Wie wichtig ist es bei einer Depression, dass die Ursache der Krankheit gefunden wird?

Ich habe eine Bekannte, die mit den Nerven am Ende und sehr depressiv ist.
Bisher ist sie bei 2 Ärzten gewesen, auch bei einem Neurologen, die ihr aber nur Tabletten verschrieben.
Ein richtiges, tiefgründiges Gespräch mit einem Psychister oder Psychotherapeuten hat noch nicht stattgefunden.
Ich bin der Meinung, dass man bei meiner Bekannten zuerst einmal den Grund für die Depression herausfinden muss.
Erst dann kann man anfangen, die Depression mit Tabletten zu bekämmpfen.
Liege ich da richtig, oder wie verhält sich das?

Antworten (4)

Wenn die Tabletten keine Besserung bringen, wird man sicher über andere Möglichkeiten der Behandlung nachdenken müssen. Unter anderem auch eine Psychotherapie.

Parallel behandeln

Ob man eine medikamentöse von einer psychotherapeutischen Behandlung unbedingt trennen muss, wage ich zu bezweifeln. Es könnte auch beides Hand in Hand gehen, wie es Psychiater machen.

Ich bin sogar der Meinung, dass zunächst alle organischen Ursachen abgeklärt sein sollten, bevor man sich auf die Suche nach psychischen Ursachen macht. Hormonelle Ungleichgewichte, zB Probleme mit der Schilddrüse, oder eben neurologische Probleme äußern sich häufig durch Depressionen. Und um gegen diese körperlichen Ursachen anzugehen, sind Tabletten oft die einzige Möglichkeit.

Wenn deine Bekannte bei einem Neurologen war, spricht das dafür, dass es organische Ursachen für ihre Depression gibt - in diesem Fall die Nerven. Dann ist es meiner Meinung nach vorerst zumindest ausreichend, wenn sie die verschriebenen Tabletten einnimmt. Es muss ja dann auch gar keine psychischen Ursachen für ihre Probleme geben. Die könnten tatsächlich organisch bedingt sein und müssten dementsprechend auch auf dieser Ebene geheilt werden.

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