Fruktoseintoleranz & Appetit auf Obst

Ich vertrage keine Fruktose. Muss es also seit einiger Zeit meiden. Seit dem geht’s mir viel besser.

Vorhin hatte ich aber richtig Appetit auf Obst.
Habe einen Apfel und etwas Apfelmuß gegessen. Jetzt ist mir schlecht, habe Bauchkrämpfe und ich fühl mich wieder als würd ich platzen.

Das kann doch nicht angehen, das gesundes Essen wie Obst so etwas verursacht.
Und wenn ichs nicht vertrage wieso hab ich dann so Appetit darauf?

Kann ich wirklich nur noch Getreide, Fleisch, Milchprodukte und eine minimale Gemüseauswahl essen? Nach Tomaten wird mir auch schlecht.....

Will wieder bunt und gesund essen können. Wann erholt sich der Körper denn mal :(

Antworten (16)
Alternative Lebensmittel

Ich vermute mal, dass du eine Fructoseintoleranz und keine Malabsorption hast? Das ist natürlich echt mies, da auch fructosearme Produkte wahrscheinlich kaum in Frage kommen. Probieren solltest du es aber auf alle Fälle mal, aber vorsichtig sich rantastend. Direkt mit Apfel zu starten ist da nicht so die beste Idee. Es gibt eine Menge Obstsorten die recht wenig Fruktose enthalten. Je saurer die Frucht, desto weniger Fruktose. Versuchs doch mal mit Himbeeren oder Aprikosen. Du kannst natürlich auch Fruchtaufstriche von diversen Herstellern probieren. Da ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass du geringe Menge verträgst, da du ja sozusagen weniger Obst auf 100g verspeist. Google einfach mal, gibt ne Menge. Ansonsten kannst du wenn du mal richtig Bock auf nen Apfel hast auch spezielle Tabletten nehmen, die die Beschwerden lindern sollen...zumindest in der Theorie... hat bei mir leider nicht ganz die Wirkung entfaltet :/

Leben mit Fructoseintoleranz

Natürlich gibt es verschiedene Wege, wie man gut mit einer Fructoseunverträglichkeit leben kann. Freut mich, dass du da für dich einen guten Umgang gefunden hast! Verallgemeinern kann man solche Tipps aber selbstverständlich nicht, da die Menge Fructose, ab der es zu Beschwerden kommt, offensichtlich von Mensch zu Mensch verschieden ist. Genauso individuell ist dann der mögliche Umgang mit einer Fructosemalabsorption. Natürlich kann man auf die Ernährung aufpassen, die meisten Betroffenen in meinem Umfeld wollen das aber nicht immer tun und zum Beispiel auf Festen oder wenn sie zum Essen eingeladen sind, auch mal ohne nachzudenken genießen. Was Mittel gegen die Symptome angeht, würde ich nicht nur auf den Preis achten. Soweit ich weiß, ist Fructosin zB das einzige Präparat, bei dem angegeben ist welche Menge Fructose in Glucose umgewandelt werden kann. Bei anderen Mitteln ist da meines Wissens nach nichts angegeben, wodurch die Betroffenen nicht genau einschätzen können ab welcher Menge verzehrtem Fruchtzucker sie Beschwerden bekommen. Wie gesagt, muss jeder für sich selbst überlegen, mit was er am besten klarkommt.

Bessere Lösung

Ich würde nicht ständig Fructosin futtern nur um Äpfel essen zu können... zumal der besagte Betroffene lieber auf "Fructaid" umsteigen sollte, das Produkt funktioniert genauso, ist aber bedeutend billiger als "Fructosin".

Besser wäre es, einfach Fructose-arme Obst-Sorten zu konsumieren. Ich habe eine sehr schlimme Unverträglichkeit, muss also sehr genau schauen, und Enzyme helfen nur in großen Mengen also viele Tabletten + wenig Fructose geht. Ganz schlimm sowas.

Ich empfehle als Betroffene: alle Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren - einwandfreie Verträglichkeit, aber auch Mango und Banane haben sehr wenig Fructose und viel Glucose, weshalb sie süß schmecken, aber nicht zum Auslöser der Unverträglichkeitssymptome werden. Und das sagt jemand, für den sogar Tomate zu viel Fructose enthält. Es ist immer ein bisschen das Verhältnis Fructose zu Glucose. Glucose (Traubenzucker) steigert enorm die Aufnahmefähigkeit von Fructose bei einer Intoleranz. Die Mischung sollte mindestens 50:50 sein, allerdings bei mir zu wenig, ich brauche noch eine deutlich höhere Menge an Glucose, um beschwerdefrei zu bleiben.

