Religion in Zukunft?

Dieses Thema finde ich sehr interessant! Seit Jahrtausenden haben die Menschen immer Religionen gehabt und ihr Leben danach ausgerichtet. Ich glaube, dass sich das in der Zukunft grundlegend ändern wird. Religion ist dafür da, um das Leben zu strukturieren und Erklärungen zu bieten, wennman was einordnen muss. Heute verlassen sich die Leute aber mehr auf ihren Verstand, was ich gut finde. Meint ihr, in 100 Jahren gibts noch Religion so wie heute?

Antworten (13)
Henndrick

Ich denke es wird immer die verschiedenen Glaubensrichtungen geben, nur weil bei einer Glaubensrichtung die Zahlen sinken heißt das noch lange nicht das diese in 50 oder 100 Jahren ausgestorben sein wird. Die Tendenz kann auch wieder in die andere Richtung gehen und die Mitgliederzahlen nach oben gehen.

Zum Begriff Religion

Wenn man Religion als "Welterklärung im allgemeinsten Sinne" definiert (d.h. nicht nur auf den materiellen Aspekt bezogen, sondern mit Einbeziehung aller möglichen metaphysischen Gesichtspunkte), dann sind alle bisher entwickelten Religionen wissenschaftliche Teilbezirke.
Welterklärungsmodelle.

Im Vergleich zu den modernen physikalischen Theorien, die sich u.a. auch mit "Geist" (Quantenphysik), "Jenseits" (im Zusammenhang mit hochdimensionalen TOEs), "Gott" (sh. Tiplers Omegapunkt, etc.) beschäftigen, sind die Inhalte der Offenbarungsreligionen allerdings von extremer Primitivität, sowohl hinsichtlich des Gottesbildes als auch hinsichtlich des gezeichneten Bildes der sinnlich wahrnehmbaren Welt. Dazu kommt fallweise eine beträchtliche menschliche Niedertracht (auf weite Strecken im AT des Christentums, aber auch im NT).

Da es Wissenschaft geben wird, solange sich die Europäer nicht ausrotten bzw. ihren hohen IQ durch erzwungene Vermischung mit Einwanderern nicht verlieren, wird es daher auch stets Religion geben (= Anwendung der Wissenschaften auf metaphysische Fragestellungen).

Der fundamentalismus der religionen ist das problem

Angst vor dem islam (islamophobie) haben nur jene, die keine ahnung vom islam haben. was dem islam fehlt ist eine aufklärung wie dem christentum im 19. jhdt. die katholische kirche hat z.b. religionsfreiheit noch bis in die 60er jahre abgelehnt. ebenfall die gleichberechtung von mann und frau. homosexualität wird noch heuten von der katholischen kirche abgelehnt, nicht aber von den protestanten. während der arabist thomas bauer in 1000 jahren islamischer kulturgeschichte (bis 1800) keine spur von homophobie festgestellt hat.
das ändert nichts daran, dass nach meiner privaten meinung jede religion ein übel ist, "weil sie uns lehrt, damit zufrieden zu sein, dass wir die welt nicht verstehen" (dawkins)
der wirtschaftliche aufstieg in europa begann erst mit der aufklärung, als der allmacht der religionen in westeuropa grenzen gesetzt wurden.
zwar ist der islamismus nicht ungefährlich, weil dem islam, wie bereits gesagt, die aufklärung fehlt, vor allem die trennung von staat und religion. zwar kann die aufklärung allein, demokratie, rechtstaatlicheit und die achtung der menschenrechte nicht garantieren, aber sie ist die voraussetzung für eine distanziertere haltung gegenüber der eigenen religion. doch muss die aufklärung von innen kommem.

@hirni

Sehr schön geschrieben, hirni! Mir würde es nämlich total Angst machen, wenn der Islam mit seiner Scharia hier die Oberhand gewinnen würde, wie das viele befürchten. Dein Wort in Gottes Ohr! Nur bezweifle ich, dass das die Regierung auch so sieht…

