Keine Angst vor Leistenbruch-OP! Mein Erfahrungsbericht

Da ich im Vorfeld meiner beidseitigen Leistenbruch OP ebenfalls Informationen im Internet gesucht habe, dachte ich meine Erfahrungen sind vielleicht für den einen oder anderen hilfreich.

Festgestellt wurde der Leistenbruch vom Urologen, der mich auch gleich operieren wollte. In jedem Fall sollte das ein erfahrerner Chirurge machen - und einen solchen habe ich mir auch gesucht. Es gibt verschiedene Verfahren,
ich habe eines mit Netz gewählt, aber das ist natürlich eine individuelle Entscheidung. Wichtig ist nur, dass der Chirurg das Verfahren schon länger anwendet, also entsprechend Erfahrung hat.
Man kann das ambulant machen lassen - ich rate zur Vollnarkose und einer Übernachtung im Krankenhaus. Die Schmerzen nach der OP sind, wenn es ein guter Chirurg ist, nicht schlimm. Das schwierigste ist, am Op Tag nach der OP aus dem Bett zu kommen. Bei den ersten Malen Wasserlassen werdet ihr unter Umständen Schmerzen haben bzw. ein Brennen verspüren, das gibt sich nach spätestens 2 Tagen wieder. Für die Schmerzen am OP-Tag und für die nächsten 2-3 Tage bekommt ihr Schmerzmittel, das klappt dann ganz gut. Wichtig ist bald wieder etwas Essen, damit man zu Kräften kommt. Ganz schlecht ist Lachen , Husten oder drücken auf der Toilette. Ich empfehle viel Tee zu trinken, am besten Kamile oder Fenchel-Anis-Kümmel Tee, denn auch Blähungen und harten Stuhlgang gilt es zu vermeiden. Die ersten 3 tage nach der OP bin ich viel gelegen aber auch ab und an aufgestanden und rumgelaufen. Ab dem vierten Tag sollten auch Schmerzen weniger werden. Auf Sex und Autofahren habe ich die ersten 12 Tage verzichtet, danach sollte es man es langsam angehen lassen ;-). Man merkt eigentlich ab dem 4.Tag, dass es jeden Tag besser wird. Fäden wurden bei mir nach 7 Tagen gezogen. Das war völlig harmlos, lediglich bei einer Schnittwunde wurde ein etwas längerer Faden gezogen, das war ein seltsames Gefühl, hat aber nicht weh getan - und ich bin da wirklich kein Held. Also Fäden ziehen ist wirklich harmlos. Jetzt gehts bald nochmal zum Arzt zum Ultraschall, und dann passt hoffe ich alles.

Wichtig in meinen Augen ist es die OP von einem erfahrenen Chirurgen machen zu lassen. Bis ca. 3-4 Tage nach der OP sollte euch jemand betreuen, Socken anziehen allein ist am Anfang fast unmöglich.

Die Leistenbruch OP ist Standard, ein erfahrener Chirurg kann das im "Schlaf", also keine Angst davor! Schmerzen danach halten sich in Grenzen, da ist mancher Zahnarztbesuch schlimmer.

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen hilfreiche Informationen geben bzw. die Angst nehmen.

Antworten (2)
Essen kann mann nach der op normal

Also Essen nach der op kann man normal bin am Dienstag erst an den Leisten operiert worden. Bitte immer Das beachten was auf dem Zettel vom Nakosearzt steht

Sie haben mir sehr geholfen aber zwei Fragen hätte ich noch, darf man nach der OP normal essen oder ist Schonkost angesagt? Und gibt es Sachen die man am OP-Tag beachten muss?

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