Wie läuft die Buchführung in der Praxis ab?

Hi,

bin dabei mich selbstständig zu machen.

Buchführung soll ja durch einige guter Programm auch für Laien ordentlich machbar sein.

Ich möchte auf jedenfall die Bilanz machen, halte das für Aussagekräftiger.

Nun lese ich seit einigen Tagen fleißig Lehrbücher über Buchführung.
Soweit kapier ich das.

Wo mein Verständnis hapert, wann muss ich was machen? Also das korrekte Timing!
Brauche ich ein Kassenbuch, Bezahlungen solten auch vor Ort möglich sein? Müsste man mit Ja beantworten.
OK, doch wann trage ich da was ein? Gleich nach der Bezahlung? Oder jeden Abend, was am Tag angefallen ist?

Wann wird das Kassenbuch in die Buchhaltung übertragen?

Über einen Web-Shop werden auch gleich Rechnungen an Kunden per E-Mail verschickt.
Diese Daten liegen mir dann als CSV vor, die ich in der Buchhaltung dann einspiele. Wie weiß ich noch nicht genau,
aber das probiere ich bald.

Mein Softwarepaket wird Lexware Business plus und das Lexware Kassenbuch.

Ich habe gehört, das mache Selbstständige das meistens am Wochenende machen, allerding Flurfunk.
Keine Ahnung ob das stimmt. Und ob das rechtlich OK ist.

Nach einem Schreiben vom Finanzamt sind die Umsatzsteuer gleich abzuführen, egal ob schon bezahlt wurde oder nicht.
Dann liest man, es wird monatlich oder vierteljährlich die Umsatzsteuer ans Finanzamt überwiesen.
Was ist den nun korrekt?

Dann ist noch zu klären, wie die Belege archiviert werden müssen. Pflicht ist ja 10 Jahre.
Wie ist das bei den Rechnungen(Ausgangsrechnungen) aus dem Web-Shop? Muss ich die ausdrucken, kontieren und dann abheften?
Eingangsrechnungen werden normal erfasst, kontiert und gebucht. Allerdings täglich? Oder langt das am WE? Da erwarte ich nicht
allzuviele Eingangsrechnungen? Oder muss mir das das Finanzamt beantworten?

Wie läuft das ganze in der Praxis ab?

Gibt es da einen Praktischen Ratgeber? Ich habe bisher keinen gefunden.

Gruß
M

Antworten (6)
Moderator
...

Inwieweit diese Aufgabe an andere deligiert wird (z. B. an bfz oder VHS) oder über kreiseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaften gemacht wird, ist unterschiedlich.

In unserem Landkreis (übrigens auch in Bayern) wurde eine Landkreiseigene kommunale Gesellschaft gegründet, die neben der Wirtschaftsförderung auch die Existenzgründerberatung abdeckt. Sitz der Gesellschaft ist im Landratsamt, die Miarbeiter sind beim Landkreis angestellt.

Im Nachbarlandkreis hat der Kreis die "Existentgründeroffensive" als 100-prozentiges Kommunalunternehmen gegründet, der Betrieb wird vom bfz geführt.

@ Kermit

Tja, die frage, weshalb du das behauptest ohne es zu wissen, kann ich dir leider auch nicht beantworten. Ich kann dir aber sagen, dass du hier etwas verwechselst. Die Wirtschaftsförderung als kommunale Aufgabe ergibt sich aus der Daseinsvorsorge und umfasst die Schwerpunktziele:
Sicherung bestehender und Schaffung der Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze;
− Schaffung eines - an den Stärken der Region/Kommune ausgerichteten Wirtschaftsstruktur
- guten Wirtschaftsklimas;
− Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes;
− Sicherung und Stärkung der Finanzkraft der Kommune

Die individuelle Beratung gehört aber absolut nicht dazu, da sie teilweise auch Rechts- und Steuerberatung ist, also von den Kommunen gar nicht gemacht werden darf. Außerdem fehlen dafür sowohl das erfordelriche fachliche KnowHow, wie auch die Personalkapazitäten.

Gruß, Wolfi (Seit 5, 5 Jahren Kreisrat eines oberbayerischen Landkreises)

Moderator
@Smoker

Oh Mann! Warum sollte ich das sagen, wenn ich nicht wüsste, dass das so ist! In Bayern beispielsweise gehört das im Rahmen der Wirtschaftsförderung zu den Aufganben der Landkreise bzw. kreisfreien Städte! Inwieweit diese Aufgabe an andere deligiert wird (z. B. an bfz oder VHS) oder über kreiseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaften gemacht wird, ist unterschiedlich.

...

Existenzgründerberatung machen die IHKs und die Arbeitsagenturen und manche Berufsverbände, aber doch nicht die Landratsämter....!

Moderator
Puh...

Du fragst da ziemlich wirres Zeug. Mir scheint, du hast - ganz gleich, wie viel du gelesen hast - absolut KEINE Ahnung davon, was dazu gehört, Selbstständiger zu sein. Schon allein die Frage nach der Umsatzsteuer zeigt, dass du dich nicht richtig informiert hast. All das hier zu erklären, sprengt den Rahmen...

Erkundige dich bei deinem Landratsamt oder bei der Gemeinde nach der Existenzgründerberatung - die gibt es überall und ist (sofern ich mich nicht irre...) eine öffentliche Aufgabe. Oder einfach mal googlen: Landkreis Existenzgründung Beratung

Also erstmal beraten lassen!

Viele Grüße und viel Erfolg
Kermit
(Selbstständiger Einzelunternehmer)

Hallo M

Warum willst du dir das antun ?
Buchhaltung ist eigentlich ganz leicht - im Zuge meines Meisterlehrganges war das nur ein dreivirteljahr in Abendschule. Ich hab' zwar die Prüfung geschafft, aber begriffen habe ich vieles bis heute nicht. Dafür gibt es aber Steuerberater. Dass du aus dem Stand eine finazamtsichere doppelte Buchführung auf die Beine stellst, halte ich für äußerst sportlich.
Aber warum ?? Wenn du dich gerade eben sebständig machst, reicht eine reine Einnahmen-/Ausgabenliste völlig aus.
Ein Kassenbuch sölltest du führen, wenn Bargeld im Spiel ist - der Übertrag erfolgt täglich in die Listen.
Die Umsatzsteuer der Einnahmen wird mit der Vorsteuer der Ausgaben verrechnet - das Finanzamt schickt dir dazu Vordrucke und die Differenz erhält das Finanzamt. Sind hier anfangs die Ausgaben höher als die Einnahmen, kommt es sogar zu einer Erstattung des Differenzbetrages. Ob du diese Vorsteuererklärung jährlich, virteljährlich oder monatlich machen mußt, ist vom Umsatz deines Geschäftes abhängig.
Zu deinen Fragen wirst du beim Finanzamt wenig Antworten erhalten. Ich schätze, anfangs wirst du um einen guten Steuerberater nicht herumkommen.

Viel Erfolg
Klausi

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