Zeitarbeitsfirma Intern

Hallo Liebe Foren-User,

habe heute ein Arbeitsangebot bekommen von einer Zeitarbeitsfirma intern! Als Personaldisponentin!
Man verdient nicht schlecht und so hörte sich auch alles gut an!
Muss ich mir sorgen machen oder kann ich die Stelle ruhig angehen?

Antworten (70)

Ich arbeite zeitlos.

Hallo Zusammen,
also ich kann jedem nur abraten als Disponent in der Zeitarbeit anzufangen! Ich versuche es einmal zu erklären. Es gibt sehr wenige ZA Firmen in denen du keine Nummer bist! Bringst du deine Zahlen ist alles top, läuft es mal nicht wirst du vor die Tür gesetzt. Man saugt dich aus und nutzt häufig deine guten privaten Kontakte um ein Untrnehmen als Kunde zu gewinnen. Sieht man nach einer gewissen Zeit, dass man alle Kontakte ausgeschöpft hat, kannst du auch gehen. Was mir sehr missfällt, ist das sich hier die Leute beschweren, die als Leiharbeitnehmer über eine ZA-Firma beschäftigt waren. Es gubt Tarifverträge mit Entgeltgruppen, Weihnachts- und Urlaubsgeld und ansonsten ist auch alles geregelt. Was natürlich nit sein kann, ist das man über 100 km von zu Huase arbeiten muss ohne entsprechend entlohnt, bzw. Fahrgeld und VMA bekommt. Das würde ich auch nicht machen. Was aber denm Job als Disponenten sehr schwierig ist, ist die Tatsache, das du es oft mit Leuten zu tun hast, die nirgendwo aufgrund Ihres Lebenslaufes eine Festanstellung finden werden. Hier ist Zeitarbeite das richtige Sprungbrett und die Firma ist unvoreingenommen und wenn man sich dort beweist, kann man auch eine Festanstellung finden. Was die Sache jedoch erschwert, ist das 50% dieser Leute aber auch nicht wirklich durchhalten, Fehlen hier ein Tag verschlafen, dann zu Spät, dann krank, dann ist die Oma gestorben, Kind im Krankenhaus usw. es gibt halt Leute bei denen ist jede Woche was anderes und für ein Unternehmen nicht tragbar. Deshalb landen diese Leute immer bei einer ZA und bleiben meist nie länger als 2 Monate dort, weil sich die Einstellung nicht ändert. Es ist nicht immer einfach, aber man muss sich als Leiharbeitnehmer nicht alles gefallen lassen. Es tut mir leid aber wenn mir jemand sagen würde, dein nächster Einsatz ist 150 km weit weg und ich soll das für 9, 79 € machen und bekomme dafür kein Fahrgeld, dem würde ich freundlich darauf hinweisen, das man den Einsatz gerne annimmt aber ohne Fahrgeld und VMA das nicht möglich ist. Diese würde ich mir erst schriftlich bestätigen lassen bevor ich diesen Einsatz annehmen würde. Es gibt viele schwarze Schafe bei ZA-Unternehmen, wie auch bei den Leiharbeitnehmern. Es wird keiner gezwungen den Job anzunehmen aber wenn jemand gut ist findet der auch anderswo einen Job. Für manche ist es einfach, ohne sich großartig zu bewerben über die Zeitarbeit einen neuen Job zu bekommen. Generell sehe ich Zeitarbeit als Sprungbrett ins normale Berufsleben für Leute mit Handicap. Generell möchte ich auch noch einmal das Thema Zeitkonto aufgreifen. Es ist ein leidiges Thema und nicht jeder Überstunde sollte ins Zeitkonto gehen! Trotzdem geht es ohne Zeitkonto nicht weder bei ZA Firma noch in der freien Marktwirtschaft. Es dient in beiden Bereichen als Sicherung des Arbeitsplatzes. Viele große Unternehmen, bedienen sich am Zeitkonto, das es in der heutigen Zeit einfach mal sehr schnell gehen kann, dass die Aufträge nicht lückenlos nacheinander kommen und mann vielleicht 1-2 Wochen nicht zu tun hat und dank des Zeitkontos zu Hause bleiben kann und nicht extra Kurzabreit angemeldet wird. Ja es ist auch richtig, das Zeiten an denen keine Aufträge vorliegen, der Mitarbeiter diese Tage bezahlt bekommen muss und nicht vom Zeitkonto genommen werden darf. Generell gibt es aber keine Zeit ohne Aufträge. Wenn ich aber einen Machinenbediener sagen würde ich habe die Möglichkeit dich für aufräumarbeiten einzusetzen, wollen alle lieber Stunden vom Zeitkonto nehmen, als sich die Hände dreckig zu machen. Zum schluss wird es immer jemanden geben der schlechte Erfahrungen mach und gute. Das Problem ist, das wenn man zufrieden ist damit nicht an die Öffentlichkeit geht. Alle negativen Sachen brüllt man dann einfach raus. Dann gibt es die Leute die sich eh immer ungerecht behandelt fühlen und sich nicht ein einziges mal selber hinterfragen ob man nicht vielleicht was falsch gemacht hat. Ich sage immer nur behandel den Menschen gegenüber wie du acuh behandelt werden möchtest.

Na Anna? So kleinlaut nach der Backpfeife?! Hoffentlich hats gut geklatscht. Spätestens wenn das System am Ende ist wirst du dich an uns erinnern ;) gegen Naturgesetze kommst du mit deinen Fadenscheinigen Argumenten nämlich nicht an ;) Karma holt jeden, viel Spaß dabei

Ich kann dir da nur raten, dir die Sache einfach mal anzuschauen, gibt da so und so Firmen. Zeitarbeit ist nicht immer gleich schlecht. Ich kenne viele die Relativ gut mit Zeitarbeit verdienen.

