Wie kann ich richtig Schreiben lernen - hat jemand Erfahrungen?

Wir haben seit drei Jahren einen Hund. Wir haben uns damit einen langjährigen Wunsch erfüllt und außerdem fällt es uns einfacher, lange Spaziergänge in der Natur zu unternehmen. :) Wir wollen es nicht so weit bringen, dass wir wie andere ständig Reels und Fotos in den sozialen Medien platzieren. Für die Reels haben wir auch nicht das notwendige Talent. Aber wir schreiben regelmäßige unsere Erlebnisse nieder. Es wäre schön, dass alles auch auf einem Blog zu teilen, aber meines Erachtens ist der Schreibstil nicht gut genug. Daher würde mich interessieren, ob es Kurse für Hobbyautoren gibt. Das können sowohl online Kurse als auch Workshops vor Ort sein. Vielen Dank vorab für Eure Hilfe!

Antworten (14)

@Marty-Bauer Literaturcafé meine ich jetzt als Veranstaltung und nicht als physischen Ort. Wo dann das Treffen ist, spielt keine Rolle. Kann wirklich in einem Lokal sein, kann aber auch wo sein, wo es keine Speisen und Getränke gibt. Für mich ist ein Literaturcafé etwas wie ein Buchclub. Bei dem kann man sich ja auch irgendwo treffen. Von mir aus können wir es auch Literaturtreff nennen. Würde da auch mehrere Arten von Gruppe/Treffen dazuzählen. Aber in Grunde sollte es klar sein worum es dabei geht. Einfach ein Ort an dem man sich mit anderen Menschen zum Thema Literatur austauschen kann.

@NadineFruehling Hast du schon versuch zu veröffentlichen oder schreibst du eher nur für dich?
Ich denke da hat man mehrere Möglichkeiten wenn es darum geht Übungen zu machen um weiter zu lernen und besser zu werden.

Ich hänge mich hier mal an. Ich schreibe selbst Geschichten. Ich will aber noch besser werden und habe daher schon überlegt, mal einen Kurs zu machen oder sowas. Daher lese ich hier mal mit.

Es kann schon sein, dass man im einen oder anderen Literaturcafé eine Mitgliedsgebühr auf den Tisch legen muss. Ich meinte aber die Preise in den Lokalen. Unseres Wissens handelt es sich zumindest bei uns in der Stadt nicht um reine Literaturcafés, sondern auch um normale Lokale. Dann glaube ich nicht ganz daran, aber es kann schon sein, dass es Sonderangebote gibt. Aber von den Speisekarten habe ich in Erinnerung, dass die Preise ziemlich stolz waren. Bezüglich der Kontakte mit Verlegern meinte ich es genauso. Es wäre auch traurig, wenn man sich in einem Literaturcafé trifft und dann nicht ebenso zu solchen Angelegenheiten Erfahrungen austauscht.

Ok super, freut mich.
Was für Preise? Muss man da Mitgliedsgebühr zahlen oder wieso sollte man bei einem Literaturcafé etwas bezahlen?
Also ich glaube nicht, dass dort dann Leute von Verlagen auftauchen. Eher so, dass dir dann andere, die in der selben Situation wären, etwas vorschlagen. Da kannst du hingehen, dort schrieb mal hin, der Literaturagent ist gut,... Das kann ich mir schon vorstellen. Aber quasi als Scout wird dort kein Verlag jemanden hinschicken.
War jetzt auch so mein Gedanke dabei, man erhält direkten Kontakt zu anderen Menschen, die in der selben Lage sind oder waren. Von deren Erfahrungen kann man profitieren. Das sind aus meiner Sicht dann auch die Personen, die sich wirklich auskennen.

