Kann man beim Reizdarmsyndrom wirklich nichts machen?

Mein Freund hat ewig Darmprobleme und muss ständig zur Toilette, besonders morgens und nach jedem Essen sowieso.
Er hat schon alles mögliche ausprobiert, aber nichts kann ihm helfen.
Sogar sein Hausarzt meint, das Reizdamsyndrom sei so speziell, da müsse man mit leben.
Hat dieser Arzt recht, oder gibt es doch noch Hoffung auf Heilung, oder zumindest Linderung?

Antworten (4)
Reizdarm

Stress und ungesunde Ernährung können den Reizdarm begünstigen. Man sollte möglichst viel dafür tun, dass der Darm nicht unnötig gestresst wird, dazu gehört auch das starke Pressen beim Stuhlgang. Um das zu vermeiden, verwende ich einen Toilettenhocker von Hoca, denn in der natürlichen Hockposition geht alles viel leichter und schneller. Meine Symptome sind deutlich gemindert.

Stress vermeiden, Melissentee trinken. Alles was bläht, weglassen (Zwiebeln, Lauch, Kohl, Paprika, Hülsenfrüchte, laktosehaltige Milch, Kohlensäure, Melone, Kirschen...).

Einfach mit der Diagnose abfinden würde ich mich nicht. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich durch Führen eines Ernährungstagebuches darauf gekommen bin, dass es Gluten oder Laktose sein könnte, das ich nicht gut vertrage. Eine Radikaldiät, bei der ich beides komplett für 2 Wochen weglies, hat Besserung gebracht. Geringe Mengen waren seither aber kein Problem, weshalb auch ein Test negativ ausfallen könnte (der steht noch aus). Fazit: Unbedingt ein Ernährungstagebuch führen und entsprechende Symptome und Ausmaß dazuschreiben, das kann im Zweifelsfall sehr aufschlussreich sein, auch für den behandelnden Arzt. Übrigens kann der Internist als Facharzt die nächste Anlaufstelle sein, wenn der Hausarzt nicht weiter weiß. 2 Hirne wissen bekanntlich mehr als eins und der Internist hat vielleicht weitere Tipps um die Beschwerden zu lindern.

Das Thema Reizdarm ist tatsächlich sehr speziell. Es ist aber die Frage, ob es mit Sicherheit keine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist, das sollte in jedem Fall abgeklärt werden. Es gibt mittlerweile soviele Allergien und Unverträglichkeiten: Gluten, Laktose, Fruktose, Histamine, generelle Empfindlichkeit gegenüber blähenden Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln etc.. Oftmals braucht es sehr lange, bis die Unverträglichkeit festgestellt wird und bei vielen Patienten wird zunächst ein Reizdarm diagnostiziert, wie man in Erfahrungsberichten von z.B. Zöliakie-Patienten häufig lesen kann. Falls es tatsächlich keine Unverträglichkeit ist, kann es als zweite (von vielen) Ursache auch am Stress liegen. Stress schlägt vielen Menschen auf den Magen und Darmbereich, das ist nicht zu unterschätzen. Entspannung ist das A und O.

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