Nachtritt

@Disponent aus Leidenschaft
Um meinen verstorbenen Vater einmal hervor zu heben; dieser war auch Disponent aus Leidenschaft, jedoch in einer Spedition, ...und der hat nicht so rumgejammert und andere Menschen auf ein Minimum reduziert, ...stattdessen hat er in 4 Sprachen mit anderen Disponenten, Produzenten und Vertrieben quer durch Europa telefoniert, nebenbei noch Ladungen geplant, Zollabwicklungen erledigt und den Betriebserhalt des Fuhrparks gemanagt, es gab Zeiten, da hat er all das vom LKW aus gemacht, wenn es mal ganz eng wurde...."Logistik ist die Verkomplizierung der Logik, das musst du begreifen mein Sohn", damals war ich 11 und habe etliche Ferien in Frankreich im LKW oder bei meinem Vater im Büro verbracht oder eben mit dem Hubwagen LKWs be- und entladen...und dann kommen solche studierten Klugscheißer daher und blähen sich auf, ...die Realität lernt man nur in der working-class kennen oder durch die working-class, ....eines schönen Tages, werden Menschen in Anzügen mit Knüppeln über Straßen getrieben, das ist der Tag, an dem die Realität euch einholt!

Ethik

U.a. @Disponent aus Leidenschaft & Anna
Meiner Meinung nach ist die Debatte um Ungelernte und Fachkräfte einfach nur beschämend, vor allem wenn sich "hart" arbeitende Individuen aufpumpen und meinen, dass ein Stundenlohn von 10€ für ungelernte absurd und gar unverschämt sei. Zum Glück weiß ich aus frühester Jugend was wirklich harte Arbeit ist...und die wird auch entsprechend entlohnt, z.B. auf dem Bau und im Hafen, auch als Ungelernter...nur weil man keine oder wenig Qualifikation nachweisen kann, ist man nicht unbedingt weniger wert, außer man lässt es sich einreden. Leih-, Zeitarbeits-, oder Personalleasingfirmen könnten einen entscheidenden Teil an dem Wachstum in ganz Europa haben, wenn sie denn wollten...VMA u. Reisekosten zahlen, was das netto schon gut aufbessern würde, was wiederum wirkliche Wirtschaftskraft bringen würde, aber von den paar Kröten an Steuern und Rente, die man als Zeitarbeitnehmer zahlt kann nichts wachsen, außer die Gewinne der entsprechenden Firmen.
Das Problem unserer gebildeten Elite ist, dass sie den Blick für die Wirklichkeit verloren hat oder aber keine Ahnung von Ethik hat, nach der Gehirnwäsche, was manch eine/e Ausbildung u./o. Studium nennt...in Frankreich gab es bereits vor gut 15 Jahren einen GESETZLICHEN MINDESTLOHN bei Zeitarbeitsfirmen von 1400 € netto, auch für ungelernte, ...einfach weil man von dem LEBEN können muss, was man sich erarbeitet. Und wer 160 Std., +Fahrzeit von der Familie entfernt arbeitet hat ein GOTT verdammtes Recht auf eine anständige Bezahlung, so dass auch alle 2 Jahre mal ein kleiner Ostsee-Urlaub möglich ist. Stattdessen kratzt man am Existenzminimum, und/oder beantragt zus. Hartz4-/-aufstockende Leistungen...erbärmliche Figuren, die andere aufgrund ihrer Bildung/Qualifikation gering schätzen und gering bezahlen, ...verdienen ihr Geld auch zus. mit Investitionen in Aktien von Puma, Adidas, Nike, Energiekonzernen, Waffenherstellern und anderen "Institutionen" wie der BRD, wo durch die Ausbeutung anderer Menschen dick Kasse gemacht wird...und wer sich rühmt mit 12 Stunden hinterm Schreibtisch pimmeln, wovon lediglich 6, 5 Stunden mal der Schädel benutzt wird, ist noch nie wochenlang 16-Stunden täglich Stapler gefahren, war monatelang mehr als 10-Stunden täglich auf Bau, damit die Maurer fleißig Quadratmeter machen, hat täglich 30to-Pistazien-Säcke mit den eigenen Händen in Container geladen, ...es gibt einfach Räder in Getrieben, die sind so klein und scheinen so unbedeutend, doch ohne diese Räder würde nichts laufen, weil sie die Großen antreiben...in diesem Sinne, think about, Maul halten und endlich sozial handeln! PEACE mit Hauptschul(e) ;)Abschluss

Ich bin geschockt

Es ist ja mal wieder Typisch, dass die Versager/innen der Nation hier die Klappe aufreisen. Warum so agressiev? Weil wohl niemand hier weis was der Job intern in der Personaldienstleistung bedeutet. Du hast Verantwortung für mehr wie 50 Mitarbeiter/innen und deren Familien! Umsatzbringer? Natürlich, wo ist es denn anders außer im Kindergarten. Und selbst da, musst du Kinder reinholen. Aber woher sollt Ihr Spaken auch wissen was der Job einer Leiter/in im Kindergarten ist. Ich weis es, weil ich mit Führungskräften spreche und verhandle. Wir haben nun 2017 und ich habe genug Facharbeiter die das gleich Netto haben wie ich!! Was erwartet die Hiwis hier? Kein Schulabschluss, keine Ausbildung aber 10€ die Stunde wollen. Ich liebe das. Geht doch mal zu Liedel ins Lager. Oder frag doch mal eine beim Friseur nach! Ich höre jetzt auf. Ich würde gerne ein Buch schreiben doch die meisten hier können es sowiso nicht verstehen. Und die Dame die hier fragt, ob Sie einen job in der Personaldienstleistung annehmen soll ist entweder gerade aus dem Studium oder dumm!! Hier kannst du nicht soetwas fragen. In der Welt gibt es leider viel zu viele die harte Arbeit udn Erfolg bei anderen nicht anerkennen. So, danke für nichts und ich hoffe, dass alle die hier die Personaldienstleistung verteufelt haben das Ihr niemals so einen guten Diesponenten wie mich bekommt, der rund um die Uhr für seine Leute da ist und einen 12 Stunden Tag hat. Euch wünsche ich einen Provisionsgeier der euch für alles Abmahnt und euch eine Vertragsstrafe reindrückt. Ich habe fertig!!

Interessanter Threat

Und der lebt schon seit quasi sechs Jahren.

Leider liest man durchgehend nichts mehr von Anegreth. Ob sie den Job wohl angenommen hat?

