Beschwerden nach Beschneidung

Hallo, ich bin 22 Jahre alt und wurde vor einer woche beschnitten. Grundsätzlich verlief die OP gut, allerdings habe ich ein paar beschwerden, bei den ich mir nicht sicher bin, ob die normal sind. Ich habe schon einen kontrolltermin gehabt bei einem urologen, allerdings hat er sich das alles kaum angesehen, meinte alles kein problem und ist überhaupt nicht auf meine Probleme eingegangen.

Also ich habe folgende beschwerden:

1. Es scheint sich eine weiße hautschicht an der eichel zu lösen, an manchen stellen geht die gut ab, an anderen weniger. Es ist nicht so schlimm, juckt nur etwas.

2. Am anfang hat sich eine kruste an der penisspitze gebildet, welche zu problem 3. Geführt hat, beim Wasserlassen war die spitze verstopft und der urin konnte nicht raus, das hat dafür gesorgt, dass sich viel druck aufgebaut hat, was sehr schmerzhaft war, aber nach ca. 2 sekunden war der druck so stark, dass es doch rausgeschossen ist. Ich dachte zunächst, dass die verstopfung durch eine innere schwellung gekommen ist, aber ich habe die kruste nach ein paar tagen abgepult, was sehr leicht ging und zu meiner überraschung war das verstopfungsproblem gelöst. Jetzt hat sich aber erneut eine schicht gebildet, welche sehr dünn und kaum sichtbar ist, fühlen kann man sie aber sehr deutlich, ich habe eben gemerkt, dass das verstopfungsproblem dadurch zurück kommt, jedoch lässt sich diese schicht nicht so leicht entfehrnen. Haben sie eine idee was das sein könnte/was ich da machen kann?

4. Schmerzen bei erektion. Ich habe an den nähten eigentlich keine schmerzen, ein stück von der vorhaut musste auch von der eichel abgeschnitten werden, aber auch das tut eigentlich nicht weh, die schmerzen sind viel mehr innerlich. Es ist etwas schwer zu beschreiben, aber wenn erigiert, habe ich sehr viel druck in der eichel und das hauptproblem, es fühlt sich so an, als würde von innen etwas nach außendrücken. Das ist sehr spezifisch, wenn ich meinen penis bspw. Nach links drücke, dann merke ich rechts oben diesen druck schmerz, das ganze umgekehrt auf der anderen seite. Ich habe beim googlen mehrere einträge gefunden mit der selben beschreibung, aber ohne wirkliche ergebnisse.

Ich weiß nicht, ob das hier jemanden erreicht der mir helfen kann, oder ob meind beschreibungen sinn machen, aber ich mache mir einfach sehr sorgen. Vielen Dank im Vorraus.

Antworten (1)
Ich habe das auch, was Du beschreibst!

Servus!
Ich wurde vor 5 Tagen beschnitten. Ich habe das auch, genauso, wie Du es beschreibst! Ablösen einer weißlichen Schicht von der Eichel, dieses Verkleben der Harnröhre, den Druckaufbau, bevor der Harn zutage tritt, die nächtlichen Erektionen, die einen aus dem Schlaf reißen, usw.

1) Dir wird meine Antwort nichts mehr nützen, deine OP ist ja schon eine Weile her und ich nehme an, daß sich die Symtome bei Dir normailisiert haben.
2) Falls andere das lesen, die in einer ähnlichen Situation sind, hinterlasse ich hier eine Antwort, vielleicht kannst Du, falls Du das liest, auch ein paar Worte da lassen, wie es bei Dir weitergegangen ist. Das würde MIR helfen.
3) Generell habe ich momentan 100 Fragen, schwanke zwischen Vorfreude (endlich ohne Phimose) und Bangen (wie wird es werden?) und könnte manchmal die Wände hochgehen, wenn man nur abwarten kann und zum buchstäblichen Nichtstun verurteilt ist. Kamillebäder mal außen vor... Ich finde die Erfahrungsberichte von unmittelbar betroffenen sehr wertvoll, auch ich möchte das, was ich erlebe, an andere weitergeben. Ohne Dramatisierungen, ohne Beschönigungen. Das ist es auch, was mich an manchen Websites wahnsinnig stört, daß Leute, die nicht betroffen sind, glauben, anderen sagen zu können, wie sie sich fühlen (werden) und was sie tun und lassen sollen. Und das geht in BEIDE Richtungen. Leider ist das ein sehr emotional aufgeladenes Thema. Ich bin 43 und habe mich buchstäblich jahrzentelang mit allen Aspekten auseinandergesetzt und das Thema vor mir hergeschoben. Ich habe alle anderen Verfahren probiert, dehnen, Salben, sogar eine Triple Incision habe ich machen lassen, also eine vorhauterhaltende Plastik, die brachte zwar eine leichte Verbesserung, aber keine wirkliche Abhilfe. Irgendwann überwiegt einfach der Leidensdruck, mit einer Phimose (selbst wenn sie eher niedriggradig war, wie bei mir) war an ungestörten Sex ohne mechanische Einschränkungen nicht zu denken. Das ganze überträgt sich auch unbewußt auf das Datingverhalten, wenn man immer dieses Päckchen mit sich herumschleppt.

Also ich würde mich über Deine Antwort freuen, vor allem, da Du ja schon einen gewissen zeitlichen Abstand hast. Umgekehrt beantworte ich gerne alle Fragen (als unmittelbar betroffener, aus meiner eigenen Sicht!) die Jungs und Männer in meiner Situation vielleicht haben.

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