Sofort spenden oder anlegen?

Heute mal eine Frage, die mir wahrlich Kopfzerbrechen bereitet:

Wie viel man spendet und wie viel man für unnötigen Luxus verprasst, muss wohl jeder selbst entscheiden, der das Geld für unnötigen Luxus hat.
Viel kniffliger finde ich aber folgendes Szenario:
Angenommen, man verdiene sein Geld als Anleger an der Börse. Das heißt, die Rendite, quasi das Gehalt, hängt direkt an dem Kapital ab, das man noch hat. Realistisch könnte man wohl irgendwas zwischen 6% (Langfristige Dax-Steigerung) und 20% (Warren Buffett) Kapitalvermehrung pro Jahr annehmen.
Würde man von den 20% jetzt ausgehen, dann könnte ich heute einen Euro anlegen und in 60 Jahren (meinem angenommenen Lebensende) 56.347€ haben.

Wie könnte man es vor einem solchen Hintergrund rechtfertigen, heute schon zu spenden und nicht alles zu horten, möglichst gut anzulegen und erst mit dem Testament zu spenden? Einige zehntausend Euro Spenden über die Lebenszeit hinweg hätten so Millionen sein können, wenn man mit dem Spenden bloß gewartet hätte.
Andererseits: Wie soll man guten Gewissens 60 Jahre lang das Elend der Welt ignorieren und gar nichts abgeben?

Vielleicht habt ihr ja den zündenden Gedankenanstoß, wie man aus diesem vielleicht fiktiven, vielleicht realistischen Gedankenexperiment wieder herauskommt!

*wink*
Alexa

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Antworten (2)

Mein Streben nach Perfektion ist vermutlich das Problem. Denn wie gesagt, jedes Geld, das heute verspendet wird, kann nicht für neue Erträge verwendet werden und somit fallen deutlich mehr mögliche Spenden in der Zukunft weg.

Beides machen? Lege einen Teil an, spende einen Teil... ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wo du das Problem siehst?

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