Ich selbst war auch mal Disponent. Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei. Man hat einen miesen Job, ist nunmal der Böse. Eine Zeit lang redet man sich das schön, so wie die Neueinsteigerin Anna hier, irgendwann wacht man aber auf und schmeißt den Mist hin.... oder wird zum Zyniker.

Ich hatte es ziemlich schwer danach wieder einen normalen Job zu finden. Der Beruf ist einfach zu Missachtet, selbst bei Personalentscheidern.
Was daran liegt dass man keine besondere Qualifikation dafür braucht, weshalb auch kein Personaldisponent wirklich Ahnung hat. Allein schon was "ein PDK" hier so von sich gibt... Wahnsinn.
Wie auch immer, ich bin trotz alle Hürden froh, dass ich den Job als Dispo geschmissen habe und kann nur jedem empfehlen, niemals bei einer Zeitarbeitsfirma anzufangen. Egal auf welcher Seite des Schreibtisches.

Es eht auch anders

Also in erster Linie muss ich mal eine Lanze brechen für alle die Extern in einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt sind Hut ab davor sich schnell in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten.
Als Niederlassungsleiter eines solches Unternehmens kämpfe ich schon seit 15 Jahren gegen die schwarzen Schafe der Branche.. Aber malehrlich gibt es die nicht überall? Und es gibt immer noch Branchen die weniger bezahlen (Bsp. Friseurhandwerk)
Es geht aber auch anders.
Z Bsp. verdient eine Krankenschwester mit allen Zulagen auf einer Intensivstation nach dem Tarif des öffentlichen Dienst TVÖD-K maximal 3300, 00 € Brutto und es ist egal ob Sie 2 Jahre dort beschäftigt ist oder schon 20. Mehr wird es niemals werden. Gegenbeispiel: Bei uns verdient so eine Kraft 4000, 00 € Brutto also schon mal 700, 00 € mehr...dazu kommen alle gesetzlichen Zuschläge + Überstundenzuschläge + Fahrgeld oder Jobticket (gut das wird von manchen Kliniken auch angeboten) aber wir bieten den Mitarbeitern auch noch einen Firmenwagen zur priv. Nutzung an gemäß der gesetzl. Reglung. also ich seht es geht auch anders..... und ich kenne viele Unternehmen aus dem Wettbewerb die auch gut zahlen... aber es gibt halt auch Unternehmen wie die bereits genannte...

Klaus Heß
Niederlassungsleitung Avanti GmbH
Frankfurt/M

...

Jeden Hinz und Kunz lassen die auch nicht an den Computer.
Das muss schon alles stimmen. Da wo es zu 100% stimmen muss, erfolgt der
Wareneingang per Scanner. Was Arbeitgeber haben möchten, müsstes Du ja am Besten wissen!

Glückwunsch. Nur dann musst Du schon einen Bachelor Abschluss in der Tasche haben, sonst kann ich mir das nicht vorstellen.

Vertrieb ist schon heftig. Wirst an Zahlen gemessen!
Kannst gutes Geld verdienen, wenn man ein guter Verkäufer ist.
Dafür muss man schon geboren sein!
Ich persönlich würde lieber im Lager arbeiten, als Leuten was aufzuschwatzen!

@Gast

Hallo du,

ich will auch nicht behaupten, dass ich mich zu 100% in dem Bereich Lager auskenne, ich kann nur weitergeben was ich jahrelang mitbekommen habe. Für Lagerleiter, Schichtführer oder Mitarbeiter die Wareneingänge buchen etc. möchten die Unternehmen Meister, Speditionskaufleute oder Betriebswirte etc. Nur die wenigsten suchen dafür Lagerfachkräfte. Jobs wie Sortieren, Ausladen, Stapler fahren etc. sollen durch Helfer erledigt werden um Kosten zu sparen. Kann auch sein, dass es in der Realität anders aussieht. Dass auch anspruchsvollere Tätigkeiten von diesen Helfern erledigt werden müssen...ich war nie dabei und hab jemandem den ganzen Tag bei der Arbeit zugesehen.

Dass sich keine Alternativen für Ex-Disponenten anbieten siehst du schon etwas falsch :) In den beiden Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, waren alle Disponenten Kaufleute oder BWLer. Somit ist es nicht schwierig in einer anderen Branche unter zu kommen. Ich arbeite heute als Assisten der Geschäftsführung eines großen IT-Unternehmens und teilweise auch in der Auftragsbearbeitung. Ich bin sehr glücklich den nervigen Vertriebsteil los zu sein.

Grüße

...

Stimmt schon.
Tendenziell sind die Gehälter für Akademiker aber auch stark gesunken.
Den Beruf als Fachkraft für Lagerlogistik als sinnlos hinzustellen.
Manch einer leitet ein Lager. Da muss man sich mit dem Material auskennen,
mit einem Warenwirtschaftssystem gut umgehen können, zusehen das immer genügend von allem da ist, wissen wo was steht. Aufgrund der Vielzahl, jeden
Artikel gibt es heute in hundert Varianten, ist das nicht ohne!

Sicherlich ist gibt es einfache Lagertätigkeiten, wie Stapler fahren, kommissionieren. Selbst das Stapler fahren wird unterschätzt. Selbst mal
morgens um 6 Uhr einen LKW beladen. Da muss man sich schon extrem
konzentrieren. Ein Witz diese Leute in Wechselschicht arbeiten zu lassen!

Aber typisch für eine Personaldisponentin, die keine Kenntnisse von den
einzelnen Beruf hat. Selber machen. Ein Geschäftsführer -gelernter
Maschinenbauingenieur- musste mal ein Werkstück mit einem anolgen Messschieber nachmessen. Eigentlich einfach. Konnte er aber nicht, der
hat sich richtig blamiert!

Es würde mich mal interessieren was man nach mehrjähriger Tätigkeit
als Personaldisponentin alternativ noch so machen kann. So viel Alternativen
bieten sich doch auch nicht mehr an oder sehe ich das falsch!

Ich kann berichten...

Ich habe viele Jahre als Disponentin gearbeitet. Der Job ist eigentlich ganz spannend, aber mir hat der Vertriebsteil nicht mehr gefallen. Wem es also nichts ausmacht am Telefon zu werben und auch im Außendienst unterwegs zu sein, der ist nicht schlecht bedient. Ich hab mich entschieden lieber was anderes zu machen.

