Septumpiercing in der Wachstumsphase - nachträgliche Folgen?

Hey, also ich bin 16, männlich und würde mir gerne ein Septumpiercing stechen lassen (für die die das nicht kennen, das ist ein Piercing/Ring den man in die dünne Haut unten an der Nasenscheidewand stechen lässt). Ich brauche dafür eine Genehmigung meiner Eltern, da ich noch nicht volljährig bin. Theoretisch wären meine Eltern nicht dagegen, sie meinen nur, dass ich mich dadurch womöglich langfristig entstellen könnte, also dass zum Beispiel das Loch nicht mehr gescheit zuwächst wenn ich das Piercing nicht mehr habe oder sich irgendwelche Hautschäden bilden. Haben sie damit Recht, also könnte das tatsächlich passieren? Ich bin eigentlich schon fast ausgewachsen aber theoretisch ja noch in der Wachstumsphase (16).

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Septumpiercing: harmlos und für alle sehr empfehlenswert!

Hallo, deine Eltern haben natürlich mit ihrer grundsätzlichen Besorgnis Recht. Das gilt ja für alle Arten von Piercings. Ein Septumpiercing ist diesbezüglich jedoch völlig unproblematisch. Wichtig ist nur, dass es exakt gerade/waagrecht gestochen wurde (was bei "freihändigem" Stechen nicht immer gelingt), und an der richtigen Stelle. Also je nach Nasenform nicht zu weit vorne oder hinten. Es kommt ja eh nur der weiche Häutchenteil zwischen den Knorpeln in Frage.
Das kann und sollte man mit einem Clipring ausprobieren, vor allem in puncto Optik. Und um ein Gefühl dafür zu bekommen. Auch wenns anfangs etwas piekst oder unangenehm drückt. Das ändert sich spätestens nach der Ausheilung und Dehnung und kann je nach Art und Größe des Schmucks ein sehr erotisches Gefühl ergeben. Abgesehen davon, dass es oft sehr geil und "besonders" aussieht, wenns zum eigenen Typ passt (...)
Ein winziges Löchlein im Septum ist natürlich kaum zu sehen. Zumindest das Erst-Löchlein.
Die Gefahr ist eher, dass es rasch wieder zuwächst oder sich schließt, wenn längere Zeit nichts eingesetzt war. Ich hatte deshalb anfangs deshalb stets ein kleines Silberstiftchen von ca. 6mm Länge und 1, 5mm Stärke eingesetzt, das praktisch nicht sichtbar ist, wenn man nicht direkt in die Nase schaut (wie der Zahnarzt) und wenn man nicht wie ich eine Nasenflügelform hat, bei welcher das Septum sichtbar ist. Ich habe übrigens selbst seit über 30 Jahren ein Septumpiercing. Erst als es langsam auf 5mm gedehnt war und ich mich auch an etwas schwere Ringe gewöhnt hatte, war es sehr angenehm und sexy. Das Dehnen war natürlich nicht immer angenehm. Größere Ringe etc.kann man natürlich nur zu besonderen Situationen oder zuhause tragen. Im Alltag trage ich ein dickeres Silberstäbchen von ca. 1 - 1, 5cm Länge (wenn die Stärke genau für das Piercinglöchlein passt und strammsitzt, aber ohne allzusehr zu drücken, kann's auch beim Schneuzen nicht rausfallen),
oder einen nach oben/innen hochgeklappten Retainer (Ringchen in U-Form), der auch bei meiner Nasenform praktisch nicht erkennbar ist. Im Gegensatz zu den relativ deutlich silberglänzenden Enden der eingesetzten Stäbchen. Sowas kann man sich mit etwas Geschick aus Silberstiften selbst machen, da es kaum Brauchbares fertig zu kaufen gibt bzw. nicht besonders attraktiv aussieht.
Wenn längere Zeit Schmuck eingesetzt war, ist mein 5mm-Löchlein natürlich "offen". Bei seitlicher Ansicht scheint deutlich das Licht durch. Das Löchlein kann man aber zu einem Schlitz zusammendrücken, und spätestens ab 1-2 Tagen ist nichts mehr davon zu sehen. Außer bei sehr hellem Seitenlicht. Dagegen sind meine beiden 6mm Ohrlöchlein nur nooch mit Tricks zu einem Schlitz zu "schließen", so dass sie optisch nicht mehr so auffällig sind.
Hautschäden etc. gibts beim Septum natürlich genausowenig oder viel wie bei allen anderen Piercings. Beim Septum eher weniger, als z.B. beim Nasenflügel. Vorausgesetzt, man kümmert sich stets um Sauberkeit. Desinfizieren, alkoholische Wässerchen etc. ist entgegen der ständigen entspr. Hinweise von Piercern und Tutorials nicht erforderlich. Eher nachteilig, erst recht bei einer so winzigen Verletzung wie ein Piercing: Kann Entzündungen und Haut-Irritationen erst richtig provozieren! Normalerweise genügt die körpereigene Abwehr, oder Benetzung mit etwas Kamillentee (aber nicht das alkoholische Kamillosan, zumindest nicht pur).
Wichtig ist nur, dass der Schmuck aus hautverträgliche Metalllegierungen besteht. "Chirurgenstahl", Kunststoff, Silber und Gold in hoher Legierungs-Reinheit sind am verträglichsten. Bei Problemen, unerträglichen Schwellungen einfach den Schmuck wenigstens einige Tage lang rausnehmen, oder anderen verträglicheren Schmuck einsetzen. Danach kann das Wiedereinsetzen jedoch eine ziemliche Popelei werden. Deshalb sind Piercings, die von anfang an mit einer etwas dickeren Nadel gestochen wurden (ca. 2mm), auf Dauer vorteilhafter. Auch wenn das Durchstechen je nach Technik erstmal etwas unangenehmer sein kann. Aber wie heißts so schön: >>Wer schön sein will, muss leiden!

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