Vielen Dank für Deine weitere Rückmeldung und sorry, dass ich erst jetzt darauf zurückkomme. Wie auch immer… Ich befürchte ebenfalls, dass konstruktive Kritik selten ist. Leider hatten wir in den vergangenen Wochen keine Zeit. Wir denken aber immer mehr, dass der Austausch mit Gleichgesinnten wäre. Sobald wir dazu kommen, werden wir uns in einem Literatur Café umsehen. Wir haben mittlerweile einige Adressen gefunden. Weitgehend mit stolzen Preisen. Aber einige Lokale befinden sich in der Nähe unserer früheren Universität. Auch deswegen möchten wir es so angehen. Auf jeden Fall sind wir schon auf die neuen Bekanntschaften und hoffentlich ehrlichen Meinungen gespannt. Bei den Verlagen werden wir uns ebenfalls umhören und uns einlesen. Kann es sogar sein, dass wir in den Literatur Cafés zu Kontakten zu Verlegern kommen? Wenn andere Neuautoren auf dieselbe Idee kommen, sollte auch dazu ein Austausch möglich sein. 

Die Kritik geht aus meiner Sicht weit über Motivation hinaus. Ich habe da immer den Eindruck man will nicht, dass mehr Menschen das gleiche machen weil dann die eigenen Handlungen weniger Wert besitzen. Also so in die Richtung: Ich habe es geschafft und schau dich mal an wie schlecht du bist = ich bin viel besser und das kann nicht jeder. Wirklich konstruktive Kritik ist selten. Kann es aber sicher auch in dem ein oder anderen Fall geben.
Ich war noch nie in einem Literaturcafe, denke mir aber, da fällt Kritik konstruktiver aus weil man eben da von Angesicht zu Angesicht steht und miteinander spricht. Da haut sicherlich keiner nur so drauf.

In erster Linie mal mit anderen Menschen in Kontakt treten, die dasselbe Hobby oder dieselbe Leidenschaft haben. Die können einem sicherlich einige Tipps geben und über ihre Erfahrungen sprechen. Das hilft dann sicher und man sieht, anderen Menschen geht es auch so.
Aber ja, sicherlich kann man auch bei dem ein oder anderen Verlag nach Infos suchen. Entweder direkt mal anschrieben oder vielleicht haben auch mehrere Verlage einen Blog oder geben sonst Tipps auf ihren Homepages.

Ich könnte mir ebenfalls vorstellen, dass es ihnen zusätzlich darum, andere Menschen zu demotivieren, geht. Das gelingt in einem Forum, in dem sich die Nutzer hinter anonymen Benutzernamen verstecken einfacher. Verhalten sie sich in einem Buchclub, Literatur Café auf derselben Art und Weise, müssten sie dazu stehen. Schließlich können sie sich in der realen Welt nicht verstecken.

Gleichzeitig denke ich mir, dass dieses Verhalten auch gewisse Unsicherheiten birgt. Wären sie sich ihrer Autorenqualitäten sicher, hätten sie keine Gründe für dieses Verhalten.

Was meinst Du bezüglich der persönlichen Kontakte? Meinst Du jene mit Verlagen? Die lassen sich sicher nicht so leicht knüpfen, oder?

Ja genau das meine ich. In den Foren wird man schnell einfach so runtergemacht. Kommt mir auch so vor, viele glauben da sie wären etwas besseres und der Hintergrund des Autors ist denen vollkommen egal. Meiner Meinung wollen die einfach nur so viele Menschen wie möglich demotivieren, dann bleibt mehr für sie über und die Gruppe der Autoren wird kleiner. Heißt dann, sie sind viel spezieller als andere. Aus meiner Sicht haben diese Leute deshalb auch ein Problem mit allen anderen Veröffentlichungsmethoden. Weil durch den Selbstverlag oder Dienstleister es einfach immer mehr Menschen ermöglicht wird ihre Geschichten zu veröffentlichen. Das sehen sie natürlich nicht gerne.
Ich denke in einem persönlichen Kontakt wird man am meisten rausholen können für sich. Da kann man auch die Beweggründe erörtern und genau schildern was man eigentlich erreichen möchte.
Ich habe davon auch nur gelesen, könnte sogar in einem Forum gewesen sein. Wusste aber nicht ob es das Angebot immer noch gibt. Habe dann extra nachgeschaut und es erst eingebracht als ich wusste, diese Schreibwerkstätten gibt es noch.
Ich würde mal in einem Literaturcafetreffen fragen was das bringt bzw. welche Übungen man auch so zu Hause machen kann. Dort wird es sicherlich Personen geben, die sowas in die Richtung schon einmal gemacht haben.