Zu dem Rest:
Es ist sehr gut möglich in der Zeitarbeit gut zu verdienen und einen guten Job mit Übernahmechance zu finden. Als Ingenieur, Techniker, im Gesundheitswesen, in der IT usw. kann man es sich auch in der Zeitarbeit gut gehen lassen. Eher schlecht dran sind diejenigen, die keinen Beruf erlernt haben oder einen eher "sinnlosen" (Sorry für den Ausdruck) wie z.B. Fachkraft für Lagerlogistik. Für fast jede Art von Lagerarbeit (außer Führungskräfte oder Kaufleute) muss man nicht gelernt sein. Auch Handwerker haben es nicht so leicht, da viel nur für eine Saison gesucht wird. Fakt ist leider, dass ungelernte viel zu einfach ersetzbar sind. Heute muss man in der Arbeitswelt etwas bieten können, Kenntnisse und Fähigkeiten haben, die nicht jeder hat. Sonst hat man es sehr schwer....und in der Zeitarbeit ganz besonders.

Auch wenn es viele schlechte Meinungen und Erfahrungen über Zeitarbeitsfirmen gibt, kann ich mich dazu nur positiv äußern. Ich bin seit Jahren bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt und kann mir nichts besseres vorstellen. Ich werde genauso behandelt wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Es stimmt einfach alles und ich würde es an Deiner Stelle einfach mal versuchen. Viel Erfolg wünsche ich Dir.

Äpfel mit Birnen

Liebe Leute ,

hier wird ja so viel Halbwissen verbreitet, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen.
Zeitarbeit ist kein Handel mit Menschen, sondern eine Dienstleistung! Es gibt Tarifverträge, Branchenzuschlagstarife, Entsendegesetze etc..
Wer nicht für ein Zeitarbeitsunternehmen arbeiten möchte, braucht es doch nicht! Entscheidend ist doch die Wahl des richtigen Unternehmens, dann gibt es doch keine Probleme. Die seriösen Unternehmen fixieren alles schriftlich.
Unsere Mitarbeiter sind in der Regel langjährig (10 Jahre und länger) bei uns beschäftigt. Wären sie noch da, wenn sie sich als ausgebeutete Sklaven fühlten?
In jeder Branche gibt es schwarze Schafe, aber deswegen eine Branche zu stigmatisieren ist ungehörig.
Zeitarbeit bietet gerade unqualifizierten Menschen und Berufsanfängern eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich im Kundeneinsatz zu beweisen. Natürlich werden nur die guten und engagierten Mitarbeiter späten von den Kundenbetrieben übernommen. Die beschweren sich nicht, sondern diejenigen, die sich eben nicht engagieren, Leistung bringen, häufige Fehlzeiten produzieren etc..
Also auf das Geschwätz dieser Leute keine große Bedeutung beimessen.

@ Tom92

Nicht dafür.
Ich wollte deinen Onkel auch nicht angreifen, das mit dem "dumm anstellt" war nur eine Floskel, dass nur nebenbei.

Arbeitsverträge sind eigentlich immer sehr verständlich (zumindest die, die ich kenne und das sind schon ein paar, nicht nur unsere), man sollte sie halt nicht nur einmal kurz durchlesen, sondern sich Zeit nehmen und unverständliche Passagen 2 oder 3 mal lesen, dann versteht es (fast) jeder.

Zeitarbeit ist ein schwieriges und kontroverses Thema, ich denke das bei genauerem betrachten so ziemlich ALLE Jobs und Branchen in der ein oder anderen Form ihr MA´s ausnutzen. Wenn man sich mal beide Seiten ansieht, also AN und AG, dann wird man schnell feststellen, dass sehr oft der Zeitarbeit unrecht getan wird. Es gibt IMMER was zu meckern in JEDEM Job und in der Zeitarbeit sind oft nur die gering qualifizierten Arbeiter. Ein klasse Gegenbeispiel ist z.B. ein Bekannter von mir, der Arbeit bei einem sehr grossen Automobilbauer, sportlicher Natur in der Forschung und Entwicklung als Ingenieur über eine ZAF, er hat schon etliche Male das Angebot für einen unbefristet Vertrag des Automobilbauers bekommen, hat aber immer abgelehnt.
Warum brüllen jetzt bestimmt viele...
Ganz einfach, dort werden sehr viele Überstunden gemacht und nicht bezahlt, sondern per Freizeitausgleich abgegolten, nur für "Freizeit" ist keine "Zeit", also werden die Überstunden so gut wie gar nicht abgebaut. Bei der ZAF bekommt er die Überstunden ausbezahlt, weil a) das Zeitkonto schon lange voll ist und b) sich natürlich der Verleiher an den Freizeitausgleich des Entleihers halten muss.
Lange Rede kurzer Sinn, durch das ausbezahlen der Überstunden, hat er immer mehr Lohn als die Festangestellten...und das schon seit Jahren (ca. 5 wenn ich mich nicht irre).

Moderator
@ ein PDK

Danke für die ausführliche Antwort.
Mein Onkel hatte das wohl nicht an die "große Glocke" gehängt, so viel ich weiß, hatte er gesagt, er wollte sich das alles noch mal in Ruhr zu Hause durchlesen. Da wurde ihm dann wohl gesagt, dass der Arbeitsvertrag nicht den Raum verlässt, solange er ihn nicht unterschrieben hat. Ich war ja nicht dabei, daher kann ich dazu nicht mehr sagen, nur das mein Onkel danach ziemlich sauer war.

Da sollte ich mich am besten, irgendwann kurz vor Ende meines Studiums in ein paar Jahren, ein bisschen in dem Arbeitsrecht beschäftigen, man weiß ja nie, was später sein wird.

@ Tom92

Also es gibt Rechte und Pflichten, die beide Vertragspartner einhalten müssen. Ein Beispiel für Arbeitnehmer:
Wie in jedem schuldrechtlichen Vertrag ergeben sich die Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag. Nach § 611 BGB ist der Arbeitnehmer zur Leistung der versprochenen Dienste und der Arbeitgeber zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet. Hieraus wird die Arbeitspflicht und die Treuepflicht des Arbeitnehmers abgeleitet.