Wer Disziplin hat gewöhnt sich daran, und bei den Äpfeln im Supermarkt schau ich schon gar nicht mehr hin - sie interessieren mich nicht mehr.

Apfel-Genuss

Vielen Dank für deine weitere Antwort! Ich habe meinen Vater jetzt nicht explizit gefragt, welche Erfahrungen er mit den Kapseln macht, aber sie dürften gut sein. Wie schon erwähnt ist er bereits wieder Äpfeln und die Tage hat er vom Supermarkt eine größere Packung mitgebracht. Also wenn einmal weniger fruktosereiches gegessen wird, umso besser, aber bezüglich der Äpfel macht er sich beispielsweise überhaupt keine Gedanken mehr.

Gut zu wissen!

Ja, ich glaube, da machst du dir zu viele Gedanken :) Aber ich kenne das von mir selbst, dass ich zum Grübeln neige, wenn ich viel um die Ohren habe. Und die Diagnose von deinem Vater beschäftigt dich sicher, ich finde das aber richtig toll wie du ihn unterstützt!

Dass das Mittel rezeptfrei in der in der Apotheke gibt, kommt sicher vielen Betroffenen entgegen, weil man dann nicht jedes Mal zum Arzt muss, wenn eine Packung leer ist. Habe eine Freundin, die Apothekerin ist, mal gefragt ob sie das Mittel kennt und sie hat gemeint, dass viele ihrer Kunden gute Erfahrungen mit dem Medizinprodukt gemacht hätten. Ich hoffe, dein Vater wird sich auch schon bald an seine neue Art der Ernährung gewöhnt haben und wieder mit Genuss essen können!

Rezeptfrei

Alles klar! Na ja vor allem bei einem Gesundheitsthema sind mir fünf Tage doch etwas viel vorgekommen, aber vielleicht mache ich mir ja auch zu viele Gedanken. Und dass es die meisten Menschen nicht täglich in ein Forum oder generell von einem Rechner aus ins Internet schaffen, ist auch klar. Und zum eigentlichen Thema... Ja, die Kapseln sind nicht verschreibungspflichtig und einfach so erhältlich.

Arzt oder Apotheker fragen

Kein Problem, ich schaue hier ja auch nicht jeden Tag rein, das ist, denke ich, ja ganz normal, dass man sonst auch noch ein Leben hat :) Danke dir auf jeden Fall für den Hinweis mit der Xylose Isomerase! Ich habe das jetzt mal im Netz recherchiert und habe herausgefunden, dass das Enzym Fructose in Glucose umwandeln kann. Die Glucose wird dann rasch vom Körper aufgenommen und das führt dann dazu, dass es gleich gar nicht erst zu Unverträglichkeitssymptomen kommt. Gute Sache!

In der Apotheke bekommt man oft tolle Tipps, finde ich! Wenn dein Vater das Mittel einfach so aus der Apotheke mitnehmen konnte, gehe ich mal davon aus, dass das nicht verschreibungspflichtig ist und man es sich einfach so besorgen kann?

Enzym Xylose Isomerase

Entschuldige mich bitte, dass ich deine weiteren Fragen erst jetzt nach dem Wochenende gesehen habe... Auf jeden Fall habe ich nach deinem ersten Beitrag nochmals genauer nachgefragt und ja, es ist so, dass das Medikament dieses Enzym namens Xylose Isomerase enthält. Insofern verhindert es auch die Beschwerden, die er sonst beim Genuss von besonders fructosereichen Speisen hätte. Und er einmal in der Apotheke darauf gekommen, weil Packungen neben der Kassa ausgestellt gewesen sind.

Ah, wenn man das so erklärt bekommt, ergibt das natürlich Sinn, der Körper verändert sich ja ständig ein bisschen, so im Laufe des Lebens und auf diese Veränderungen muss man sich dann natürlich auch einstellen.

Wenn Menschen, die von einer Fructosemalabsorption betroffen sind zu wenig von diesen Enzymen haben, dann ist in diesen Fructosin Kapseln wahrscheinlich so ein Enzym drinnen, oder? Hilft es ihm denn gut und wie ist er denn auf dieses Mittel gekommen?

