Ines hatte mit 19 plötzlich Neurodermitis am ganzen Körper. Ihr Gesicht war offen, Kortison half irgendwann nicht mehr weiter. Ihre erste Heilpraktikerin fragte sie damals nicht nur nach ihrer Haut, sondern vor allem nach ihrer familiären Situation – und stellte einen Zusammenhang her, mit dem Ines überhaupt nicht gerechnet hatte.
Heute arbeitet Ines selbst als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Psychosomatik und begleitet Menschen dabei, sich auch mit der seelischen Seite ihrer Beschwerden auseinanderzusetzen.
Ich fand besonders spannend, dass sie ihre eigene Geschichte erzählt und dabei auch sehr deutlich macht: Psychosomatik bedeutet nicht, dass die Beschwerden „eingebildet“ sind. Und es geht auch nicht darum, jemandem die Schuld für seine Erkrankung zu geben.
Wir sprechen darüber, welche Rolle Stress, familiäre Prägungen und persönliche Muster bei Hauterkrankungen spielen können – aber auch darüber, wo die Grenzen solcher Erklärungen liegen.
Mich würde interessieren:
Habt ihr bei eurer Neurodermitis schon einmal einen Zusammenhang mit Stress oder bestimmten Lebenssituationen bemerkt? Oder habt ihr eher schlechte Erfahrungen damit gemacht, wenn eure Beschwerden auf die Psyche geschoben wurden?
Ich fand den Austausch dazu sehr interessant und vielleicht ist die Geschichte für den ein oder anderen hier ebenfalls spannend.