Man soll seine meinung auch begründen können und das fehlt bei dir, weil du nicht sagen kannst warum der islam das christentum ersetzen wird.
derzeit ist die katholische kirche immmer noch die stärkste religion der welt und wird immer noch stärker insbesonders in afrika. lediglich in europa schwächelt das christentum. der christliche fundamentalismus gewinnt immer mehr an bedeutung, insbesonders in den USA. die christlichen pfingstkirchen gelten als die am schnellstwachsende religionsgemeinschaft der welt.
historisch gesehen, ist die hochblüte des islams lange vorbei ("goldenes zeitalter") als der islam in seiner frühzeit dem christentum in fast allen belangen überlegen war.
ich denke, die zukunft wird dem laizismus gehören, zumindest in europa d.h. die vollständige trennung von religion und staat, wie er z.b. in frankreich in einem hohen ausmass verwirklicht wurde. aber das bedeutet nicht das ende des christentums. der islam ist deshalb so rückständig, weil diese religion mit dem staat total verbunden ist.
religion muss in ihre schranken gewiesen werden, weil die versuchung der religionen sehr gross ist, auch nicht oder andersgläubigen, wie die geschichte belegt, ihre vorstellungen aufzuzwingen.
gerade heute lese ich im "standard, " dass israel durch die hohe geburtenrate der ultraorthodoxen immer religiöser wird und deshalb die mehrzahl der noch säkularen juden immer mehr terrorisiert werden.

Die Zukunft wird muslimisch

Infolge der Schwächung des Christentums wird es ein Europa wie wir es kennen in 50 oder spätestens 100 Jahren nicht mehr geben. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird die dann herrschende Religion vermutlich der Islam sein.

Die zukunft der religion am beispiel schwedens

Die religion ist ein untrennbarer bestandteil der kultur und gesellschaft eines landes. während bei protestanten die rechtliche gleichstellung von frauen akzeptiert ist, werden frauen im katholizismus, islam, hinduismus, judentum und buddhismus nach wie diskriminiert.
wenn die wahrscheinlichkeit für gott im universum aber langsam gegen null geht, dann werden viele religionen entkernt. wenn gott so unwahrscheinlich wird, dass es als gesichert gelten kann, dass es ihn nicht gibt, dann muss der staat auch keine agnostische position mehr ein einnehmen.
die zukunft der der religion liegt in einer "gezähmten" religion, die aufgeklärt und weltoffen ist. in der frauen auch alles dürfen, was bisher nur männer durften. so wie in schweden, wo die kirche lange zeit teil des staates war.
viele gläubige wollen das. sie wollen ihre institutionen an die lebensrealität einer liberalen humanistischen gesellschaft anpassen.
in den 50erjahren setzte schweden die ordination für frauen durch. in einer aufgeklärten religion darf es keine negative einstellung z.b. zur homosexualität geben, katholiken müssen abtreibungen tolerieren,
eine berufung auf die religionsfreit reicht nicht mehr aus um witwen zu steinigen oder ketzer zu verbrennen. religion sollte auch nicht als begründung genügen, um vom grundwehrdienst befreit zu werden, nicht am schulunterricht teilzunehmen, töchter und söhne zu verheiraten, sie zu verhüllen, ihre geschlechtsteile zu amputieren oder steuern zu sparen.

Henndrick

Für mich ist es am wichtigsten der Glaube an die Menschlichkeit und dazu braucht es keine bestimmte Religion für mich. Leben und Leben lassen und keinen anderen einen Schaden zufügen und helfen wenn jemand Hilfe benötigt, nicht lügen und betrügen. Einen Satz möchte ich hier noch anbringen der immer Aktuell ist. Tue keinen Menschen an was du auch nicht möchtest was man dir antut .

Die Religion der Zukunft

Hallo....
Sie Fragen : "Meint ihr, in 100 Jahren gibts noch Religion so wie heute?"
Was heißt schon Religion? Meinten Sie " Buddhismus oder Islam oder Christentum?
Die Bibel gibt uns für echtes Christentum folgende Antwort. Jesus Christus gesagt, Matthäus 16, 18: " Die Pforten der Hölle (DAS BÖSE) werden meine Kirche nicht überwinden. Die Gemeinde von Jesus Christus wird immer in aller Zukunft , bestehen, denn es ist die Braut von Jesus .
Aber die Bibel sagt auch, das viele Menschen in Zukunft vom Glauben abfallen indem die Liebe Gottes in Ihnen erkaltet.( Das geschieht schon heute):

Auch für die anderen Religionen gibt die Bibel für die Zukunft eine Antwort, allerdings nicht was in 100 Jahren sein wird, sondern was dann passieren wird, wenn Gottes Regierung auf der Erde installiert wird, weil Jesus auf die Erde zurückkommen wird. Und es wird dann keine irgendwie geartete Religion auf der Erde mehr geduldet werden, außer die Anbetung von Jesus und des Vaters im Himmel.
servus siggi 80