Vielen Dank für die weiteren Erläuterungen! Die Literaturforen haben wir uns inzwischen zumindest einmal teilweise angesehen. Wir haben dort noch nichts geschrieben, uns aber einmal registriert und die Diskussionen gelesen. Dabei sind uns zum Teil konstruktive Kritiken aufgefallen, aber über alle Foren hinweg sind uns teilweise manche Nutzer schon überheblich vorgekommen. Grundsätzlich können wir zum Beispiel in unserem Arbeitsumfeld gut mit Kritik leben, aber da gibt es schon Grenzen. Das schließt aber keineswegs aus, dass wir dort Inhalte veröffentlichen werden. Außerdem werden wir uns am Wochenende Zeit nehmen und versuchen, eine sinnvolle Liste mit anderen Schreib- und Erzählstilen zusammenzustellen. Literaturcafés haben wir inzwischen genug gefunden. Wir werden einige besuchen und ausprobieren, ob das etwas für uns ist. Zusätzlich werden wir nach Blogartikeln suchen. Aber hast Du Erfahrungen mit diesen Onlinekursen? Gibt es dort auch Rückmeldungen, die idealerweise auch von weniger überheblichen Leuten kommen?

Es soll jetzt nicht zur Arbeit werden, einfach mal nach Lust und Laune auch andere Autoren lesen, nicht auf krampf. Aber so einfach mal einen neuen Stil sehen oder etwas andere Schreib-/Erzählstile. Denke das weitet einfach den Horizont, auch wenn man dann selbst nicht in diesem Stil schrieben möchte.
In Literaturforen herrscht ein anderer Ton. Aus meiner Sicht wird da alles schlecht gemacht und die Menschen dort freuen sich einfach, dass sie schon mal ein Buch veröffentlicht haben und lassen das die anderen auch spüren. Also da wird viel Kritik kommen. Sollte man sich nicht zu Herzen nehmen, aber halt doch ernst nehmen in dem ein oder anderen Fall. Wenn ein Kritikpunkt nur einmal kommt, kann man das vergessen, wenn es öfter vorkommt, dann sollte man sich das genauer ansehen.
Die Kurse gibt es glaube ich auch online. Schau dich mal beim Novum Verlag nach Infos um (dort findest du auch einige Blogartikel. U.a. zu Schreibblockaden, die sind auch sehr hilfreich). Ein Literaturcafé ist einfach ein Treffpunkt für Literaturfans. Wohl ähnlich einem Buchclub. Ob das dann mehr in Richtung lesen oder Schrieben geht, wird wohl unterschiedlich sein. Wenn es das bei euch gibt, geh hin und tausch dich vor Ort mit anderen aus. Da bekommst du sicher auch gute Tipps.

Ich kann Deine Überlegungen natürlich nachvollziehen! Aber das ist auch eine Zeitfrage... Wir lesen bereits Bücher von verschiedenen Autoren und aus verschiedenen Genres, aber für solche Vergleiche müssten wir das wahrscheinlich noch intensiver angehen. Aber ja, wir werden versuchen, uns einmal stärker mit den jüngeren Autoren zu beschäftigen und uns mehr Zeit dafür zu nehmen. In den Literaturforen waren wir zugegebenermaßen bisher nicht, aber das werden wir uns einmal am Wochenende anschauen. Wenn uns etwas zusagt und wir für uns passende Bereiche finden, können wir das gerne ausprobieren. Schreibwerkstätten und Workshops gibt es auch online, oder? Der Begriff Literaturcafé ist uns schon geläufiger und ich glaube, es gibt mindestens eines in unserer Stadt. Kannst Du uns auch einen Tipp zu den Blockaden geben?

