Wie Frauen ansprechen ohne Gesetzeskonflikt?

In unserer Gesellschaft wird ja ganz allgemein erwartet, dass der Mann, welcher mit einer Frau in Kontakt treten möchte, auch den ersten Schritt tun sollte. Nun ist es aber seit der Verschärfung des Sexualstrafrechtes und infolge des fortschreitenden Feminismus inzwischen so geregelt, dass es bereits genügt, von einer Dame einen Korb zu bekommen, um sich als Mann der sexuellen Belästigung schuldig zu machen. Sexuelle Belästigung, auch verbal, erfüllt einen Straftatbestand, und da die Reaktionen einer Frau im Regelfalle nicht vorhersehbar sind, ist das Flirten mit erheblichen Risiken verbunden. Wie also kann man als Mann heutzutage noch mit Frauen in Kontakt treten, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten?

Antworten (79)
Ach, übrigens:

Noch ein kleiner Tipp am Rande für alle, die es noch nicht kapiert haben: Lasst uns Frauen einfach in Frieden, wenn wir keine Lust haben. Damit ist allen geholfen…

Aha!

Es ist äußerst amüsant, welch menschliche Abgründe sich hier nach und nach auftun, sobald die Argumente langsam auszugehen beginnen. Wenn dann Begriffe wie „Stange im Hintern“ und „Köpfchen tätscheln“ fallen, hat man Gewissheit, auf welcher Tiefebene man sich bewegt. Da muss die Sonne freilich niedrig stehen, damit auch kleine Wichte ihre Schatten werfen…

@Hannah

Deine Meinung darfst du gerne haben, die habe ich dir nicht abgesprochen. Wenn du solche Behauptungen aber als Tatsache darstellst dann ist es mein gutes Recht dies zu widerlegen. Ich habe keine Tatsachen verdreht sondern die Informationen von dir aufgegriffen und mir daraus meine Meinung gebildet. Sexuelle Belästigung fängt definitiv nicht erst bei einer Vergewaltigung an, das implizieren ja schon die unterschiedlichen Begrifflichkeiten. Eine Frage nach einer Verabredung als sexuelle Belästigung zu bezeichnen ist aber einfach lächerlich.
Auch ich wurde schon häufig auch auf sehr plumpe Art angesprochen. Im Gegensatz zu dir habe ich aber keinen Stock im Hintern und schreie dann sofort MeToo weil es ja gerade Trend ist. Ich kontere dann oder ignoriere es einfach und stehe darüber. Du bist einfach empfindlich und wirkst, meiner Meinung nach, verbittert.
Wenn man in einem öffentlichen Forum solche Behauptungen aufstellt muss man auch damit leben können dass andere User darauf reagieren (muss ich genauso). Ich schreibe hier meine Sicht der Dinge und nicht was du gerne lesen möchtest. Dein Köpfchen musst du dir leider woanders tätscheln lassen.

Ich bin informiert!!!

Es war ja wieder mal nicht anders zu erwarten als dass Tatsachen verdreht und die Opfer zu Schuldigen gemacht werden. Tatsache ist, dass ich eine Meinung habe, die zu akzeptieren ist. Tatsache ist aber auch, dass eine Frau, die sonst kaum von einem Mann beachtet wird, oft noch geschmackloseste „Angebote“ durch wenig sympathische Herren schmeichelhaft findet. Dabei sollte eigentlich allen klar sein, dass sexuelle Belästigung nicht erst bei Vergewaltigung anfängt, aber wie ich feststellen muss, sieht man das hier wohl anders…

@Hannah

Na dann beherzige mal deinen eigenen Rat und informiere dich. Eine Frage, auch eine zweite, nach einer Verabredung ist keine sexuelle Belästigung. Du verhöhnst mit dieser Behauptung jedes Opfer von wirklicher sexueller Belästigung. Wegen Frauen wie dir wird den wirklichen Opfern oft nicht geglaubt und sie müssen sich rechtfertigen.

Bitte richtig informieren!!!

