutter sie nach dem Kindersitz fragte, als sie unsere kleine Abholen wollte. Meine Frau: „Kindersitz? Warum?“ Meine Mutter: „Achso wir wollen mit Ihr auf einen Berg fahren“ Das hat meine Frau dann verweigert. Es war auch keine Frage wie zB. „Wir würden gerne mit Ihr auf den Berg fahren zum Laufen“
Sondern nur die Frage nach dem Kindersitz, weil sie eben auf den Berg fahren! Versteht das jemand?

Bei den anderen Runde laufen, war das dann auch immer so das meine Mutter wirklich komplett angezogen, Schuhe Jacke usw. fertig zum Loslaufen sozusagen nicht mal richtig in die Wohnung gekommen ist. Eher wie ein Postbote der ein Paket Abholt und später wieder zurückbringt.
Einmal war meine Mutter 10minuten zu früh, meine Frau meinte „ah ich muss Anna noch die Windel wechseln und sie fertig machen, aber komm doch rein“ Meine Mutter meinte dann „Ah dann gehe ich noch in den Hof und Fege etwas“
Meine Frau hat mir das dann später so erzählt und wir haben uns auch gedacht „Warum kommt sie nicht einfach rein, und schaut mal mit zu, sie wurde ja sogar dazu eingeladen“
Ich selber bin dann auch zu meine Mutter und hab Ihr das so erzählt und Ihr gesagt geh doch mal öfter rein zu meiner Frau.

Hat sich aber nichts verändert.

Das mit dem Kinderwagen ein Runde Laufen gehen, ist dann auch im Sand verlaufen. Immer wieder vergessen, oder verschoben usw.

So ging das dann weiter und weiter. Von unserer Seite aus haben wir das immer wieder angesprochen. Aber gebracht hat es nichts. Als Anna ca. 1 ½ Jahre alt war. Kam das ganze bei einem größeren Klärungsversuch (von unserer Seite aus) nochmal auf den Tisch.

Es geht darum das Anna jetzt 1 ½ Jahre alt ist und wir sie Nie länger Abgeben können/möchten. Also das Oma mal am Samstag um 10h runter kommt und wir uns dann zu zweit ein schönen Tag machen bis vll. 22h.. NIEMALS.
Warum nicht? Also meine Eltern würden sich darüber zwar freuen. Aber wir sollen sie halt einfach bei Ihnen Abgeben. Wir waren öfter alle zusammen mal auf einem Berg etwas laufen usw. oder am See. Aber auch hier machen wir immer alles. Den Kindersitz einbauen, Anna rein und raussetzen, Windel wechseln, das aber nur weil von meinen Eltern kein Interesse daran kommt.

Meine Mutter hat oben in Ihrer Wohnung irgendwelche Babynahrung in Gläschen stehen die ich mal entdeckt habe. Einfach so gekauft, kein Wort mit uns darüber gesprochen.

Wir dachten uns dann irgendwann, wir müssen das etwas Aktiver machen, und meinen Eltern dazu auffordern das sie Anna mal selber ins Auto setzen usw. als ich dann meinte meine Mutter solle mal die Windel Wechseln sagte sie „Du willst doch nur zuschauen wie ich das mache“ Und ich meine „JA“.
Sie hat es dann verweigert.

Meine Mutter hat 3 Kinder aufgezogen. 3 Jungs. Ich bin der kleinste mit 34 Jahren.
Sie hält sich dadurch für den PROFI wenn es um Kinder geht. Und fühlt sich da total angegriffen wenn ich zusehen will wie sie meine Tochter wickelt???? Ist das normal?
Sie möchte irgendwie das man Ihr einfach unsere Tochter gibt und Ihr sagt „Du machst das schon. Du hast ja immerhin schon 3 Kinder gehabt“ Tschüss.

Für mich geht es Mittlerweile gar nicht mehr darum, dass ich Ihr meine Tochter nicht anvertrauen möchte. Mich stört es das man sich gar nicht dafür interessiert wie wir das alles zB. das Wickeln handhaben.

Anna ist bist jetzt das erste und einzige Enkelkind meiner Eltern.
Was sagt Ihr dazu? Kennt das Jemand? Sind wir da total Falsch oder.. keine Ahnung.


Danke

Antworten (1)

Ganz ehrlich: Ich finde eure Forderungen total egoistisch. Großeltern sind nicht dazu da damit Mama und Papa sich ein entspanntes Leben machen können. Auch hat man ihnen keine Vorschriften zu machen wie sie das Enkelkind bespaßen. Deine Eltern haben schon ein stolzes Alter und dementsprechend auch einfach nicht mehr die Kraft und Energie um euren Forderungen gerecht zu werden. Zudem haben sie ihre Schuldigkeit getan indem sie bereits ihre eigenen Kinder aufgezogen haben. Das Schöne am Großeltern sein ist, dass man nicht mehr muss sondern kann. Sie sind in einem Alter in dem sie es sich verdient haben ihr eigenes Leben genießen zu dürfen. Meiner Meinung nach solltet ihr mal versuchen sich in ihre Lage zu versetzen: Wie würdet ihr euch fühlen wenn euer Kind später mit solchen Forderungen auf euch zu kommt?
Ich denke ihr solltet entspannter an die Sache ran gehen und sie einfach den Umgang so handhaben lassen wie sie es wünschen. Solange das Kindeswohl nicht gefährdet wird spricht da ja nichts gegen. Eltern sind zum Erziehen da und Großeltern zum Verwöhnen. Ihr habt euch für das Kind entschieden und nicht sie. Sie sind euch gegenüber zu nichts verpflichtet. Freut euch wenn sie das Kind mal nehmen, aber setzt es nicht voraus und vor allem, lasst sie selbst entscheiden wie sie den Umgang gestalten wollen und zwar OHNE Vorschriften.

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