Nichts zu tun im Job und jetzt auch noch Überstunden?!

Guten Morgen zusammen,

ich arbeite jetzt seit einem Dreivierteljahr als Empfangsdame in einem mittelständischen Unternehmen, sprich, ich bin in erster Linie für die Betreuung / Bewirtung der Kunden zuständig und fungiere zudem als Telefonzentrale.

Hinzu kommen kleinere Tätigkeiten wie Kaffee machen, Postbearbeitung und hin und wieder Bestellungen.

Leider kam die Ernüchterung relativ bald, denn dass sich mal ein Kunde hierher verirrt kommt maximal einmal pro Woche vor und auch die Anrufe, die täglich reinkommen, kann ich problemlos an zwei Händen abzählen.

Mir war klar dass der Job vermutlich nicht superstressig ist, aber SO wenig zu tun und das dauerhaft?

Ich habe dann versucht, mit meinem Chef darüber zu sprechen und fragte ihn, ob ich evtl noch Aufgaben aus anderen Abteilungen übernehmen könnte, denn ich bin ausgebildete Bürokauffrau und würde mich zur Not auch anderweitig einarbeiten.

Allerdings stieß ich bei ihm auf taube Ohren, er hat irgendwie eine total verquere Meinung darüber, was hier in der Firma los ist und schätzt mein Arbeitsvolumen komplett falsch ein.

Zu allem Übel hat er nun sogar noch eine weitere Empfangskraft eingestellt, damit eine Besetzung der Zentrale täglich von 7 - 18 Uhr gewährleistet ist.

Sprich, wir können uns nun um die ohnehin schon kaum vorhandene Arbeit förmlich prügeln. Meine Kollegin hat nun die kommenden beiden Wochen Urlaub und gestern kam mein Chef dann auf mich zu und sagte allen Ernstes, dass mir ja schon klar wäre, dass ich während ihrer Abwesenheit dann jeden Tag von 7-18 Uhr hier anwesend sein müsse (normalerweise arbeite ich von 8 - 16.30).

Ich fiel aus allen Wolken und versuchte ihm erneut zu erklären, dass nach 15 Uhr bisher noch NIE auch nur ein Anruf kam und ich wirklich weniger als nichts zu tun habe.
Allerdings wollte er davon nichts wissen und laberte immer nur davon, dass eine Besetzung des Empfangs von morgens bis abends gewährleistet sein müsse.

Ich bin wirklich stinksauer und mir graut es schon jetzt vor den kommenden zwei Wochen, da mich dieses permanente Nichtstun langsam aber sicher richtiggehend auslaugt, ich bin ständig müde, gereizt und habe kaum mehr Spaß an meinem Privatleben.

Hinzu kommt, dass privates surfen im Internet verboten ist und mir somit nicht mal diese Möglichkeit des Zeitvertreibs bleibt.

Bitte gebt mir einen Rat. Ich bin schon dabei mich anderweitig zu bewerben, aber es ist einfach wahnsinnig schwer, da die ganzen Bürostellen total überlaufen sind. :(

Antworten (1)
Da bleibt nur noch eine Forderung offen:

In einer Globalisierten Wirtschaft 4.0 muessen Arbeitnehmer deutlich flexibler werden.

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