Kind hat Angst bei der Mutter

Hallo.

Ich brauche Hilfe. Die 9 Jahre alte Tochter von meinem Partner stand gestern bei uns vor der Haustür. Sie wohnt 30km entfernt und ist von der Schule aus, schwarz mit Bahn und Bus zu uns gefahren, da sie Angst hatte nach Hause zu gehen, da sie Angst vor der Mutter und dem Lebensgefährten hat.

Vorab, mein Partner hat kein Sorgerecht.
Wir haben das Kind auf Wunsch der Mutter heute früh zur Schule gebracht. Der Rektor redete auf meinen Mann ein, er kann nichts machen, weil er kein Sorgerecht hat.
Die kleine Maus hat Weinkrämpfe und Nervenzusammenbrüche bekommen, als sie erfahren hat das die Mutter hinzugezogen wird. Das ging knapp 2h. Es kam zu einem Gespräch mit Mutter, deren Partner und zwei Sozialpädagogen. Es wurde das Kind bearbeitet bei der Mutter zu bleiben, was sie immer wieder verneinte. Aber alle haben gesagt, das es keine Chance gibt zu Papa zu kommen und sie nach Hause muss.

Das Jugendamt wurde über den Sachverhalt von der Schule informiert u d mein Partner wurde aufgeklärt man könne der Mutter eine Familienhilfe zur Seite stellen, was gar nicht zur Debatte stand.

Das Kind beharrt weiterhin das sie schon ab heute zu Papa will.

Problematisch, wir haben vor 3 Jahren schon einmal die Hälfte des Sorgerechts beantragt, wobei die Mutter den Vater aufs übelste beschimpft und schlecht gemacht, so das er vor Gericht keine Chance hatte, obwohl 99% der Aussagen auf Lügen basieren.

Zusätzlich gibt es noch eine Ärztin von uns, die mir schon mehrmals bestätigt hat das das Kind gesundheitsgefährtet ist. Sie müsste eigentlich in psychologische Betreuung. Da wir aber kein Sorgerecht haben, kann sie nichts in Gänge leiten, da wir auch noch in verschiedenen Städten wohnen.

Folglich, wir brauchen kein Sorgerecht beantragen, da sie als Mutter wieder so agieren wird und meinen Mann wieder schlecht machen wird, so das wir wieder verlieren würden, da ja einer Mutter heute mehr geglaubt wird als dem Vater.

Was sollen wir tun? Das Kind ist psychologisch sehr angeschlagen, sie hat Angst bei der Mutter und fühlt sich alleine. Sie will zum Papa und zu ihren Geschwistern, weil sie selbst sagt das es ihr bei Papa bedeutend besser geht.

Uns sind die Hände gebunden und uns gehen so langsam die Ideen aus.

Für Antworten oder Lösungsansätze wäre ich wirklich sehr dankbar.

Antworten (1)
Operation am offenen Herzen

Hallo Luma,
gut, dass du dich sorgst um das Kind deines Partners. Allerdings ist die Situation schwer zu beurteilen. Manchmal steigern sich Kinder in den Wunsch hinein weg zu wollen, nur weil ihnen Grenzen gesetzt werden, manchmal gibt es schlimme Belastungen in der Familie für das Kind. Gut ist schonmal, dass die Schule und auch Sozialpädagogen Bescheid wissen und ein Auge auf das Mädchen haben. Du und dein Partner müsst natürlich auch aufmerksam beobachten, wie sich die Situation entwickelt. Im Prinzip hat ein Kind nicht viel gewonnen, wenn das Verhältnis zur Mutter kaputt geht, es sei denn, da liegen wirklich gravierende Probleme vor. Der Bruch mit der Mutter, ist mit das Schlimmste was einem Menschen passieren kann, von möglichen Auswirkungen auf die nächsten Generationen ganz zu schweigen. Deswegen muss genau geschaut werden, was da für Probleme im Raum stehen und wie man diese lösen kann, das Verhältnis zur Mutter verbessern kann. Helfen könnt ihr dem Kind, indem ihr signalisiert, dass eure Türe natürlich offen ist, und durch gezeigtes Interesse am Kind. Sprecht doch mit der Mutter, ob es nicht möglich wäre das Kind öfters bei euch zu haben. Unternehmt nach Möglichkeit mehr mit dem Mädchen und sucht doch eine Familienberatung der Caritas oder Diankonie auf, evtl. geht die Mutter des Kindes auch mit zu einem Beratungsgespräch. Für diese Fälle sind die Beratungsstellen da. Evtl. käme für euch auch eine Mediation in Frage. Eine ausgebildete Kraft, die für euch ein besseres Umgangsrecht mit der Mutter aushandelt. Auf der Seite "TrennungmitKind.com" könnt ihr euch mal umsehen. Dort sind auch Beratungsstellen gelistet. Ich wünsche euch, dass ihr alle gemeinsam für das Kind die beste Lösung erarbeitet. Alles Gute euch und schön, dass du dich für das Mädchen so einsetzt. (Nur bitte, wie gesagt nie vergessen, wie wichtig für ein Kind die Beziehung zur Mutter ist - auch wenn die nicht perfekt ist - deswegen: Mit der Mutter für das Kind arbeiten, so gut es eben geht.) Alles Gute euch.

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