Erektile Dysfunktion und die damit verbundenen privaten Probleme

Hallo erstmal,

ich bin 40 und mein Mann 42. Wir sind seit fast 8 Jahren zusammen und seit neuestem weiss ich, dass mein Mann seit ca. 2 Jahren schleichend zunehmende ED hat.

Zunächst bin ich aus allen Wolken gefallen. Denn ich hatte keine Ahnung. Für mich war der Sex vielleicht etwas weniger geworden, aber ich habe das nicht als schlimm empfunden. Alltag und Stress, gesundheitliche Probleme..als das kann ja mal zu "Durststrecken" führen und sind nicht so ausschlaggebend in einer guten Beziehung und Partnerschaft. Womit ich schon beim Thema wäre

Die gute Partnerschaft ist nämlich auch nicht mehr so gut, wie sie sein sollte. Damit ICH nicht merke was er hat (habe es erst vor ca. 3 Wochen erfahren) hat mein Mann mich zurückgewiesen, wenn er merkte, dass ich vielleicht Lust haben könnte. Hat einen Streit vom Zaun gebrochen nur damit ich wütend ins Bett gehe und ja nix will.
Für mich war diese Zeit sehr schlimm, denn ich wusste ja nicht was los war. Habe geweint und mit Freundinnen gesprochen. Ich fand nie eine Erklärung und im Nachhinein sagte mir mein Mann, dass es die auch oft nicht gab. Er hat sich absichtilich etwas ausgedacht nur um mich fern zu halten. Nur damit ich nichts mitbekomme. Slebst spontaner Sex war von ihm geplant und ich habe NIE - WIRKLICH NIE etwas gemerkt. In dieser Hinsicht war meine Welt in Ordnung. In anderer Hinsicht nicht. Ich suchte die Fehler immer bei mir, wurde immer unsicherer in meinem Umgang mit ihm und verständlicherweise auch aggressiver, weil ich immer in der Verteidgungsposition war. mal war es der Haushalt, dann meine Vorstellungen, meine Tochter, wie ich mit ihm rede, was ich mir einbilde...etc. Ich bin fast wahnsinnig geworden. Bis ich dann nur noch eine Erklärung hatte: mein Mann will mich loswerden, weil er eine andere kennengelernt hat. Alles sprach dafür. Er war oft nicht erreichbar. musste eine zeitlang für eine Kur in einer anderen Stadt leben. Ich durfte ihn dort nicht besuchen...und er war immer merkwürdig abweisend (weil ja keine Pillen da waren) wenn er wieder zuhause war.

Welche Frau hat das hier auch schon erlebt?
In seiner Verzweiflung hat er sogar eine andere Frau geküsst, nur um herauszubekommen ob es vielleicht amReiz des neuen liegen könnte, aber er konnte nicht weitergehen, sagt er, weil er an mich denken musste.

Ich kann euch gar nicht beschreiben, was alles in meinem Kopf rumgeht.
Er geht zu keinem Arzt weil er sich so schämt. Er will micht nicht verlieren, denkt aber immer daran, dass er bald gar nicht wmehr kann. er behauptet das wenn er sich das lange genug einredet würden auch die Pillen nicht mehr helfen. und ich würde mich über kurz oder lang dann eh von ihm trennen, weil mir sex so wichtig sei.

Gut Sex hat in unserem bisherigen Leben schon immer eine Rolle gespielt.
Aber das war für mich ok und auch mal nicht ok wenn es keinen Sex gab.
Also selbst wenn man(n) meint wir könnten immer...sind wir mal ehrlich WOLLEN wir nicht wirklich immer...selbst wenn der Körper verräterisch reagiert heisst das nicht, dass der Kopf auch wirklich will...

Ich kann auf Sex verzichten, denn ich liebe meinen Mann so sehr. Aber ich weiss das ER sich quält, dass er sich nicht mehr als "ganzer Mann" (der er im Übrigen für MICH immernoch ist!!!) fühlt. Das es ja nicht nur darum ginge das ich verzichten kann, ER will ja nicht auf den Sex mit MIR verzichten, aber es geht eben nicht...und das macht ihn fertig...und in dieser Verzweiflung bekomme ich natürlich auch wieder den einen oder anderen Seitenhieb mit.

Welche Frau hat ähnliches erlebt und kann mir Tipps geben, wie ich meinen Mann a) zum Arzt bekomme, b) helfen kann, dass er versteht, dass ich ihn so liebe wie er ist....und das Anhängse von ihm l ist ja nun nicht derjenige, dem ich das JA-Wort gegeben habe, sondern ER MEIN MANN!!

Ich hoffe hier Frauen zu finden, oder auch Männer, dieähnlich reagiert haben um mich mit ihnen auszutauschen!

Liebe Grüsse

DH

Antworten (1)
Moderator
Keine Frau

Du hast zwar deine Frage an die Frauen gestellt, aber ich hoffe, eine männliche Antwort hilft dir auch. Zunächst: bei den puberiterenden muss man immer betonen, dass sie bei gesundheitlichen Problemen im Intimbereich ganz getrost zum Urulogen gehen können und ihnen das nicht peinlich sein muss, denn das ist der Fachmann, der sich damit auskennt, damit umgehen kann - und schon viel mehr als nur diesen einen Penis gesehen hat. Stell deinem Mann mal die Frage, was er machen würde, wenn er mit seinem Auto an einen Zaunpfosten gefahren ist. Ist ihm dann sein Missgeschick auch so peinlich, dass er lieber mit kaputtem Auto rumfährt, als es in die Werkstatt zu bringen?
Und überhaupt: man kann doch auch - zumindest hab ich die Erfahrung gemacht - guten Sex haben, ohne sein Ding reinstecken zu müssen. Mann hat doch andere Körperteile, mit denen man seiner Frau schöne Erlebnisse bringen kann.

Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass ihr gemeinsam euere Probleme durchsteht, und dass dein Mann auch einsieht, dass er immer noch - und ganz besonders für dich - ein richtiger "Mann" ist.

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