Kam in der DDR wirklich Menschenfleisch ins Viehfutter?

Immerhin wäre damit das spurlose Verschwinden vieler „nicht ganz linientreuer“ DDR-Bürger und angeblicher Republikflüchtlinge vor der Wende zu erklären. Aber stimmt das wirklich oder ist das ein modernes Märchen?

Antworten (24)

Angeblich soll sogar das Fleisch zu Tode gefolterter Gefängnisinsassen an Mithäftlinge verfüttert worden sein. Ganz nach dem Motto: Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist!

Unfassbar, was so ans Tageslicht kommt. Aber falls was Wahres dran ist, wird man nach so vielen Jahren leider kaum noch was dazu herausbekommen.

Krasse Story:D

Menschenfleisch im Tierfutter...:eek: Welcher Wahnvorstellung muss man erliegen, um solch einen Müll zu glauben?

Ja es gab in der DDR Hinrichtungen bzw Tötungsdelikte an den Grenzen. Die Leichen hat man damals mit Sicherheit aber nicht verfüttert. Die wurden anonym verbrannt, oder beerdigt. Damit war die unliebsame Person aus dem System verschwunden. Verfüttern an Tiere wäre viel zu aufwendig gewesen und hätte Mitwisser produziert. Die Stasi hatte andere Methoden um Menschen verschwinden zu lassen (Hinterbliebene wurden angelogen mit tödlichen Verkehrsunfällen, Todesursachen wurden im Totenschein gefälscht, etc pp)

Erst nach der Wiedervereinigung haben dann viele Hinterbliebene durch Akteneinsicht (sofern nicht vernichtet) die Wahrheit erfahren .

Habe ich das behauptet? Ich habe doch selbst geschrieben, dass es auch viele unsinnige Gerüchte über die DDR gibt. Ich habe lediglich einige deiner Äußerungen aufgegriffen. Ich habe dich in keinster Weise angegriffen, lediglich eine sachliche Diskussion führen wollen. Ist schade, dass manche Menschen dazu nicht in der Lage sind und anfangen zu bocken wenn ihnen die Argumente ausgehen. Ich nehme an, dass 1967 dein Baujahr ist, du könntest fast mein Elternteil sein da habe ich eigentlich mehr erwartet.

@Rice

Mein Gott, dann kam eben Menschenfleisch ins Viehfutter! Glaube doch, was dich glücklich macht! Ich habe es jedenfalls nicht nötig, mich hier derart niedermachen zu lassen!

@1967

200.000 - 250.000 Inhaftierte bei gut 16, 4 mio Einwohnern sind also Einzelfälle? Terror, Angst, Mord etc. gab es damals auch nur wurde darüber nicht öffentlich berichtet. Alles was nicht ins perfekte Bild passte wurde tot geschwiegen.

@Rice

Glaub mir, ich bin in der DDR aufgewachsen und lasse mir von niemandem unterstellen, ich würde die Geschichte dieses Staates nicht kennen. Was du berichtest, mag es in bedauerlichen Einzelfällen gegeben haben, die Norm jedoch war es keinesfalls. Wie sieht es denn heute in vielen kapitalistischen Staaten aus? Nur Mord, Krieg, Terror, Elend und Angst, die Medien sind voll davon. Man sollte sich unbedingt vor Verallgemeinerungen hüten, denn in der DDR gab es das alles nicht.

@1967

Wie verblendet kann man eigentlich sein. Keiner wurde an der Grenze erschossen? Das erzähle mal den Hinterbliebenen der Opfer! Keiner wurde weggesperrt weil er etwas gegen den Staat sagte? Ich kenne persönlich 2 Fälle. Einer wurde im Zuchthaus zum Invaliden geschlagen und dort jahrelang weggesperrt, er bekommt dafür heute noch Entschädigung gezahlt und ist sowohl körperlich als auch seelisch schwer gezeichnet. Ein Anderer äußerte seine Meinung in der Schule und wurde am nächsten Tag als 14jähriger (!) in den Jugendwerkhof gebracht und dort ebenfalls über Jahre eingesperrt. Auch ich habe schon als Kind gelernt, dass ich aufpassen muss was ich in der Öffentlichkeit sage weil man mich sonst abholen kann. Es gab sicherlich auch einige positive Seiten an der damaligen Zeit, jedoch sind die Verbrechen die dort stattfanden durch nichts positiv zu reden. Klar gibt es auch viele schwachsinnige Vorurteile über die DDR, aber Tatsachen zu leugnen hilft da nicht.

Bitte befasse dich mal wirklich mit der Geschichte und den Verbrechen der DDR bevor du solche Behauptungen in den Raum stellst!