Wir halten es so, dass wir Menschen erst gar nicht einstellen, wenn wir wissen das sie die Arbeitsstätte nicht aus eigener Kraft oder mit ÖPNV erreichen können.

In den meisten AV bei ZAF´s findest du auch oft den Satz "das man Bundesweit eingesetzt werden kann", bevor man einen AV unterschreibt (gilt im übrigen für alle Verträge ;)), sollte man ihn durchlesen.
Dein Onkel (nicht böse sein) hat sich etwas dumm angestellt, wenn man einen Vertrag pfüfen lassen möchte, sollte man das nicht an die große Glocke hängen, immerhin kann man so ziemlich von jedem Vertrag 14 Tage lang zurück treten, bei der Arbeitnehmerüberlassung reicht ein nicht-erscheinen am ersten Arbeitstag, dann kommt der AV nicht zu stande.
Ansonsten gilt immernoch die salvatorische Klausel, die jeden Vertrag als nicht zustande gekommen erklärt, sofern irgendein Paragraph nicht Gesetzeskonform ist. Mit anderen Worten, unterschreibst du den Vertrag und irgendwas ist "nicht richtig", ist der Vertrag nichtig.

In den üblichen AV´s bei ZAF´s gibt es nicht viele Paragraphen und die, die es gibt, sind eigentlich immer verständlich, auch OHNE Anwalt mit ein bissl Menschenverstand.

Das Firmen versuchen ihre Kosten zu minimieren ist ja wohl üblich, mit anderen Worten, das machen alle, ok...die meisten Firmen.

Moderator
@ ein PDK

Also das würde dann doch bedeuten, wenn ich für ein Zeitarbeitsunternehmen tätig wäre, dann könnte die ich zu einer "Einsatzfirma" geschickt werden, die z.B. 200 km oder wie weit auch immer, entfernt wäre und ich würde dafür keine Spritkosten/Kilometergeld bekommen, da es meine Pflicht wäre dort zu arbeiten??? Wenn ich keine Auto hätte und ich zu einer Zeit da arbeiten müsste, zu der man die Einsatzfirma nicht mit dem ÖPNV erreichen könnte, wäre ich dann auch noch verpflichtet mir eine Auto zu kaufen oder täglich mit dem Taxi zu fahren, damit ich pünktlich zur Arbeit komme?
Ich glaube kaum, das es zur Pflicht eines Zeitarbeitsnehmer gehören kann, wenn die Zeitarbeitsfirma einen durch halb Deutschland zu einer "Einsatzfirma" schickt, den größten Teil des Lohn für die Fahrt zur Arbeit ausgeben zu müssen.
Aber ich habe ja schon oft im TV gesehen/gehört, das solche Zeitarbeitsfirmen versuchen, alle möglichen Kosten auf ihre Zeitarbeiter abzuwälzen, egal ob das erlaubt ist oder nicht und mit irgendwelchen Paragraphen kommen, die kaum ein normaler Arbeitnehmer, ohne Jurastudium, kennen bzw. wirklich verstehen kann.
Muss man dann zu jedem Vorstellungsgespräch oder spätestens, wenn man den Arbeitsvertrag unterschreibt, einen Anwalt mitnehmen, am besten einer, der sich gut mit dem Arbeitsrecht auskennt, damit man nicht irgend etwas im Arbeitsvertrag stehen hat, was da eigentlich nicht stehen dürfte?
Ich hatte mal von meinem Onkel gehört, das er vor der Unterschrift auf dem Zeitarbeitsvertrag diesen mit nehmen wollte und den Arbeitsvertrag einen Bekannten zeigen wollte, der sich mit dem Arbeitsrecht gut auskennt. Das wurde ihm nicht erlaubt, der Arbeitsvertrag dürfte vor der Unterschrift nicht das Unternehmen verlassen.
Da kann man dann doch wohl vermuten, das da etwas im Arbeitsvertrag stand/versteckt war, was so eigentlich nicht erlaubt war und jemanden der sich da gut mit den "Paragraphen" auskennt gleich aufgefallen wäre.

...

Um es zu verdeutlichen, die Fahrtkosten werden nur erstattet, wenn es sich um Dienstfahrten mit dem privaten PKW während der Arbeitszeit handelt. §670 BGB bezieht sich nur auf "Geschäftsbesorgungsverträge".

@ Luna

Das Aufwendungsgesetz ist mir Bekannt, das Aufwendugsgesetz bezieht sich nicht auf Fahrtkosten, sondern lediglich auf die Auwendungen die einem Auftrag durch den Arbeitgeber während der Arbeitszeit entstehen, nicht auf die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Wohnstätte. Zur Arbeit kommen ist kein Auftrag der Firma, sondern die Pflicht des AN und diese stehen in jedem Arbeitsvertrag, Stichwort: Pflichten des Arbeitnehmers.

Es ist nur ein einziger Satz, lies ihn dir mal richtig durch. ;)

Man kann nur Fahrtkosten steuerlich geltend machen, so ist es nun mal. ZAFen KÖNNEN Fahrtkosten erstatten, müssen aber NICHT.

@ PDK

Das ist nicht so ganz richtig.
Im Falle der Fahrtkosten kann ein Zeitarbeiter sich auf das Aufwendungsgesetz berufen:
http://www.buzer.de/gesetz/6597/a92424.htm

Die Entfernung von der Zeritarbeitsfirma bis zum Entleihbetrieb sind zu erstatten.

@ Gast

Es gibt keine gesetzliche Regelung die besagt, dass ZAF Fahrtkosten zahlen MÜSSEN. Es liegt in unserem Ermessen ob wir sowas zahlen oder nicht, falls gezahlt wird, dann auch nur die Strecke von der ZAF zum Entleiher.

Jeder der von der BA dazu "gezwungen" wird, hat es auch aus eigener Kraft nicht geschafft. Davon mal abgesehen wird man auch nicht direkt gesperrt wenn es nicht zu einer Einstellung kommt, sofern es nicht passt. Ich denke es ist immer leicht auf andere zu zeigen, als sich selbst mal unter die Lupe zu nehmen.

