Kann mit meinen Herzrythmusstörungen nicht gut umgehen

Hallo,
mein Name ist Lisa ich bin 25 Jahre alt und habe ca seid 3-3, 5 Jahren Herzrythmusstörungen .. es fing alles damit an, dass in unserer Familie vieles passiert ist was mit dem Herz zu tun hat. Ich war schon immer eher ein empfindlicher Mensch, naja wie gesagt nun habe ich diese Rythmusstörungen ...
Bei mir wurde zum Glück nichts schlimmes soweit festgestellt, außer das mein Puls hoch ist über Tag.
Ich habe auch gemerkt, dass ich Rythmusstörungen oft habe, wenn ich mich in irgendeiner aufregenden Situation befinde. Ich kann sehr schlecht damit umgehen, weil ich sofort in eine Panikattake verfalle. Ich habe Angst, dass mir jeder Zeit was passieren könnte. Ich gehe jedes halbe Jahr regelmäßig zum Kardiologen damit ich mich wohler fühle, habe immer ein 24h EKG etc. Eine Psychotherapie von 2 Jahren habe ich auch schon durch, einfach auch aus dem Grund , weil ich unbedingt wieder ein *normaler* Mensch sein will. Auch Urlaub ist für mich keine Freude mehr, ich möchte lieber in meiner gewohnten Umgebung sein und nicht von zu Hause weg.

Im Moment ist es wieder so stark bei mir, dass ich meinen Kardiologen überredet habe, dass ich mir für ein Jahr einen Kardiocall einsetzen zu lassen, das ist ein Stäbchen, was unter die Haut gesetzt wird. Klar weiß ich, dass jeder Mensch Rythmusstörungen hat, aber ich kann einfach nicht damit umgehen. Manchmal denke ich, mein Leben macht keinen Sinn.

Ich habe auch schon einen Kurs zur Progressiven Muskelentspannung mitgemacht ... Habt ihr Ideen für mich ???

Ich möchte doch einfach nur, dass ich damit umgehen kann. Meint ihr, dass die Psychotherapeutin einfach nicht die Richtige für mein Problem war ??

Danke vielmals

Antworten (7)

Huhu,
bin jetzt auch offiziell unter den "Herzkranken". Bei mir haben sie im letzten LZ-EKG an die 20.000 VES (Salven, Couplets, VT alles dabei) in 17h festgestellt. Bis dahin hat mich das stolpern zwar ein wenig genervt aber nachdem der Arzt mir gesagt hat, dass ich beim nächsten Mal ohnmächtig werden (bin mal ohnmächtig geworden vor 2-3 Monaten, hab mir aber nicht viel dabei gedacht) sterben könnte ist mir schon ein wenig bange. Hoffe, dass ich jetzt möglichst schnell einen Termin zur katheterablation bekomme. Bei mir ist es nicht unbedingt, dass mich die Extrasystolen groß panisch machen auch wenn ich die meisten schon merke, eher das Wissen darum dass ich nochmal umfallen könnte und es dieses mal nicht so glimpflich ausgeht.
Bei einem zu hohen Leidensdruck und wenn die Extrasystolen den gleichen Herkunftsort haben wäre für dich ja mit Sicherheit auch eine ablation eine gute Lösung ;)
LG Sophie