Wenn man immer wiederdieselben Autoren oder Genres liest, ist das dann nicht so hilfreich. Also ruhig mal neue Autoren lesen. Diverse erfahrene Autoren mit jungen aufstrebenden Autoren vergleichen. Da sieht man dann auch viele Unterschiede. Man muss sich auch wirklich auf das Geschriebene konzentrieren und darf mit seinen Gedanken nicht in die Geschichten eintauchen. Dann merkt man vom Schreibstil nicht mehr so viel - zumindest geht es mir so.
Ja natürlich. Nur wenn man da noch am Anfang steht, kann man auch viel mit Übungen zu Hause lernen. Sicher fehlt einem da das Feedback aber es dient ja mal nur zur Übung. Feedback würde man dann eventuell bei Literaturforen bekommen. Dort kann man dann seine Geschichten posten und "bewerten" lassen.
Wenn du Feedback möchtest könntest du auch Unterricht bei Autoren nehmen, Schreibwerkstätten/Workshops oder ähnliches besuchen (z.B. von Novum Verlag gibt es sowas) oder eben wirklich Kurse besuchen. Da hat man dann Hausübungen etc. und das wird auch bewertet.
Buchclub war jetzt nur meine Überlegung und ich hab es mal so genannt. Eigentlich wäre das ja etwas wenn man Bucher liest und sich dann mit anderen darüber austauscht. Denke sowas könnte es auch beim Schrieben geben. Vielleicht heißt es da anders (Literaturcafé,...?).
Am Stil kann man sicher arbeiten und dafür gibt es Übungen, auch für Schreibblockaden gibt es diverse Maßnahmen.

Vielen Dank für Deinen Beitrag! Du liegst richtig, wir lesen sehr viel. Dementsprechend wissen wir auch, wie man schreiben sollte. Allerdings ist das offensichtlich leichter gesagt als getan. Natürlich macht die Übung den Meister und es gilt eigene Schreibstile zu entwickeln. Aber wenn wir uns das selbst versuchen beizubringen, gibt es kein Feedback von Fachpersonen. Bei den Weiterbildungsinstituten könnten wir uns tatsächlich einmal zu den Kursen informieren. Weißt Du, wie das Ganze im Buchclub abläuft? Und wie viel Zeit wir darin investieren müssten? Es geht uns in erster Linie darum, den bestmöglichen Stil zu finden und unsere Gedanken sowie Ratschläge prägnant und klar zu formulieren. Dazu kommt, dass wir viel zu häufig mit Schreibblockaden kämpfen.

Wenn man Interesse am Schrieben hat, nehme ich mal stark an, man hat generell Interesse an Literatur und liest auch viel. Daher sollte man ja schon ein wenig wissen, wie man schreibt. Natürlich braucht es auch viel Übung. Denke niemand wird sich hinsetzen und sofort wie ein erfahrener Autor schrieben. Man muss sich da auch weiterentwickelt. Das sieht man ja auch bei vielen Blogs oder gar Büchern. Auch in den sozialen Medien und Youtube kann man ja Weiterentwicklungen sehen. Bei den sozialen Medien glaube ich nicht, dass sich da viele in einen Kurs setzen. Eventuell noch wenn es um das Schneiden ihrer Videos geht. Alles andere bringt man sich da selbst bei.
Da würde ich schon sagen, dass es beim Schreiben gleich ist. Da wird es schon auch den ein oder anderen Kurs geben. Bei Weiterbildungsinstituten wird es sicherlich den ein oder anderen Kurs in diese Richtung geben. Kann mir auch vorstellen, dass es etwas in Richtung Buchclub auch für das Schreiben und Autoren gibt.
Ansonsten heißt es halt viel lesen und immer brav üben. ES wird ja auch dauern bist du da die ersten Follower anlockst und an dich bindest. Bis dahin musst du ja mal einige Beiträge verfasst haben.
Woran glaubst du scheiterst du? Was willst du verbessern?

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