Problem mit dem Essen - Wie soll es weitergehen?

Zu mir: Ich bin 18 und habe ein bmi von 15, 9 (wiege 47kg, davor ca. 52)
Ich habe momentan ein großes Problem. Es hat langsam angefangen, dass ich immer weniger esse. Zuerst war es kein Frühstück Zuhause, dann auch habe ich nicht mehr auf den Weg zur Bahn gegessen und dann nicht mal wirklich in der Schule. Es wurden auch die Mittagessen immer weniger usw... Ich bin schon so eine dünne Person, habe aber eigentlich immer ordentlich gegessen und das ziemlich viel. Das hat sich so langsam eingeschlichen und ist mir erstmals so Ende Oktober/Anfang November bewusst geworden. Da habe ich schon 2 Kilo abgenommen. Dezember wurde alles noch viel schlimmer. Die Tage wo ich wenig oder kaum aß wurden immer öfters und ich war psychisch ziemlich am Arsch. In den Ferien war es eben ein wenig einfacher, weil wenn es mir nicht gut ging konnte ich eben auch Zuhause bleiben. Jetzt fängt die Schule an und die ersten Lehrer fragen mich was los ist, da auch meine Noten alle schlechter geworden sind und ich eben oft gefehlt habe.
Da ich einfach für mich merke, dass ich kaum in die Schule kann (körperlich und auch seelisch), bin ich grad überfordert. Ich habe aufjedenfall einiges abgenommen und esse kaum.
Ich persönlich finde mich definitiv nicht dick. Was ich manchmal habe ist, dass ich mich an manchen Tagen ganz normal und richtig schön finde und an manchen erschrecke ich mich wie dünn ich bin. Aber abnehmen will ich eigentlich nicht.
Meine Frage ist wie soll ich damit umgehen? Denn ich will trotzdem mein Abitur haben (bekomme ich dieses Jahr). Sollte ich mit irgendeinem Lehrer drüber reden, direkt zum Arzt oder vielleicht doch mit meiner Mutter reden? Ich hab halt zienlich Angst, da ich dieses Jahr eigentlich ins Ausland möchte. Was meint ihr? Habe ich schon eine Essstörung und was passiert, wenn wirklich jemand das rauskriegt?

Antworten (1)
Hey

Störung fängt da an, wo du die Situation nicht mehr kontrollierst, sondern die Situation dich. Wenn durch dein Essverhalten dein Leben beeinträchtigt ist: du kannst nicht in die Schule, sagst deinen Freunden ab, hast Konzentrationsschwierigkeiten, deine Laune hängt von gegessener Menge ab, Essen und Gewicht ist Hauptthema, also du hast die Situation nicht mehr im Griff, sondern die Situation hat dich im Griff.

Du sollst mit der Person reden, mit der es dir am leichtesten fällt darüber zu reden und von der du denkst, sie könnte dir helfen oder zumindest nicht schaden. Ist es deine Schwester? Rede mit der Schwester. Deine Freundin. Mit der Freundin. Deine Mutter? Dann rede mit deiner Mutter. Du hast niemanden mit dem du drüber reden kannst? Suche einen Therapeuten, das kriegst du von deiner Krankenkasse bezahlt. Davor musst du zum Hausarzt, suche dir einen, den deine Family nicht kennt, falls du dich erstmal selber damit befassen willst. Du fasst den Mut und erzählst dem Hausarzt über dein Problem, alles wie es ist und wenn du körperlich in einem normalen Zustand bist und einigermaßen normal essen zu dir nehmen kannst, sodass du mehr oder weniger im Normalbereich bleibst, brauchst du keine Kliniken und der Hausarzt gibt dir eine Überweisung zum Psychiater. Dann recherchierst du im Netz nach Psychiatern, die sich mit Essstörungen befassen und dir vom Profil und vom Typ passen und dir sympathisch sind und rufst überall an, sagst kurz was für ein Problem du hast und woran du arbeiten möchtest und fragst nach einem freien Therapieplatz. Du hast das Recht - fünf Ärzte zu besuchen, um dich zu entscheiden, welche/r dir besser passt und dir am besten helfen kann.

Rauskriegen kann es die ganze Welt, dir passiert nichts. Von meiner Essstörung die ich früher hatte, kann ich jedem erzählen, hab ich kein Problem mit. Alles Gute!

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