Hallo Lisa, hallo Kaddi

ich kann das gut nachvollziehen. Mir geht es genauso... beruhigend mal auf "Gleichgesinnte" zu treffen. Ich bin 25 Jahre alt und habe ungefähr seit dem ich 17 bin Probleme mit Herzrhythmusstörungen. Erst trat es nur auf Parties auf, wo ich dachte das liegt am Alkohol in Verbindung mit der lauten Musik und dem Tanzen. Aber dann trat es immer öfter auf. In der Schule, beim Fernsehen, überall. Mein Herz fing von jetzt auf gleich an zu rasen. Dabei wurde mir oft schwindlig, die Luft blieb aus und ich hatte Panik. Nach spätestens fünf Minuten war alles wieder normal. Aber mit der Zeit trat das immer öfter auf... auch mehrmals am Tag. Ich ging zum Arzt und alle meinten es wäre alles gut. Keiner konnte mir helfen. Über Jahre nicht. Ich habe immer nur zu hören bekommen "Sie sind noch jung, die erste große Liebe, Abistress... blablabla..". Letztes Jahr Ostern ging es mir so schlecht das ich beim Kardiologen angerufen habe und unbedingt ein Langzeit EKG haben wollte. Ich habe dann auch eins bekommen und zum Glück trat endlich die Herzrhythmusstörung auf und das Gerät hat es aufgezeichnet. Die Diagnose: das WPW Syndrom. Mein Kardiologe verschrieb mir Betablocker. Die Nebenwirkungen waren mir aber zu stark. Schwindel, Übelkeit und mein Puls war gefühlt so doll im Keller, das ich dachte mein Herz bleibt mir stehen. Daraufhin empfahl er mir eine EPU mit Ablation. Die Ablation ließ ich in einer Herzklinik durchführen. Die OP war echt sche***.. dabei ist man ja bei Bewusstsein und ich bin auch sehr empfindlich. Die Betäubungsspritze für die Leiste wurde mir gefühlt bis auf den Knochen gejagt. Die Einführung der Katheter habe ich gemerkt und das ist sehr unangenehm. Sofort kullerten nur die Tränen. Die Stimulation des Herzens war schrecklich, erst rast es, dann wurde es wieder langsamer, wieder schneller und als die zusätzliche Vene gefunden wurde, wurde mit Strom die Vene abladiert. Das hat sich angefühlt als wenn jemand ein Lagerfeuer in der Brust veranstaltet. Es hat unheimlich gebrannt. Es schmerzte in der Brust, im Herzen, im Kiefer und in der rechten Schulter. Mein Kopf hat sich bei jedem neuen Versuch zu abladieren, angefühlt als würde er explodieren. Die OP dauerte ungefähr 3 1/2 Stunden. Die schlimmsten Stunden in meinen Leben... aber wie gesagt, ich bin auch sehr empfindlich... danach war zwar das Herzrasen weg aber es traten neue Beschwerden auf. Schweißausbrüche, Druck-/ Engegefühl in der Brust und Herzklopfen. Ich merke seitdem meinen Herzschlag ununterbrochen. Mal schlägt es wieder schneller, mal langsamer, mal fühlt es sich an, als würde es verstärkt klopfen. Seit dem bin ich auch nicht mehr so fit. Ich bin kaputt nach Treppensteigen, nach jedem Einkauf.. auch mit regelmäßigem Sport konnte ich meine Ausdauer nicht verbessern. Nun hatte ich am Montag wieder eine EPU. Währenddessen trat Vorhofflimmern auf und jetzt soll ich sechs Wochen lang meine Herzrhythmusstörungen mit einem Gerät aufzeichnen. Danach wird ausgewertet ob das Vorhofflimmern öfter vorkommt und ob eine weitere Ablation notwendig ist.

Schrecklich ist das. Ich wünsche mirauch so sehr das alles wieder normal wird und ich schon bald ganz ohne Beschwerden leben kann... nicht mehr zu den Ärzten gehen muss und jedem aufs Neue erklären muss, wie ich mich fühle...

LG

Das hört sich aber auch echt übel an!
Wurdest du denn schon von Kopf bis Fuß durchgecheckt.?
Hat es eine Ursache oder bist du auch komplett Herzgesund?
Man bekommt wirklich ganz doll Angst finde ich, da es ein ganz schlimmes Gefühl ist diese Rythmusstörungen!

Freue mich über eine Antwort
Lg

Tachychardien

Hallo, habe im Dezember eine supraventiculäre Tachycardie mit 240 Puls über eine Stunde gehabt. Einlieferung ins Spital. Dort ein Manöver gemacht. "Luft holen und Atem anhalten und pressen" hat den Puls sofort runtergeschraubt. Auch sofort eiskaltes Mineralwasser trinken und aufstoßen hilft laut Ärzten. Heute habe ich ferngesehen und wollte aufstehen, weil ich aufs Klo musste und nein Puls beschleunigte sich auf 260. (die ersten zwei mal waren nicht messbar, trotz oberarmmessgerät) bin sofort zum Kühlschrank Mineralwasser trinken und dann aufs Klo pressen und es hat diesmal Gott sei dank nur fünf Minuten gedauert.

Hallo Kaddi,
ich habe mir letztens gedacht, was ist denn bloß aus deinem Text geworden, den du geschrieben hast ?!
Ich habe ihn überall gesucht!
Ich hoffe es geht dir besser?
ich habe immernoch das gleiche Problem, aber kann mittlerweile schon besser damit umgehen! Außer Urlaub, das ist immernoch so eine Sache!
Wie siehts bei dir aus ?? Lg

Rythmusstörungen

Hallo!!!
Ich habe deinen text gelesen und muss dir sagen das es mir ganz genauso geht wie dir! Es ist als ob ich den text geschrieben hätte!!!ich würde so gerne eine ablation machen in der hoffnung das dann alle beschwerden weg sind aber ich habe zu viel angst davor!!!
Einfach nur sch....!
Kaddi

Ach ja, kurz dazu, ich nehme im Moment Betablocker, morgens eine halbe. Auch das macht mich im Kopf quasi auch zu einem kranken Menschen. Ach ich weiß auch nicht weiter ...

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