Wenn einer nicht akzeptiert, dass Annäherung unerwünscht ist und es immer wieder versucht, ist das sehr wohl eine Belästigung! Nein ist und bleibt nein! Und ja, gerade im Job ist auch verbale sexuelle Belästigung sowohl ein Kündigungsgrund als auch ein Straftatbestand. Aber anstatt hart durchzugreifen, wird ein derartiges Verhalten immer wieder verharmlost und entschuldigt. Und dann gibt es halt immer wieder diese Personen, die das einfach nicht kapieren und solche Typen auch noch in Schutz nehmen …

@Hannah

Du übertreibst. Eine harmlose Frage nach einer Verabredung ist keine Belästigung und schon garnicht ein Kündigungsgrund. Eher halte ich deine haltlosen Anschuldigungen gegen den Kollegen für einen Abmahnungsgrund, das ist Rufschädigung und üble Nachrede.

Keinen kümmerts

Ein Kollege hat mich mal um ein Date gebeten. Aber ich wollte das nicht, da hat er mich tags darauf einfach wieder damit genervt. Das hab ich mir nicht bieten lassen und es der Leitung gemeldet. Der Chef hat gesagt, er will sich drum kümmern. Was passiert ist? Nichts! Wir mussten den unangenehmen Typen noch fast zwei Jahre ertragen, bis er endlich unsere Abteilung verließ. Aber nicht etwa aufgrund einer Abmahnung, sondern gesundheitsbedingt. So viel nur dazu.

@Henndrick

Es ist wahr, Höflichkeit und gute Manieren sollten in der heutigen Zeit wirklich an der Tagesordnung sein. Doch würde ich mich als Mann in Bus oder Bahn wohl nicht gerade zu einer Dame setzen, selbst wenn es der einzige freie Platz wäre. Ich darf diesen Platz nur einnehmen, wenn ich mit der Dame bereits gut bekannt bin und sie mich überdies auffordert, mich zu ihr zu setzen. Aber auch dann gilt es, das rechte Maß zu finden, um nicht aufdringlich zu wirken. Mit Komplimenten Frauen gegenüber sollte man aus Gründen der Diskretion eher zurückhaltend sein, und wenn eine Arbeitskollegin damit kein Problem haben sollte, ist das alles andere als selbstverständlich und sollte keinesfalls verallgemeinert werden. Gerade im Berufsleben ist das ein schwieriges Thema…

Wenn ich einen Raum betrete sage ich schon guten Tag oder Hallo denn das ist eine Sache der Höflichkeit und der guten Erziehung, genau so wäre es auch wenn ich mich im Zug (heute natürlich mit Abstand) zu einer Frau oder Mann setze. Ich habe zB auch eine Arbeitskollegin die gerne immer mal wieder eine andere Frisur und auch Haarfarbe trägt. Wenn ich das dann sehe sage ich ihr schon wie toll das ausschaut, sie freut sich dann schon sehr über dieses Kompliment und sieht das nicht als Anmache oder Belästigung.

Ich finde schon, dass das alles irgendwie zur Wissenschaft geworden ist, bei der man zuvor herausfinden sollte, ob von beiden Seiten zu 100% Einigkeit herrscht. Andernfalls sollte man es bleiben lassen.

Also ich bin der Ansicht ...

... dass sich das Thema angesichts der Corona-Krise erledigt hat. Unsere gesamte Gesellschaft wird hinterher sowieso nicht mehr die selbe sein.

Ach Gottchen, wenn das wirklich alles so easy wäre, wie hier einige weiter oben behaupten, würde es bestimmt viel weniger einsame und verbitterte Singles da draußen geben. Aber bei den Steinen, die einem inzwischen beim Flirten in den Weg gelegt werden, sieht die Realität anders aus - leider...

Es kommt gar nicht so darauf an, was du zu einer Frau sagst, sondern viel mehr, wer du bist. Siehst du du gur aus und hast Status, wird sich dir keine Frau verweigern, egal wie blöd du sie anlaberst.