Die DDR war kein Unrechtsstaat

Immer wieder diese verdammten Lügen! Niemand wurde an den Grenzen zu den kapitalistischen Staaten getötet, weil diese derart abgesichert waren, dass in die Irre geleitete Zivilisten gar nicht dorthin gelangen konnten. Es gab außerdem nicht den geringsten Grund, eines der sichersten Länder der Welt verlassen zu müssen, wofür u.a. das Ministerium für Staatsicherheit sorgte. Anders als heute kam niemand unschuldig ins Gefängnis, denn die Justiz der DDR arbeitete ausschließlich im Interesse des Volkes. Niemand wurde wegen seiner politischen Meinung eingesperrt oder gar umgebracht, wie immer wieder behauptet wird, von der Verarbeitung zu Tierfutter ganz zu schweigen. In der DDR war alles vorhanden, was man als Mensch zum Leben brauchte. Es herrschten Menschlichkeit und Demokratie im eigentlichen Sinne, was das Leben in der DDR um einiges angenehmer und sicherer machte aus heutzutage. Allerdings liegt es leider in der Natur des Menschen, meist unzufrieden zu sein mit dem, was man hat, und so bildeten sich schließlich immer mehr DDR-Bürger ein, unbedingt in kapitalistische Staaten reisen zu müssen. Es ist sehr traurig, dass dies letztendlich zum Ende der DDR führte.

Viele Gerüchte

Also ich habe die Hälfte meines Lebens in der DDR zugebracht und kann mich meinen Vorgängern im Allgemeinen nur anschließen. Dass es in diesem Staat an vielen Dingen mangelte, kann ich nur bestätigen, aber dass bei uns Igelfleisch oder so was gegessen wurde, ist ein modernes Märchen. Aber wenn ich es so richtig durchdenke, kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass es solche Abnormitäten wie Menschenfleisch im Tierfutter tatsächlich gegeben haben könnte. Dass darüber keinerlei Protokolle mehr vorliegen, besagt noch lange nicht, dass es sich um eine reine Erfindung handelt, schließlich sind unzählige Dokumente während der Wendezeit verlorengegangen bzw. vorsätzlich vernichtet worden. Und schließlich konnte keiner der LPG-Mitarbeiter wissen, was in den Futterpellets tatsächlich enthalten war, mit welchen z. B. die staatlichen Geflügelmastbetriebe beliefert wurden. Lediglich die Tatsache, dass diese Geschichte merkwürdigerweise erst jetzt, 30 Jahre später also, an die Öffentlichkeit zu sickern versucht, lässt mich an ihrer Glaubhaftigkeit zweifeln.

@Uwe

Unter den von dir aufgeführten Aspekten möchte ich mich dir anschließen. Wenn ich diesbezüglich nochmal in mich gehe und die Fakten abwäge halte ich es doch auch für ausgeschlossen. Zudem neigte dieses Regime ja auch dazu alles zu protokollieren und dementsprechend hätte man wohl schon längst Beweise dafür gefunden. Danke für diesen Denkanstoß.

Ich möchte es schon ausschließen

Die DDR bestand 40 Jahre. Sie hat sich vor dreißig Jahren aufgelöst. In diesen 30 Jahren wurden die Verbrechen der Stasi und des Regimes wirklich aufgearbeitet. Wenn es darauf Hinweise gegeben hätte, hätten wir davon gehört. Die Methoden des Regimes sind in verschiedensten Medien immer wieder angeprangert worden. Für das Verfüttern von Menschenfleisch gibt es ebensowenig Hinweise wie für öffentliche Kreuzigungen, Verbrennungen auf dem Scheiterhaufen oder das Vierteilen.
Grausame Methoden gehörten zur Praxis. Aber nicht alle denkbaren Grausamkeiten wurden praktiziert. Schließlich hat sich die DDR auch immer vom Naziregime abgegrenzt. Und vor diesem Hintergrund war auch nicht jede Methode praktikabel.

Sensationsenthüllungen erregen immer Aufmerksamkeit, aber nach 30 Jahren wird man wohl nichts Spektakuläres mehr finden.

Zum eigentlichen Thema. Ganz ausschließen kann ich diesen Verdacht nicht, jedoch halte ich es für ein Gerücht. Mein Opa war selbst über den Staat in der Schweinezucht tätig und da lief alles human ab und von Menschenfleisch im Tierfutter war nie die Rede. Wie "Uwe" schon erwähnte hatte die Regierung der DDR andere Mittel um Menschen"verschwinden zu lassen und dieses zu vertuschen. Es wurden auch nicht alle Kritiker des Regimes umgebracht, viele wurden ausgebürgert, landeten im Gefängnis oder Arbeitslagern/ Werkhof.

@der-kleine

Nicht die Bundesrepublik Deutschland (BRD) war finanziell am Ende sondern die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Bananen und ähnliches konnten garnicht über die Mauer geworfen werden da es an der Mauer entlang auch eine Grenzzone gab die, gerade auf DDR-Gebiet nicht betreten werden durfte. Geschmuggelt wurde damals trotzdem zur Genüge.