Naja wie dem auch sei, du hast deine Meinung, worauf auch immer die basiert, aber garantiert aus eigener deiner 100en von Erfahrungen die mit Zeitarbeit gemacht hast. Ich hab meine Erfahrung und die von beiden Seiten her, sowohl als Zeitarbeitnehmer wie auch als Zeitarbeitgeber.

Ahja, es gibt auch Elektroautos, die eine Reichweite von 150km haben, pro voller Ladung 1, 50€ Stromkosten haben und obendrein unter 7000€ Kosten. ;))

@ ein PDK

Jeder der länger Arbeitslos ist wird früher oder später dazu gezwungen.
Angeboten wurde eine Stelle im IT Bereich, beim Gespräch ging es aber nur um eine Helfertätigkeit und es hat sich um einen Werkvertrag gehandelt!
Man ist bei der Zeitarbeitsfirma beschäftigt und wenn diese Firma z.B. 10km entfernt ist, muss man diese Strecke auf Eigene Kosten zurück legen. Dafür bekommt man dann beim Lohnsteuerjahresausgleich ein Kilometerpauschale.
Für den Weg zur Entleihfirma ist die Zeitarbeitsfirma zuständig, nach Auskunft eines Gewerkschaftsfunktionärs und nicht der Leiharbeiter. Wenn du rechen kannst, was du als PDK können müsstest, würdest du merken, das für diese Strecke zur Entleihfirma schon fast die Hälfte des Nettolohns draufgeht, nur für das Benzin. Und jetzt schreibe bitte nicht, dann kaufe dir einen Diesel oder lass dein Auto auf Gasbetrieb umbauen. Wer hat bei so einen geringen Lohn noch Geld dafür?

Wo soll man etwas absetzten, wenn man auf Grund des niedrigen Lohns fast keine Steuern zahlt. Ich habe noch nie gehört, das man vom Finanzamt mehr heraus bekommt, als man an Steuern überhaupt bezahlt.

Wie schön, das ihr das nicht macht.

@ Gast

Wie sag ich es am Besten? Niemand wird gezwungen für einen Personaldienstleister zu arbeiten, wenn ihr denn alle so qualifiziert und kritisch gegenüber der Zeitarbeit seid, warum bewerbt ihr euch nicht woanders?

Fahrtkosten? Wo bekommt man denn noch sowas bei Firmen? Absetzen kann man Fahrtkosten immer (müsste man aber wissen bei solch einer Bildung wie deiner), das hat nichts mit der Einkommenssteuer zu tun, aber mal ehrlich, wenn es einem ach so schlecht geht, dann freut man sich doch über jeden Euro, oder?

Davon mal abgesehen, wenn man sich als Helfer bewirbt bekommt man auch einen Helferlohn und der fängt ab morgen bei 8, 19€/Std. an, wie oben schon beschrieben...

Erpresst wird nur, der sich erpressen lässt..., ich kann nur von uns reden, hier wird niemand erpresst.

@ ein PDK

Es soll auch Menschen geben die etwas gelernt bzw. sogar studiert haben und von EUCH als Helfer eingestellt werden.
Mir wurden 6, 89€ als Stundenlohn angeboten und das mit Universitätsdiplom, man hätte angeblich z.Zt. keinen besseren Job für mich, ich müsste mit einer Helfer Stelle zufrieden sein. Wenn es eine Stelle, für die ich quallifiziert bin, geben sollte, würde man mich informieren.
Dazu kam noch, das ich am pro Tag über 150km mit dem Auto zur Einsatzfirma fahren sollte und das auf eigene Kosten. Auf die Frage ob mir dafür kein Kilometergeld zusteht, die Antwort: Das kann am Ende des Jahres von der Steuer abgesetzt werden (Kilometerpauschale).
Nur was sollte ich da absetzten, wenn der Lohn so gering ist, das kaum Einkommenssteuern anfallen??????
Es ist einfach eine Frechheit, wie die meisten Disponenten mit Menschen umspringen, z.B. mit der Drohung, wenn Sie nicht für diesen Stundenlohn arbeiten wollen, informieren wir die Agentur für Arbeit, das sie arbeitsunwillig sind. Die Folgen unseres Anrufs dürften Ihnen auch klar sein.
Das ist für mich Erpressung und Sklaverei was dort abläuft!!!!

...

Schon witzig was man hier für Meinungen lesen kann, aber unterm Strich ist es doch so, IN JEDEM BERUF WIRD MAN IRGENDWIE AUSGENUTZT. Nur das Problem an der Zeitarbeit ist doch, das es ca. 900.000 beschäftigte gibt und davon ein grosser Teil ungelernte, unqualifizierte und ungebildete Menschen. DAS sind dann auch die jenigen die sich oftmals über Zeitarbeit beschweren, aber mal ehrlich, wo verdient man heutzutage OHNE Schulabschluss, OHNE Ausbildung schon mehr als 8€/Std.? Ich selber hab einige Jahre als Zeitarbeiter meine Brötchen verdient, ich habe mich aber nie über den Verdienst aufgeregt, warum? Nun ja, ich wusste worauf ich mich einlasse, ich wusste das ich NICHT als Ingenieur arbeiten werden, sondern als kleines Licht an irgendeiner Maschine, oder als irgend ein anderer Helfer.
Heute sitz ich auf der anderen Seite des Tisches, sprich ich bin Personaldienstleistungskaufmann, ich hab mich auf den Hosenboden gesetzt und eine Umschulung gemacht. Man mag es kaum glauben, JEDER der unzufrieden ist, kann eine Umschulung machen, aber statt dessen wird rum gemeckert und mit den Fingern auf andere gezeigt, statt mal den Dreck vor seiner eigenen Türe zu fegen.
Mittlerweile ist es doch so, das sogar ungelernte Menschen ohne Ausbildung in der Zeitarbeit nach 9 Monaten bis zu 12, 29€/Std. erreichen kann, man muss nur arbeiten...kaum zu glauben oder? Nach den ersten 6 Wochen bekommt man schon 15% mehr! Hinzu kommen oft genug Leistungszuschläge von nicht selten unter 0, 50€/Std. dazu und das nur weil man einen Gabelstaplerschein hat, Helfer die sich etablieren und nicht bei Pojucken zum Arzt rennen, werden mehr als 2000€ Brutto verdienen...noch immer UNGELERNT OHNE JEGLICHE QUALIFIKATION.
Zeitarbeit ist nicht immer schlecht, klar gibt es schwarze Schafe, aber wer sich mal die Fakten ansieht, der wüsste auch das 2011 ca. 300.000 Zeitarbeiter von den Entleihern übernommen wurden, dank der flexibilität der Zeitarbeit ging es seit 2009 wieder Bergauf in der Industrie.