Hallo Untertischt!

Menschen, für die der Arbeitsplatz der einzige soziale Kontaktpunkt ist, dürften da vielleicht etwas anderer Meinung sein, aber Flirten hat auf Arbeit tatsächlich nichts verloren. Außerdem scheinen sich viele Frauen dafür zu schämen, dass sie bedrängt wurden, weshalb sie das dann auch nicht zur Anzeige bringen. Aber wenn sich die Sachlage wirklich so verhält wie von dir beschrieben, sollte das eigentlich für all die verunsicherten Männer da draußen ziemlich tröstlich sein.

@Untertischt

Danke für deinen Beitrag. Ich denke auch es kommt auf die Art und Weise einer Anmache an. Wir Frauen sind definitiv nicht alle böse Monster die nur darauf warten Männer in unserer Nähe der Belästigung zu beschuldigen. Es gibt sicherlich auch Ausnahmen, für die ich selbst kein Verständnis habe. Es gibt tatsächlich Frauen für die Männer generell ein Feindbild sind, die Regel sind solche "Damen" jedoch nicht.

Jede Frau freut sich über ein Kompliment und die Meisten von uns können auch einem plumpen Spruch ganz gut kontern.

Das Verhalten von Hans-Joachim Kiderlen war auch vollkommen unangebracht. "Anmachen" jeglicher Art sind während der Arbeit zu unterlassen. Und ja, ich finde sein Spruch war unpassend und respektlos. Wer in so einer Situation auf die Idee kommt einen Kollegen oder eine Kollegin auf sein/ihr Äußeres anzusprechen hat offensichtlich Defizite in seiner Sozialkompetenz. Und das sollte gerade bei jemandem der in der Politik arbeitet nicht vorkommen!

Es scheint hier in diesem Forum zur Zeit mindestens einen Troll zu geben, der gerne provoziert. Das angeblich normales Ansprechen einer Frau mittlerweile "gefährlich" sei ist doch Blödsinn! Ich arbeite als Informatiker bei der Polizei in NRW und bekomme mit was für Anzeigen reinkommen. Sowas ist noch nie passiert. Mag sein dass einzelne Individuen nen Knall haben und sowas probieren anzuzeigen (wie die Story über die Dame im Zug), aber sowas nimmt niemand auf, zu einer Anzeige kommt es ebenso wenig. Das ist nur ein Strohmann.

Wer unter Flirten allerdings versteht teilweise deutlich jüngere Frauen, bzw. Mädchen mit "Nah du Knackarsch" anzusprechen, dabei im Zug sich so hinzusetzen, dass die andere Person nicht die Situation verlassen kann und jedes offensichtliche Unwohlsein und ausweichende Verhalten der Betroffenen ignoriert und munter weiter bedrängt, der muss sich (zu Recht!) eine Anzeige gefallen lassen. Solche Fälle kommen nämlich tatsächlich vor, sie werden mit der Kamera aufgezeichnet und es ist gut, dass endlich etwas dagegen unternommen wird. Und das sage ich als Mann, Ehepartner und Vater!

So wie die Berliner Staatssekretärin reagiert hat finde ich sehr schade, sie hat es wohl einfach nicht verstanden was sie für ein tolles Kompliment bekommen hat. So eine Welle zu schlagen, was für ein Blödsinn.
Mich würde jetzt mal interessieren was die Frauen von dieser Reaktion halten. Würde mich freuen wenn da viele Meinungen dazu kommen.

Am Besten gar keine Kontaktaufnahme mehr starten zu den Frauen. Nicht mehr anschauen, nicht mehr hingehen, nicht mehr ansprechen.

Für gewisse Bedürfnisse einfach in den Puff / Bordell gehen. Das ist schneller, einfacher, preiswerter als sich eine Freundin zu angeln.