Aha

Wahr ist aber auch das die Bundesrepublik Deutschland damals am Ende war und die Wende somit ein Glücksgriff. Irgendwelche Spinner haben auch keine Bananen über de Mauer geworfen, weil sie 1. Inhaftiert worden wären oder gar erschossen und 2. Bananen hatten wir selber!

"Rice" und "Uwe65527" haben es sehr gut formuliert, dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!
was ich noch zu ergänzen habe ist, daß es nicht ausschließen möchte, aber das menschenfleisch ins viehfutter kam kann ich persönlich mir nicht vorstellen.

Vorsicht mit solchen Aussagen

Ich wäre mit solchen Aussagen vorsichtig. Wie Rice schon sagte, die meisten Landwirte waren Normalbürger, da kam so was nicht infrage. Das Regime versuchte, sich immer einen menschlichen und humanen Anstrich zu geben. Da hätte so was auch nicht ins Bild gepasst. Es ging ja auch eher darum Ideen zu unterdrücken. Da passt es viel besser, wenn jemand mit einer entsprechenden Story aus dem Leben scheidet (z. B. der Unfall von Dean Reed) als seinen Leichnam auf diese Weise zu entsorgen. Nach der Wende gab es viele Bürgerbewegungen, die sich darum verdient gemacht haben, die Verbrechen des Regimes aufzuklären. Einen Skandal um das Verfüttern von Menschenfleisch gab es damals nicht. So was wäre beim Aufarbeiten von StaSi-Protokollen mit Sicherheit aufgeflogen.

Bitte glaubt nicht alles, nur weil es heute scheinbar ins Bild passt!

Igitt!!!

Heißt das etwa, dass die berühmten und zum menschlichen Verzehr gezüchteten Goldbroiler mit menschlichen Überresten gefüttert wurden und die Ossis so zu unfreiwilligen Kannibalen gemacht wurden? Und womöglich einiges davon auch noch im Geheimen der Wurst beigemengt wurde? Igittegitt, aber zutrauen würde ich denen das.

Das mit dem Menschenfleisch im Tierfutter ist weder bewiesen noch widerlegt. Möglich wäre es, in einem Staat der seine Bürger einsperrte, Müttern ihre Babys wegnahm und Menschen die nicht dem Wunschbild entsprachen wegsperrte.

Jedoch muss ich zu einigen Aussagen hier sagen, wir waren keine Tiere! Hier wurde massiv Landwirtschaft betrieben und viele Familien bauten selbst Obst und Gemüse an und züchteten privat Tiere. Wir hatten sicherlich nicht so eine große Auswahl wie der Westen, aber wir hatten essen und mussten nicht hungern (zumindest kenne ich niemanden der das musste). Wir waren in der Lage uns ausreichend und auch gut zu versorgen. Wir waren keine Teilnehmer eines Dschungelcamp mit Ekelessen sondern zivilisierte Menschen!

Also unsere Lehrerin hat mal erzählt im kalten Krieg hätte es dort so arme Leute gegeben, die mussten einen Hering mit Strick an die Lampe hängen damit jeder beim essen seine Kartoffel erst mal dran reiben kann damit es schmeckt.

Also ich habe verwandte aus der DDR und Leute jetzt mal ehrlich, das ist keine andere Welt oder so.
Niemand dort hat sich irgendwie solcher Dinge hingegeben oder hat sowas gemacht. Klar kann es sein das das damals herrschende Regime ohne Wissen der Bürger der DDR, sondern durch ihr Gefolgsleute Dinge getan hat die man nur vermuten kann, aber das sind nur Spekulationen.

Ja, die Not!

Ich hab zumindest gehört, dass die dort drüben Igel gegessen haben sollen. Die Igel wurden wohl irgendwie in Ton eingeknetet und gebacken, und wenn man die Tonkruste aufgebrochen hat, ging die Haut der Igel mitsamt den Stacheln gleich mit ab und das Fleisch konnte gegessen werden. Auch Maikäferbrühe soll es gegeben haben. Der Hunger zwingt den Menschen zu manchem!

Wer weiß...

Also davon hab ich ja noch nie gehört. Aber jenseits des "Eisernen Vorhangs" gab es so manches, von dem wir nix wissen....

Es fehlt an Beweisen

Ganz schön starker Tobak! Aber denkbar wärs schon, zumal das SED-Regime ziemlich erfinderisch darin war, die eigenen Verbrechen zu vertuschen. Und je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr hält man es zumindest für möglich. Allerdings ist das Ganze inzwischen mehr als ein Vierteljahrhundert her und dürfte kaum mehr nachprüfbar sein. Es fehlt also leider schlicht an Beweisen.

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