Fructosemalabsorption

Hallo Pinguin, ich habe deine Frage erst jetzt gesehen und ich entschuldige mich für die verspätete Antwort. Also bei meinem Vater ist das so, dass die Fructosemalabsorption in den vergangenen Jahren entstanden ist. Und laut seinen Berichten aus dem Allergiezentrum handelt es sich um keinen Einzelfall, weil im Laufe die Enzyme, die die Fructose in Glucose umwandeln, weniger werden können. Neue Rezepte machen denk ich nur bedingt Sinn, weil man nicht komplett auf Obst verzichten sollte... schon alleine wegen des Vitamin C Gehalts usw.. Aber das Mitte, das ich durch meinen Vater kenne, übernimmt eben diese Funktion der Umwandlung der Fructose in die Glucose.

Mit der Unverträglichkeit leben lernen

Das heißt, dein Vater hatte nicht schon immer diese Fructosemalabsorption? Ich habe auch ein paar Leute in meinem Freundeskreis, die betroffen sind, aber die sind noch jünger und hatten schon immer unklare Magendarmbeschwerden. Es hat da einfach nur eine Weile gedauert, bis dann herausgefunden werden konnte, woran es liegt. Und bei deinem Vater ist die Fruktoseunverträglichkeit erst im Laufe seines Lebens entstanden, passiert sowas häufiger?

Er wird aber bestimmt lernen können gut damit zu leben. Man kann ja neue Rezepte ausprobieren und dann gibt es offensichtlich ja auch noch Mittel, die man gegen die Symptome einnehmen kann. Wie in etwa funktioniert das eigentlich, weißt du das?

Unsere Erfahrungen mit einer Fructosemalabsorption

Ich habe natürlich gesehen, dass der Diskussionsstarter seinen Beitrag vor sechs Jahren verfasst hat, aber der letzte Beitrag ist wiederum ein Zehntel dieser Zeit her und daher linke ich mich auch einmal ein. Bei meinem Vater, der ebenfalls gerne Obst isst, haben wir nach der Diagnose nicht gewusst, was er tun kann, um trotz der Fructosemalabsorption eben nicht aufs Obst verzichten zu müssen. Wobei ich von ihm auch mitbekommen habe, dass jeder seine Toleranzgrenze hat. Aber Äpfel enthalten besonders viel Fruktose, da ist es also umso wahrscheinlicher, sie die Toleranzgrenze sprengen. Aber ihm helfen beispielsweise Kapseln namens Fructosin weiter und insofern kann er auch Äpfel essen.

Zur Verhütung und Linderung von Fi.

Hallo, leide auch an Fi.
Informiert euch über Fructaid und Fructophan. Fructosefrei, Lactosefrei, Vegan

Fructopan: enthält Tryptophan, Folsäure, Zink.

Das kenne ich auch..

Hallo :) Ich leide auch unter FI. und Lactoseintoleranz.... und viele sagen ja immer der Körper zeigt einem durch Gelüste was er braucht... Meiner zeigt mir allerdings auch nur Dinge die ich nicht vertrage. Ich hane auch ständig Lust auf Obst oder Sachen mit Lactose drin. Das schlimme ist mir geht es immer schlechter davon...ich schaffe es aber keinen Tag darauf zu verzichten. Ständig rutscht mir irgendwas mit Zucker oder Milch unter... Ich weiss es natürlich...aber lassen kann ich es nicht.... Hinterher bereue ich es dann... Ich werde tierisch müde und bekomme einen dickem Bauch und schlimme Blähungen....

Hallo zusammen

Ich habe vor ein paar Tagen erfahren dass ich eine Fructoseintolleranz habe leide aber auch an lactoseintolleranz also noch mal auf mehr verzichten heisst das! Ich habe eine Liste erhalten von der EB welche gemüse und welches obst ich noch essen darf mit fructoseintolleranz. Ich kann euch sagen äpfel tomaten pfirsiche mango ananas alles dörrobst kopfsalat endiviensalat radieschen apfelmus alle gesüssten getränke ausser Cola Tomatensaft birnensaft agavendicksaft alkohol bohnen egal was für welche etc etc sind die schlimmsten fruchtzucker enthalter deshalb habt ihr auch probleme mit krämpfen! Seit ich jetzt diese sachen meide geht es mir schon viel besser! Banane orange mandarinen feigen broccoli blimumenkohl karotten dürft ihr ohne probleme essen ich würde noch ein bisschen traubenzucker darüber streuen damit wird es besser aufgenommen!

Fruktoseintoleranz

Eine sehr gute Freundin von mir hat das selbe Problem.
Sie versucht es auch immer wieder, doch muss auch immer wieder festellen, dass es ihr schlecht nach dem verzehr von obst geht.
gibt es nicht bei lactoseintoleranz mittlerweile ein medikament, mit dem man nach einnahme milchprodukte zu sich nehmen kann...vielleicht gibt es sowas auch für fructose?

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