Entspannungsverfahren bei Brustkrebs

[b]Atemtherapie, Gesundheitstraining und Autogenes Training für Patientinnen mit Brustkrebs in Berlin[/b]
Dieses Projekt wird speziell Patientinnen mit Brustkrebs angeboten, die infolge der Erkrankung unter Erschöpfung, depressiver Stimmung und/oder Angst leiden.
Es werden die Effekte von Atemtherapie, Autogenem Training oder Gesundheitstraining auf die genannten Beschwerden verglichen.
[b]Brustkrebs:[/b]Die Diagnose Brustkrebs ist ein einschneidendes Erlebnis und die Folgen der Erkrankung und ihrer Therapien sind teilweise sehr belastend. Viele Patientinnen leiden unter einem Erschöpfungszustand, auch Fatigue genannt, der mit Motivationsmangel, Depression und Schwäche einhergehen kann. Maßnahmen wie Atemtherapie und Gesundheitstraining sowie Entspannungsverfahren wie Autogenes Training können helfen, die psychische Belastung durch die Erkrankung besser zu bewältigen.
[b]Therapien[/b]:
In der [b]Atemtherapie [/b]wird an jedem Termin mit Atemübungen, Entspannungsübungen und Gesprächen ein bestimmtes Thema (z.B. Stressbewältigung) bearbeitet. Die Therapie erfolgt nach dem Konzept der Atemtherapie AFA® (Arbeits- und Forschungsgemeinschaft für Atempflege e.V., insbesonders mit dreijähriger Ausbildung der Therapeuten nach deren Richtlinien).
Das[b] Autogene Training [/b] ist ein übendes Verfahren zur konzentrativen Selbstentspannung. Durch Autosuggestionen (z.B. Schwere- und Wärmewahrnehmung) wird das vegetative Nervensystem ausgleichend beeinflusst. Zusätzliche Komponenten (Organübungen) vertiefen zudem die Körperwahrnehmung.
Im [b]Gesundheitstraining [/b]ist jeder Termin einem Thema gewidmet (z.B. Lebensfreude). Dies wird mit Bewegungs- und Entspannungsübungen kombiniert. Darüber hinaus finden Gruppengespräche und eine geleitete Selbstreflexion statt.
Erklärtes Ziel dieser Therapien ist die Stärkung und Unterstützung der individuellen, gesundheitsfördernden Möglichkeiten der Teilnehmerinnen.
[b]Voraussetzung für die Teilnahme:[/b]
- Patientinnen mit Brustkrebs in jedem Stadium, mit oben genannten Beschwerden
- Alter zwischen 18 und 70 Jahren
- Die konventionelle Therapie ist seit mind. 6 Wochen abgeschlossen.
[b]Studienablauf:[/b]
Gruppenzuteilung:
Für die Studie werden die teilnehmenden Patientinnen in zwei Gruppen randomisiert, d.h. zufällig in eine Sofortbehandlungsgruppe und in eine Wartegruppe eingeteilt.
In der Sofortbehandlungsgruppe wird den Patientinnen ebenfalls zufällig (‚randomisiert’) eine der drei Therapien zugeordnet, während die Patientinnen der Wartegruppe nach ca. 6 Wochen Wartezeit die Therapie selbst auswählen können.
[b]Zeitaufwand:[/b]
Die Therapien finden 5-mal zu jeweils festen Gruppenterminen à 90 Minuten einmal wöchentlich statt. Der Zeitraum beträgt 5, maximal 6 Wochen. Wir versuchen dabei, Ihren Terminwünschen entgegen zu kommen.
Messmethoden:
Die Wirkungen der Therapien werden mit verschiedenen Fragebögen ermittelt; einmal vor den Therapien und direkt danach. Nach 3 und 6 Monaten schicken wir den Teilnehmerinnen dieselben Fragebögen noch einmal per Post. Weitere Untersuchungen wie Blutentnahmen o.ä. erfolgen nicht.
[b]Der Nutzen für Sie:[/b]
Die Therapien können sich günstig auf Ihre psychische Situation auswirken, Sie können sich entspannen, und damit sowohl die allgemeine Lebensqualität verbessern als auch speziell Depressivität und Angst verringern. Die Therapien sind durch die Teilnahme an der Studie kostenfrei.
Die Gruppen werden von qualifizierten und erfahrenen Therapeuten angeleitet.
[b]Der zukünftige Nutzen für Frauen mit Brustkrebs generell:[/b]
Wir erhoffen, einen günstigen Effekt aller drei Therapien insgesamt zeigen zu können, sowie möglicherweise zusätzlich spezifische Unterschiede in den Wirkungen der drei Therapiearten. Studien dieser Art können dazu beitragen, dass solche Therapien zur Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten wissenschaftlich anerkannt und in der gesundheitspolitischen Diskussion behandelt werden. Damit könnten sie in fernerer Zukunft Routine werden, wie es die konventionellen Therapien seit langem schon sind.
Wir werden regelmäßig Informationsveranstaltungen in den Räumen von SEKIS (Berliner Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle) anbieten.
Die Termine erfahren Sie im [b]Immanuel-Krankenhaus [/b]-
[b]Abteilung für Naturheilkunde
Tel.: (030) 80505-658/ bzw. -691
Fax: (030) 80505-692
e-mail: naturheilkunde@immanuel.de[/b]
Bei diesen Informationsveranstaltungen wird Ihnen das Projekt noch einmal umfassend vorgestellt. Sie können daraufhin bei Interesse schon Ihre Teilnahme anmelden.
[b]Verantwortlich:[/b]» Hochschulambulanz der Charité für Naturheilkunde
am Campus Benjamin Franklin
Standort: Immanuel-Krankenhaus
und
Immanuel-Krankenhaus - Abteilung für Naturheilkunde
Leiter: Dr. med. Rainer Stange
Königstr. 63, 14109 Berlin-Wannsee
Tel.: (030) 80505-658/ bzw. -691
Fax: (030) 80505-692
e-mail: naturheilkunde@immanuel.de
Frau Dr. med. Annette Jänsch
Frau Dr. K. v. Steinaecker (Atem- und Körperarbeit)
Frau B. Kunz (Ernährungsberatung)
Frau A. Tietz (Gesundheitstraining)

Antworten (1)
Neue Gruppen ab Januar!

Übrigens sollen Mitte Januar neue Gruppen anfangen, für die es noch freie Plätze gibt. Interessentinnen aus Berlin und Umgebung können sich gerne noch im Dezember telefonisch oder per Mail bei uns melden!
Bis bald,
Claudia für nhk_bln

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