Ich muss sagen, ich finde meinen Job super! Ich sehe oft genug Menschen, die sich bedanken, für die Chance auf einen Job, jeder der übernommen wurde (bei uns waren es letztes Jahr ca. 40%!), kommt vorbei mit einem kleinen Präsent. Ich weiss nicht wo man da abgezockt wird, wo man da mit seinem Gewissen im Reinen sein muss oder was hier sonst einem vorgeworfen wird. Mein Gehalt ist überdurchschnittlich, mein Chef ist echt geil drauf und wir werden am Umsatz beteiligt, den man echt nur wirklich hoch treiben kann, wenn man sich um seine Mitarbeiter kümmert und keine verbrannte Erde hinterlässt, sondern Nachhaltig mit Kunden UND Mitarbeitern umgeht.

Jeder der hier rum jammert hat echt nur (gefährliches) Halbwissen, es sind nur Erfahrungsberichte von Menschen die mit Zeitarbeit auf die Fresse gefallen sind, weil sowas JEDER lesen will, wenn es mal gut läuft, dann glaubt das a) eh keiner und b) wird es als normal eingestuft, darüber muss man ja nicht berichten.

Jetzt wünsch ich euch viel Spass beim losfeuern... ;)

Ahja @Anna unnötig zu sagen, dass ich deine Meinung so unterschreiben würde. :)

@Realist

Was für ein Blödsinn, das stimmt natürlich nicht. Tatsache ist nunmal, dass die Deutschen zu wenig Lohn für ihre Arbeit kriegen und deshalb zu viel exportieren und deshalb die Griechen etc. nicht mehr konkurrieren können. Wenn es keine Zeitarbeiter gäbe, würden die Firmen einfach wieder normal Leute einstellen, so einfach ist das.

Im Namen von der IMMER schlecht laufenden Wirtschaft kann man das Arbeitervolk buchstäblich zu jedem Scheissdreck überreden, selbst bei uns in der Schweiz, wo wir über sinnvolle Änderungen noch abstimmen könnten.

Ist ok Zeitarbeit wird abgeschafft...Hartz 4 aber im gleichem Atemzug auch

.... sowie sämtliche Unterstützungen vom Staat.
Es wird nicht einen Job mehr geben auf dem Arbeitsmarkt!!!
Und alle schwachen Fach- sowie Hilfskräfte werden arbeitslos und bekommen dann auch kein Hartz 4 mehr ...hmmmm übel ;-)

@lornik

Du hast die Wurzel allen Übels erkannt, welche wäre, dass man heute mit Geld sehr viel Geld verdient. Das ist nicht produktiv und immer auf Kosten von anderen.

Nochwas

Nehme das gesagte aber nicht persönlich ich, klar muss du stelleung beziehen den es ist dein Job. Nur siehst du nicht selbst das viele einfach nur wütend sind? Und das was ich im einzelenen erlebt habe bestätigt nur das was im Fernsehen sieht. Soziale Marktwirtschaft heisst den An von der Willkür des Arbeitgebers zu schützen hab ich sachlich in ein Politik Lehrwerk zu lesen. Ist das noch gegeben? Vielleicht fehlt es dir einfach auch an Lebenserfahrung.Und über die über Hartz vV Sozailschmarotzer schimpfen sollten mal von oben bei den Banken und konzeren anfangen deren Schmarotzertum ganz andere Dimensionen hat. Übrigens geht man davon aus. das aus Folge der Globallisierung man von einer sehr hohen Arbeitslosigkeit ausgeht .Und was sit wenn das ganz einfach die Wahrheit ist und man es uns einfach nicht sagen will.

Halo ANNA

Und dann haben andere einfach PECH GEHABT.Ich finde diese Aussage ziemlich ..naja herzlos. Meine Lebenserfahrung zeigt mir das nicht alles im Leben in deinen Händen liegt sondern vieles von der Umwelt abhängig ist in die er lebt. Das fängt an von sozialer Herkunft, Hautfarbe und Schicksalschlägen und Gesundheit.So eine nicht nachgedachte Phrase.

Ich selber habe über den 3. Bildungsweg mein Ingenieur gemacht und zwei Jahre berufserfahrung als Ing und finde zurzeit trotzdem nichts.Und warum?
Weil die Firmen teilweise mehrer Jahre Berufserfahrung und hohe Anforderung stellen die nur jemand hat der in einen Betreib gelernt hat (Grosskonzern) und dementsprechen weitergebildet worden ist.Eure Aufgabe ist es solche Leute aber zu finden und kurzeitig einzustellen und dann wieder von der Fa. gefeuert zu werden. Das Prinzip ist doch so.? Nun das ist in den letzten zwanzig Jahre in den ich gearbeitet habe so gemacht worden.

