Aus Depression und Essstörung ist eine Psychose geworden und ich will nicht in die Klinik

Ich habe eine unerfreuliche Kindheit hinter mir und war magersüchtig und habe jetzt mit fast Dreißig Jahren Depressionen. Gestern meinte mein Neurologe, ich hätte eine aktute Psychose. Nun habe ich Angst, daß ich in dei "Klapse" kommen. Ich will aber auf keinen Fall in so eine "Klinik". An wen kann ich mich wenden (Familie ist auf keinen Fall möglich, da die Grund für meine Probleme sind)? Bin dankbar für jeden Tipp dazu. Gruß, Avealady

Antworten (8)
Ist der Neurologe überhaupt kompetent?

Was mir an der ganzen Sache spanisch vorkommt, ist, dass ein Neurologe die Diagnose "akute Psychose" gestellt hat. Ein Neurologe ist doch mit den rein körperlichen Aspekten der Nerven beschäftigt. Er hat doch keine psychiatrische Ausbildung. Ich würde Avealady empfehlen, dieser Diagnose zu misstrauen und sich von einem ausgebildeten Psychiater untersuchen zu lassen.

Avealady könnte sich an die Krankenkasse oder aber ihren Hausarzt wenden, um zu erfahren, welche anderen Möglichkeiten der Behandlung es gibt außer der stationären Einweisung in eine Psychiatrie. Noch besser wäre es aber, sie würde diese Fragen mit einem Psychiater erörtern, zu dem sie Vertrauen hat.

@Mable2000

Ich kenne auch so eine Frau. Sie lebt ganz normal in ihrer Wohnung und darf sogar Autofahren.

Eine Freundin von mir leidet auch an einer Psychose. Zeitweise ist sie natürlich in einer Klinik, aber die meiste Zeit ist sie zuhause und nimmt ihre Medikamente ein. Man wird mit einer Psychose ja nicht "weggesperrt", sondern erstmal gründlich untersucht und medikamentös eingestellt. Niemand ist daran interssiert, die Leute lange dazubehalten. Das Ziel ist schon, dass sie ein weitestgehend normales Leben außerhalb der Klinik führen können.

Puh - kann man aber verstehen, wenn jemand Schiss hat mit so einer Diagnose. Wenn das ein Arbeitgeber erfährt, dass man in so einer Klinik war, dann Gut Nacht Marie.

@pia150264

Recht hast du! Was ich auch nicht gut finde in dem Zusammenhang ist, wenn das ZDF als öffentlich rechtlicher Fernsehsender dann auch noch Serien wie "Neues aus der Anstalt" im Programm hat. Vielleicht müssten auch einige Psychiater in die Aufsichtsräte der Fernsehanstalten gewählt werden.

Angst vor der "Klapse"

Es ist schlimm, dass so viele Leute abwertend von "Klapse" reden, wenn sie eine psychiatrische Klinik meinen. Psychiatrische Erkrankungen sind auch Krankheiten, die behandelt werden müssen, genauso wie körperliche Krankheiten. Niemand käme aber auf die Idee, für ein Krankenhaus einen so diffamierenden Ausdruck wie Klapse zu finden.

Avealady in Not

Die "Klapsmühle" war gestern, heutzutage gibt es fast überall einen ambulanten Psychodienst, den man aufsuchen kann. Dafür brauchst keine Familie, nur den Willen etwas zu verändern. Mit 30 Jahren sollte die Schuld nicht mehr in der Kindheit gesucht werden, sondern bei sich selbst, und so eine Stelle aufzusuchen ist der erste Schritt, alles Gute.

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