Mit welcher Kampfsportart kann man sich am besten verteidigen und angreifen in der Praxis?

Die Überfälle werden in unserer Region immer brutaler und man traut sich kaum noch abends raus.
Deshalb möchte ich mich selbst verteidigen und im Notfall auch angreifen können, wenn es zu Überfällen kommt.
Welche Kampfsportart wäre dafür am besten geeignet?

Antworten (9)

Sehr beliebt sind Krav Maga, Jeet Kunde Do, Systema und Ju Jutsu. Ich persönlich bin ein großer Fan von Ju Jutsu. Hier erlernt man nämlich auch Festlegetechniken und Hebel. Zudem haben Polizisten früher auch diese Sportart trainiert. Heute setzen sie eher auch Wing Tsun. Das wäre ebenfalls eine Option.

Ich empfehle Krav Maga.

System of self-preservation (S.O.S.)

Ich habe selbst mehrere Jahre als Frau im Sicherheitsbereich gearbeitet.
Ich war 2017 auf Berufswegen auf ein paar Seminaren in einem, für mich neuen Ansatz: System of self-preservation. (www-sos-p.com)
Ich kann nur jedem (insbesondere Frauen) empfehlen mal auf der Seite vorbeizuschauen. Habe bislang noch nichts vergleichbares auf dem deutschen Markt gefunden.
Besonders die angebotenen Inhalte zu den Prefight und Postkampfphasen fand ich echt bereichernd.

Ich bin selbst Ausbilderin für WingTsun gewesen (3. Technikergrad).
Wing Tsun ist nichts für die schnelle Selbstverteidigung. Die Schülergrade im Wing Tsun (eigentlich egal bei welcher Organisation) bestehen eigentlich eher aus einem Mix aus KravMaga und Jiu Jitsu, gewürzt mit ein paar WingTsun Elementen. Das "richtige" WingTsun kommt dann eigentlich erst ab den Technikergraden. Da hat sich zwar in den letzten Jahren ein bisschen was dran geändert, aber im Prinzip kann man die Aussage so stehen lassen. Das Eigentliche Chi-Sao mit seinen Sektionen oder auch später das Chi Gerk bedarf sehr sehr viel Training um es einzusetzen.

Also erstmal am besten auch immer ein Pfefferspray dabeihaben! Meine Tochter macht gerade einen Selbstverteidigungskurs und lernt Teakwondo. Ihr macht es sehr viel Spaß und soweit ich weis, soll man sich damit auch gut selbst verteidigen können.

@Moppel80

Wenn du Angst hast, dann merken das die potentiellen Angreifer. Diese Feiglinge suchen sich ja gerne Opfer, die unsicher gehen und sich ängstlich umgucken.

Ich gehe im Dunkeln gar nicht gern allein durch die Straßen und sehe lieber zu, dass ich noch im Hellen nach Hause komme. Bei uns gibt es nämlich auch ziemlich viele finstere Gestalten, die mir einfach Angst machen.

Hallo! Ich finde, es ist vor allem für Frauen und Mädchen wichtig, dass sie lernen, sich zu verteidigen. Deshalb habe ich mich jetzt auch bei einem Kurs angemeldet, wo wir lernen, wie das geht.

Welche Kampfsportart du machst, ob Judo, Kung Fu, Karate oder sonst was, ist eigentlich egal. Hauptsache, du bist überhaupt in der Lage, dich zu verteidigen.

Wenn du noch nie Kampfsport gemacht hast und unerwartet angegriffen wirst, bist du mit ziemlicher Sicherheit erst mal schockiert und gar nicht in der Lage, dich zu verteidigen. Das wichtigste ist, dass du regelmäßig im Zweikampf trainierst, damit du im Notfall keine Schrecksekunde hast. Bis dahin kann nämlich schon alles zu spät sein!
Eine Sache haben alle Kampfsportarten gemeinsam: Wenn man regelmäßig trainiert, entwickelt man ein Gefühl für die Verteidigung. Geh also mal bei verschiedenen Vereinen ins Probetraining und schau dir an, worauf die Trainer wertlegen. Technik ist zwar wichtig, aber in erster Linie kommt es auf die praktische Anwendung an. Nur dann kann man die notwendige Kreativität entwickeln, um sich in einer brenzligen Situation wirkungsvoll zur Wehr setzen zu können.
Nun aber zu einzelnen Sportarten. Meine erste Kampfsportart war Aikido. Das ist eher eine Kunst. Man perfektioniert die Fallschule (Hinfallen ohne sich zu verletzen) und probt die ersten Techniken eher wie Tanzschritte. Es hat wirklich Spaß gemacht, aber bis man sich damit effektiv verteidigen muss man wahrscheinlich Jahre trainieren. Nach einem halben Jahr habe ich wieder aufgehört.
Danach habe ich mit Judo angefangen. Da ging es schon wesentlich mehr zur Sache. Man macht auch Fallschule (ist ja auch sehr wichtig, gibt es bei allen Kampfsportarten) und lernt aber dann auch gleich die praktische Anwendung im sogenannten Randori (Zweikampf). Anfangs hatte ich nach jedem Training mehrere Tage lang Muskelkater, aber es lohnt sich total. Judo ist zwar eher auf den Wettkampfsport und nicht so sehr auf Selbstverteidigung ausgerichtet, aber nach zwei Jahren Judo kann ich mich auch gegen die meisten Männer gut behaupten. Es gibt allerdings keine Schläge und Tritte, sondern nur Wurf-, Hebel-, Würge- und Haltetechniken. Der Nachteil ist außerdem, dass man gegen einen unbewaffneten Angreifer gute Karten hat. Sobald der aber ein Messer oder dergleichen hat, bist du geliefert.
Momentan orientiere ich mich neu und suche nach etwas "härteren" Kampfsportarten. In der engeren Wahl ist zB Krav Maga. Das ist eine israelische Kampfsportart, die in Deutschland noch nicht so weit verbreitet ist, mit der man aber wohl auf ein ziemlich gutes Verteidigungsniveau (auch gegen Waffen) kommen kann.

Ist natürlich alles Geschmackssache. Du musst einfach rausfinden, was für dich am besten geeignet ist und dann konsequent am Ball bleiben. Lass dich nicht abschrecken von Muskelkater, blauen Flecken und eventuellen Berührungsängsten gegenüber deinen Trainingspartnern. Übung macht den Meister, wie immer ;-)

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