@Leila

Leider gehört das aber inzwischen zum Alltag. Ich habe es selbst vor inzwischen sechs Jahren erlebt. Damals war eine Kollegin superbraun aus dem Urlaub zurückgekommen, und ich Dummkopf habe ihr gesagt, wie toll das bei ihr aussieht. Freilich war das als Kompliment gemeint, aber weil ich noch in der Probezeit war, konnte ich ohne Angabe von Gründen entlassen werden, was schließlich auch geschah. Wochen später traf ich zufällig einen meiner dortigen Kollegen wieder, der mich über den wahren Grund meiner Entlassung aufklärte. Besagte Kollegin hatte nämlich nach meinem Kompliment nix besseres zu tun gehabt, als zur Leitung zu rennen und etwas von plumper sexistischer Anmache zu erzählen. Der Rest ist Geschichte. Übrigens wird sexuelle Belästigung in zwei verschiedene Formen unterteilt. Da ist zum einen die sexuelle Belästigung verbaler Art, welche auch Komplimente mit einschließt, zum anderen sexuelle Belästigung tatsächlicher Art, welche von unerwünschten Berührungen bis hin zur Vergewaltigung reicht. Beide Formen erfüllen den Straftatbestand. Ich gebe zu, dass ich mich also damals tatsächlich strafbar gemacht habe und mit meiner Entlassung aus dem Betrieb noch glimpflich davongekommen bin, aber mehr möchte ich hier über mich nicht preisgeben. Nur so viel: Frauen einfach anzusprechen, ist mir inzwischen ziemlich vergangen…

@Tom92

Mit deinem letzten beitrag hast du mir, als frau, aus der seele gesprochen!
ich kann nicht verstehen wie ein paar nette worte oder gesten gleich als sexuelle belästigung aufgefasst werden können.

Moderator
@ Umweltengel

Wenn du hier alle Beiträge gelesen hast, wirst du ja festgestellt haben, dass es wohl "ein paar" Frauen gibt, für die schon ein "Hallo" oder das zusammen sitzen in einem Zug, eine sexuelle Belästigung darstellt und bestraft werden müsste und dieses ist dann doch schwer zu verstehen, oder etwa nicht.
Wenn es „mehr“ ist und die Frau es dann nicht will, stimme ich dir natürlich zu. Aber wie es scheint, ist wohl schon die reine körperliche Anwesenheit einer Mannes, für manche Frauen schon eine Belästigung.

Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

Wenn ein Mann gegenüber einer Frau Sympathie zeigt, welche dies aus irgendeinem Grunde nicht möchte, ist das eine Belästigung. So einfach ist das!

Ganz einfach:

Alles, was plumpe, sexistische Anmache ist, geht halt net.

@Henndrick

Als der ehemalige Botschafter Hans-Joachim Kiderlen die Berliner Staatssekretärin für Internationales Sawsan Chebli während einer Rede das erste Mal sah, äußerte er ihr gegenüber, solch eine hübsche, junge Frau nicht erwartet zu haben. Frau Chebli zeigte sich geschockt über das in ihren Augen sexistische Verhalten Kiderlens, welches ihr in solch einer Form noch nie widerfahren war. Weil sich die Wogen dieser Angelegenheit nicht glätten wollten und sich über Frau Chebli ein regelrechter Shitstorm im Netz ergoss, ging Hans-Joachim Kiderlen irgendwann in die Knie und entschuldigte sich in aller Form bei der Staatssekretärin für diese Grenzüberschreitung. Gewiss dürfte sich Herr Kiderlen künftig mit Komplimenten gegenüber Frauen eher zurückhalten.

Wenn der Mann der Frau sagt das sie toll aussieht wie sie gekleidet ist , das ist doch ein tolles Kompliment und das wird die Frau sicher nicht auf eine sexuelle Anmache reduzieren. Oder das sie eine tolle Frisur hat. Es muss nur ehrlich gemeint sein und das spürt die Frau......

@Henndrick

Als Mann sollte man allerdings drauf achten, dass sich die Komplimente nicht auf Äußerlichkeiten der Frau beziehen, weil sich diese dann auf ein Sexobjekt reduziert fühlen könnte. Wenn man dagegen eine Frau bspw. für etwas Getanes lobt und dabei auch ehrlich ist, geht das aber in Ordnung.

