Diagnose Magenkrebs

Hallo,
ich bin 23 und zur zeit in einer Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin. Ich schreibe eine Jahresarbeit über das Thema Magenkrebs. Ich habe schon viele Hilfreiche Informationen gesammelt, aber was mir viel wichtiger ist, wie fühlt man sich als Pat. wenn man eine solche Diagnose übermittelt bekommt, und wie ändert sich das Leben damit?
Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Situationen beschreiben.
Danke und liebe Grüße

Antworten (3)
Leben fast ohne Magen

Ich bin 65 Jahre und wurde vor 30 Jahren wegen eines bösartigen Tumors am Magen operiert, von dem mir im glücklicherweise frühesten Anfangsstadium
"nur vier Fünftel" großteilig entfernt wurden. Ich litt bis dahin mehrfach an
einem Magengeschwür, weswegen ich auf Grund der medikamentösen Heilungschancen nicht sofort operiert werden sollte, bis aus dem gutartigen Geschwür ein bösartiger Tumor wurde. Diese erste und einzige Operation meines Lebens wurde für für mich von einem Horror zur Erlösung des Kampfes über der den Sieg des Krebses. Mein guter Rat zur Vermeidung zur Vermeidung von Magenkrebs ist bei Magengeschwüren deren operative
Entfernung von zwei Dritteln des Magens, bevor es dazu kommen kann, Magenkrebs zu bekommen.
Eure Effi

Magengeschwür-OP

Ich bin 43 Jahre und wurde vor zwölf Jahren wegen eines Magengeschwürs operiert, das zuvor mehrfach aufgetreten war und auf Grund älterer Geschwürnarben operativ entfernt wurde, bei einer Entfernung von zwei
Drittel meines Magens.An die tagsüber veränderte Einteilung der täglichen
Mahlzeiten bdingt durch meinen wesentlich kleineren Mages gwöhnte ich mich bald bestens. Dennoch: Seither unterliege ich einem etwas erhöhten Risiko, nach Jahrzehnten (dieser bisher einzigen Operation) an Magenkrebs an dem Bereich erkranken zu können, wo der Restmagen neu an den Dünndarm im Billroth-I-Verfahren verbunden wurde und wofür nach über einem Jahrzehnt der Operation regelmäßige Kontrollen der Krebsvorsorge Untersuchungen am Restmagen ratsam sind, an der ich erstmals kürzlich teilnahm - bezüglich einer durchgeführten Magenspiegelung (des typischen Schlauchschluckens) zwecks Einführen eines dünnen Schlauches mit Kamera durch die Speiseröhre in den verkleinerten Restmagen: Befund negativ. Zum Glück,
eure Sibylle

Nach Geschwür kam Krebs

Ich bin 31 Jahre alt und litt mehrmals an einem Geschwür im Magen, das sich darin zuletzt zu einer Krebsentstehung entwickelte und wodurch mir (der Krebs befand sich noch im frühesten Anfangsstadium) dennoch fast der ganze Magen bis auf einen winzigen Rest entfernt wurde. Momentan verspüre ich immer noch eine Leere im Oberbauch, der winzige Magenrest ist nach weinigen Happen Essen total voll und eine eher hässliche Narbe verziert dadurch meinen Oberbauch. Doch ich will ehrlich sein: Ich wollte mein Magengeschwür endlich operativ entfernt haben, den Magen zu zwei Dritteln und nicht zu vier Fünfteln zuletzt. Im guten Glauben, dass es weiterhin nur ein Magengeschwür sei, konnte ich den Operationstermin kaum noch abwarten. Der Schrecken kam erst danach: Bis anch fünf Jahren der Operation muss ich mich sechsmonatigen Kontrollen der Krebsnachsorge unterziehen und gelt dann als dauerhaft geheilt, wenn kein erneutes Krebsgeschehen mehr erfolgte. Ob ich fast ohne Magen ein hohes Alter erreichen werde, weiß ich kaum zu vermuten. Und dennoch: Wegen der Operation war unbeängstigt darüber, doch mit dem fast nicht mehr vorhandenen Magen und dem Anblick meines lang zugenähten Oberbauches muss ich weiterleben, wie lange auch. Das entfernte Magengewebe bedurfte einer labormäßigen Weiteruntersuchung für Studenzwecke. Es war der krebskranke Magen einer 31-Jährigen, wie es zuletzt hieß. Liebe Ausbildende in der Medizin zum Thema Magenkrebs, lerne aus Erfahrungen mit Patienten, die wegen Magenleiden operiert wurden. Gruß Imke

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