Moderator
@ Ein Nutzer

Nach über 6 Jahren mal wieder eine Antwort in diesem Thread :-D. Dann kann ich ja auch etwas dazu schreiben :-).
Ich glaube nicht, dass die Religion grundsätzlich "aussterben" wird, aber ich glaube auch, dass es einige "Glaubensrichtungen" in der Zukunft wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Das Christentum könnte es evtl. in 100 Jahren nicht mehr geben, wenn man sich z.B. einige Urteile zu Kreuzen und anderen christlichen Symbolen ansieht und die Zahl der Kirchen Besucher.
Der Islam wird meiner Meinung nicht "aussterben", der wird sich wahrscheinlich weiter ausbreiten.
Bei vielen türkischen (muslimischen) Freunden und Kollegen habe ich bemerkt, dass sie sich beim Thema Religion doch sehr verändert haben. Noch vor einigen Jahren sind sie nicht zum Freitagsgebet in die Moschee gegangen, jetzt gehen sie teilweise sogar mehrmals in der Woche in die Moschee. Auch haben sie früher nicht so auf das Fasten geachtet, heute trinken sie sogar nichts, wenn wir mal während ihrer Fastenzeit tagsüber Fußball spielen, bzw. haben sie dann bei warmen Wetter "keine Lust" zum mitspielen.

Bei den Christen ist das ja genau anderes rum, die Kirchenbesucher werden immer weniger, so das bei uns im Kreis schon mehrere Kirchengemeinden "fusioniert" haben und einige Kirchen geschlossen wurden.

Ich bin der Meinung, dass jede Religion ein Recht darauf hat existieren zu dürfen und jeder seine Religion so "ausleben" darf, wie er es für richtig hält, solange das nicht gegen Gesetze verstößt bzw. anders denkende Menschen dadurch in ihrem Leben eingeschränkt werden, in dem sie als "Ungläubige" beschimpft oder sogar bedroht werden.

Ich denke nicht das Religion eine Zukunft hat. Denn die wisseschaft hat bis jetzt alles technologisch überbrügbare wieder leget was Religion uns eigeredet hat und wchon jetzt gibt es eine Vielzahl von Quantenphysikalischen Theorie die einen Gott nicht benötigen bzw ausschließen
Hoffe ich konnte helfen

Die Religion ist nicht vom Aussterben bedroht

Die Frage nach Gott und dem Sinn des Lebens hat die Menschen seit je her beschaeftigt, und wird es auch in Zukunft noch tun. Da dem Menschen auf diesem Gebiet nicht nur seine eigene Meinung wichtig ist (er koennte sich ja irren), wendet er sich oft gerne den Religionen zu, weil sie kompetent erscheinen um auf diese wichtigen Fragen eine schluessige Antwort zu geben.
Frueher hatten es die Religionen einfacher, weil man eher glaubte. Heute ist der Mensch in religioesen Fragen kritischer geworden und ist nicht mehr so leichtglaeubig. Deshalb werden die Religionen je laenger je mehr Probleme bekommen, wenn sie sich nicht bewegen. Sie haben einiges selbst verschuldet und eigenmaechtig verdreht, sodass sie oft in einen Erklaerungsnotstand geraten. Das fuehrt dazu, dass der Mensch fuer sich die eigene Religion modifiziert, oder sich einer anderen Religion oder Sekte zuwendet.
Heute sehe ich die grosse Chance auf das Christentum zukommen, weil es sich in der Agressivitaet zurueckhalt, was sie gegenueber anderen Religionen deutlich symphatischer macht. Das alleine genuegt aber nicht. Der Erfolg wird sich nur einstellen, wenn das Evangelium schnoerkellos und offen verkuendigt und gelebt wird.

Eher nicht!

Man spricht von dem kulturellen zerfall und das betrifft auch die reilgionen.
Ich denke, dass besonders für den christentum keine großen aussichten
bestehen, weil diese religion in den westlichen und fortgeschrittenen ländern vertreten ist und man hier immer mehr mehr von
medien, werbung....abgelenkt wird und der chrsitentum eine
nebensache wird


es ich einfach zu locker und keine strenge erziehung mehr da, die
sagt heute gehen wir in die kirche beten wir und
hinzu kommt noch das die wissenschaft vielen das verständis für den glauben
nimmt.



reicht dir das???^^

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