Komplimente so denke ich und das ist auch meine Erfahrung kommen immer gut an, wenn sie denn ehrlich gemeint sind und eine Frau spürt das schon. Wenn jemand nett und zuvorkommend ist so wird keine Frau das als Belästigung sehen. Der Mann sollte aber auch sehr aufmerksam sein und schauen wie die Frau dann auf seine Komplimente reagiert, die Augen erzählen da auch eine ganze Menge.

Keine Komplimente mehr

So normal wie möglich mit Frauen reden und so ist völlig okay, da kannst du als Mann eigentlich kaum was falsch machen. Aber weil Komplimente bei den Frauen mittlerweile wohl nicht mehr so gut ankommen, mach ich inzwischen einfach keine mehr.

Flirten? Ganz großes Pfui!

Und wem haben wir das zu verdanken? Der hochmodernen Feminismus-Fraktion, welche jedes Wort auf die Goldwaage legt und in jeder (männlichen) Regung etwas Verwerfliches sieht. Liebe ist Sünde und sexuelles Begehren ein Verbrechen. Bitteschön, wenn die es so wollen, dann bin ich halt ein Verbrecher! Aber nicht petzen...

Moderator
@ annilein

Das hast du wohl recht und so sollte es ja auch sein. Aber in der Realität sieht das wohl leider manchmal anders aus, wie du hier im Thread ja lesen kannst.
Da scheint es für ein paar Frauen ja schon eine sexuelle Belästigung zu sein, nur wenn sie nett und höflich von einem Mann angesprochen werden.

Flirten und sexuelle Belästigung sind ja wohl ein gehöriger Unterschied. Wenn man eine Frau anspricht und nichts weiter, dann hat das mit sexueller Belästigung doch nichts zu tun...

Versuche es mit Männern....

Dann haste das Problem nicht;)

Spass beiseite. Wer sich nicht traut eine Frau anzusprechen, wegen der potentiellen Gefahr in die Falle einer sexuellen Belästigung zu gelangen, hat eher andere in seiner Person gelagerte Gründe warum er die Frau nicht anzusprechen traut.

Im Leben kommt es immer auf die Situation an, was man daraus macht. Wenn eine Frau signalisiert, dass sie nicht interessiert ist, dann ist das so und man sollte das dann auch respektieren. Das gilt auch für Frauen den Männern ggü. Wenn aber eine Sympathieebene entsteht, wird auch keiner auf die Idee kommen hier möglicherweise eine sexuelle Belästigung zu konstruieren. Wenn dann doch einmal etwas zur Anzeige gebracht wird, dann sind die aufnehmenden Beamten auch Menschen mit Verständnis und Fingerspitzengefühl, die sich dann die Geschichte beider betreffenden Parteien anhören. Wenn dann tatsächlich hervorkommen, dass sich die sexuelle gefühlte Belästigung auf eine Begrüßung mit "Hallo... wie geht's?" reduziert, dann wissen die jeweiligen Rechtsorgane das in DEU auch entsprechend zu differenzieren von einer klaren sexuellen Belästigung.

Meine erste und letzte Freundin hatte ich mit 21. Als die Beziehung nach wenigen Wochen in die Brüche ging, fand ich das gar nicht so schlimm, weil ich meinte, bestimmt bald wieder eine Freundin zu finden. Aber ich fand keine, obwohl ich mich nach nichts mehr sehnte, als einer Frau all meine Liebe und Zärtlichkeit zu schenken. Meine ganzen 20er lang suchte ich verzweifelt nach einer Freundin, erntete allerdings nur Spott und Abfuhren. Mit 30 war mir klar, dass der Zug abgefahren ist, weil Frauen in dieser Altersgruppe praktisch immer gebunden sind und Familie haben. Die Sehnsucht versuchte ich zu unterdrücken, was mir nicht gelang. Jetzt, mit 45, ist es zwar zwecklos geworden, der Liebe nachzujagen, doch die Hoffnung blieb irgendwie, dass noch irgendwas passieren könnte. Der einzige Sinn des Lebens ist doch die Liebe, oder? Warum also gibt es auf dieser Welt keine einzige Frau, die bereit ist, meine Liebe anzunehmen? Alle, die mich kennen, können sich gar nicht vorstellen, dass das bei mir so ist, aber es ist die Wahrheit. Und zu allem Übel sind inzwischen jegliche Kommunikationsversuche mit dem weiblichen Geschlecht gesetzlich reglementiert und mit Paragraphen behaftet, was ein unbeschwertes Flirten praktisch unmöglich macht. Da ist es allemal besser, einen frühen Tod zu sterben, als in verbitterter Einsamkeit dem Alter entgegenzusiechen. Falls ich mit 50 immer noch allein bin, werde ich in diesem Leben also keinen Sinn mehr sehen. Die Zukunft wird es an den Tag bringen, ob ich eines Tages den Mut haben werde, mich zu drastischeren Schritten durchzuringen.

@Bubble

Genau an solchen Beispielen wie dem von dir erwähnten, merkt man, dass diese Debatte völlig aus dem Ruder läuft. Selbst ich als Frau kann das so nicht mehr nachvollziehen. Plötzlich werden Männer zum Feindbild erklärt und jegliche Annäherung ihrerseits gleich als Belästigung ausgelegt. Ich finde, dass es wirklich langsam übertrieben wird mit dieser Debatte. Es ist ja schön, dass Frauen sich endlich gegen Sexismus und Unterdrückung wehren, aber deshalb darf man nicht die komplette Männerwelt verteufeln und anprangern. Es ist einfach übertrieben wenn Frauen sich plötzlich vom Flirten belästigt fühlen. Nichts gegen Emanzipation, ich halte mich auch für sehr emanzipiert, aber deshalb muss man jetzt nicht anfangen die Männer zu "unterdrücken". Wenn wir Frauen damit anfangen dann legen wir genau das Verhalten an den Tag welches wir jahrzehntelang den Männern unterstellen.

Unerwünschtes Flirten ein Verbrechen

Im Rahmen der Metoo-Debatte hat die französische Schauspielerin Catherine Deneuve eine Unterschriftenaktion gestartet, an welcher sich auch zahlreiche Promis beteiligten. Es ging darum, unerwünschte Flirtversuche von Männern nicht gleichzusetzen mit Vergewaltigungen und anderen schweren Sexualdelikten. Die weltweite Feminismus-Fraktion zeigte sich infolgedessen derart empört, dass Catherine Deneuve mit Nachdruck dazu geraten wurde, sich in aller Öffentlichkeit für diese Aktion zu entschuldigen. Schließlich gab die Schauspielerin dem Drängen nach.

Willkommen in dieser schönen, neuen Welt!

Wenn du dich als Mann wie ein Schwerverbrecher fühlst, nur weil dir mal eine Frau gefällt, bist du in dieser schönen, neuen Welt angekommen!

In diesen Zeiten sollte man von Komplimenten und Flirten so lange die Finger lassen, wie man sich nicht absolut sicher in Rhetorik und Menschenkenntnis ist. Das muss jeder selbst einschätzen, andernfalls ist Ärger vorprogrammiert.

Es ist traurig, Teil einer Gesellschaft sein zu müssen, welche selbst die elementarsten menschlichen Regungen mehr und mehr kriminalisiert.

Darf man überhaupt noch etwas?

Diese Frage stellt sich einem unweigerlich, wenn man die momentane Situation und die dazugehörige Rechtslage betrachtet. Das Flirten ist ja ohnehin eine Art von öffentlicher Zurschaustellung primitivster Bedürfnisse, und als solche wurde es während der letzten Jahre auch in die Ecke der Verwerflichkeit verbannt. Partnersuche ist immer auch mit einer Form von Bittstellerei gekoppelt, gleichsam ein Betteln um eine Gelegenheit, für den Erhalt der eigenen Gene sorgen zu dürfen. Ob man dieses oftmals vergebliche Bemühen um Aufmerksamkeit als erniedrigend empfindet oder nicht, muss jeder für sich selbst herausfinden, doch wichtig ist in erster Linie, dass es dezent und ohne Beeinträchtigung des Wohlbefindens von Mitmenschen vonstattengeht.

Bei Prostituierten klappt das nach wie vor prima! Kaum vorstellbar, aber die leben davon...

Wenn die Frau dem Mann erstmal unmissverständlich und mit Nachdruck klargemacht hat, dass sie einverstanden ist, geht das Flirten schon in Ordnung, denke ich...

Entweder kriege ich Kohle von dir oder du hast mich sexuell belästigt. Dieser Satz trifft es, wie ich finde, recht gut.

So easy kann das Leben sein!

Es haben ja nun wirklich schon genug Frauen unter dem Verhalten der Männer zu leiden, und weil ich selbst ein ziemlicher Chaot bin, der nichts weiter auf die Reihe bringt, möchte ich meine Gesellschaft keiner Frau zumuten. Noch viel weniger sollte die Anwesenheit eines Mannes den Frauen als Belästigung gelten, weshalb ich selbst mir das Flirten erst gar nicht zur Gewohnheit gemacht habe. Indem ich Blickkontakt, Berührungen und, wenn möglich, Gespräche mit Frauen vermeide, komme ich nicht nur ohne irgendwelche Anschuldigungen durch das Leben, sondern erspare mir auch jede Menge Körbe.

@Kicker

Bitte lesen was da steht! Es geht um Belästigung und nicht um sexuelle Übergriffe/ Gewalt. Bitte nicht immer das Wort im Mund umdrehen.

Der Versuch ist also noch nicht unzulässig...

...demnach dürfte eine versuchte Vergewaltigung auch noch nicht strafbar sein...

@antwortomat

So neu ist dieses "Nein heißt Nein" Gesetz nun auch nicht. Es ist bereits seit Herbst 2016 in Kraft und der Gesetzesentwurf stammt tatsächlich von Maaß. Leider wird dieses Gesetz anscheinend aber immer wieder falsch ausgelegt sowohl von Männern als auch von Frauen. Dieses Gesetz besagt eigentlich dass wenn eine Person nein zu einer sexuellen Handlung sagt, dass dann jede weitere Handlung entgegen diesem nein strafbar ist. Vor diesem Gesetz galt dass die betroffene Person aktiv gegen die Belästigung wehren musste um anzuzeigen das sie das nicht wünscht. Dieses zeigte sich aber immer wieder als problematisch da Opfer von sexueller Belästigung oftmals garnicht in der Lage sind sich aktiv zu wehren. Dieses Gesetz besagt aber nicht dass schon ein etwas plumper Spruch oder eine schlechte Anmache schon als Belästigung zu sehen ist. Erst wenn das Gegenüber klar zu verstehen gibt, dass sie dieses nicht wünscht und der Andere trotzdem ungeniert weitermacht wird daraus eine Belästigung. Auch ist es nicht als Freifahrtschein für Frauen gedacht Männer damit aus ihrem Umfeld zu verdrängen weil sie sich schon durch die bloße Anwesenheit eines Mannes belästigt fühlen.

Ich weiß nichts von so einem neuen bescheuerten Gesetz. Und sollte Maas dieses Gesetz tatsächlich entworfen haben, dann frage ich mich schon wie einer der so ein Gesetz entworfen hat in der SPD Mitglied sein kann!

Total gaga

Der Gesetzentwurf soll angeblich von Heiko Maas stammen und ohne eine einzige Gegenstimme vom Bundestag angenommen worden sein.

@Max Mustermann

Die Frage habe ich mir in letzter Zeit auch schon des Öfteren gestellt. Wenn das sich so weiter entwickelt sterben wir irgendwann aus.

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