In dieser Zeit habe ich aber auch beobachtet das die Einstellung, Arroganz und Moral von AG sich in Deutschland so entwickelt hat, das nichts mehr mit Menschlicjhkeit zu tun. Ob das nun Niedriglöhne, Zeitarbeit, Lohndumping oder Hartz V ist. die haben aber auch gut lachen. Für ein Persönlich bedeutet das man entweder von Arbeitslosengeld lebt oder schon gar keine andere Wahl hat als bei einer Zeitfirma zu arbeiten. Und das für wenig Geld.Aber Was noch schlimmer ist die Ungewissheit oder auch die Angst wie lange hat man den Job. Siene eigene Meinung am Arbeitsplatz.Fehlanzeige .und eure Tarifverträge? Die sind von Zeitarbeitsunternehmer und den Gewerkschaften ausgehandelt worden.Und da kommen wir genau auf den Punkt. Es geht den Arbeitgebern nicht allein um das Lohndumping sondern nähmlich darum die Gewerkschaften zu entmachten.Zeitarbeiter streiken nicht, halten das Maul, sind austauschbar, und wenn sie wirklich (und da sage ich mal ernsthaft) krank sind wird der ausgetauscht. und es werden uns als AN (und das betrifft auch den Stammarbeitern und vielelicht irgendwann auch mal dich) dadurch immer mehr Arbeitsrechte und Einfluss auf die Tarifpolitik über die Gewerkschaften genommen.Und es entwickelt sich hier in Deutschland eine Finanz- und Bankendiktatur, deren folgen wir erst allmählich alle zu spüren bekommen.Aber um weiter politisch zu bleiben konkurrierren wir gegen den Asien Markt und das extrem. Und dort gibt es gar keine Menschen und Arbeitsrechte. Doch über das Instrument Zeitarbeit drfiten wir immer mehr in diese Richtung. Sonst rate ich dir doch ganz einfach mal den Job zu kündigen und von Arbeitslosengeld zu lebenoder als Lieharbeiter zu arbeiten

Ehrlich gesagt, wiederholt sich das Spiel von Arm und Reich immer wieder, meist bis das System zusammenbricht mit fatalen Folgen.Aber solche Menschen wie du stellen sich immer auf der Sonnenseite des Systems. Ihr wollt ein sauberes Klo, eine gute Friseur, das jemand eure heizung repariert wenn sie kaputt ist, aber zahlen wollt ihr davon nichts. Jetz frage ich ich dich .....es gab mal ein System in Deutschland ...auf welche Seite hättest du gestanden mit deiner Aussage Pech gehabt? Haben die dort auch alle nur Pech gehabt? Was ich damit sagen will ist, dein Pech gehabt ist eine Folge von Politik und Wirtschaft die sich weiterentwickeln wird. Doch jedes System hat ein irgendwann ein Ende .

So und wenn ich als Berufsanfänger sagen wir mal nicht an Dinge herangeführt werde um Berufserfahrung zu sammeln, da die Firmen es nicht nötig haben, sondern stattdessen nach Fachkräfte schreien packt mich die Wut.
Wenn ich dann noch lese, das solche lLeute wie du sich noch dumm und duselig verdienen, krieg ich noch mehr Wut.
Wenn man ´noch mit geschönigten Arbeitslosenstatistik veräppelt wird steigert sich die Wut nochmals.Und da bin ich nicht der einzige.Undwas sit wen es irgendwann 6 Millionen sind oder 15 Millionen sind? Willst du den allen sagen? PECH GEHABT.Dann wird sich was tun. Und ich sag dir eines ....ich krieg hinter den kulissen nähmlich mit das die grossen Zeitfirmen die klienen fressen, da viele die sogenannten Fachkräfte nicht mehr finden. und dann halte dein Arbeitsplatz fest.Denk einfach das nächste mal nach und denk nicht so oberflächlich und befasse dich auch ein wenig mit Poltik und Wirtschaft wenn du mit Fachkräften diskutierst dir für dich losgehen und dir dein Wagen und Dein Geld bringen. Und wenn Mindestlohn und Equal Pay kommt--- frage ich mich gerade welchen Sinn es eigentlich macht das ich arbeiten gehe und ihr auch noch über mich abkassiert. Wofür? Dafür das ich beim Bewerbungsgespräch merke das ihr meistens noch nicht mal Ahnung vom Fach habt?
Vielen Dank aber das du mein Vorurteil über Disponenten, das sie ihre Moral Morgens ablegen bestätigst.

LG

Moderator
@ MikeCH70

Da hast du wohl recht, das wird in den nächsten Jahren bestimmt immer mehr mit der Zeitarbeit. Im TV habe ich mal einen Unternehmer sagen gehört, er hätten am liebsten 100% Leiharbeiter, dann hätter er keine Probleme mit Krankheit, Urlaub usw. Das würde seine Kosten stark senken, aber das wäre leider "noch" nicht erlaubt.
Na, mit den "richtigen Lobbyisten" wird das bestimmt nicht mehr lange dauern, dass das doch möglich ist.

@Roter Oktober

Der Trend läuft doch immer mehr in diese Richtung, was sollen denn Gewerkschaften und "viele andere Gruppen" dagegen ausrichten? Um solche Firmen zu bekämpfen müssten Firmen wieder selbst Personal einstellen, und das wird nicht passieren. Das hat sich der Sozialstaat Deutschland selbst kaputtgemacht. Nein, ich denke eher dass der Trend noch viel mehr in diese Richtung läuft.

Widerlich

Hallo zusammen ,

ich möchte hier in diesem Forum auf die Beiträge dieser Leiharbeitsdisponentin "Anna " eingehen lest nur mal nach was sie am 15.11.11. unter der Überschrift "Meine Meinung" abgesondert hat.
Anna du bist nicht sehr schlau und du hast keine Moral. Menschen wie dich gab es zu allen Zeiten und sie waren immer eine Qual für ihre Umgebung.Nur das du bescheid weißt Anna es gibt in den Gewerkschaften und in vielen anderen Gruppen in dieser Gesellschaft haufenweise Leute die fleißig daran arbeiten das du dir eine richtige Arbeit wirst suchen müssen.Und selbst wenn das nicht gelänge, was ich nicht glaube, du liebe Anna wirst früher oder später von deinen Mitübeltätern reingelegt werden, denn Leute wie ihr fressen sich zur not gegenseitig.

@Frank

Schade, mir hats gefallen ;)

Halbe kraft vorraus

Also für mich ist Zeitarbeit ja nur ein Lückenfüller aber die hat einen Vorteil, man muss sich nicht sonderlich anstrengen. Für das was die immer bezahlen geb ich höchstens 30% :D

@ Anna

Liebe Anna,
Du pochst auf meine Meinung, und ich pfeife auf eine weitere Diskussion.
Es bringt eh nichts.
Ihr Disponenten begreift sowieso nicht was Ihr den Menschen antut und zumutet.

@Frank04

Ich poche auf deine Meinung, lieber Frank ;)

Moderator
@ Frank04

Hmmm .., du hattest hier nicht geantwortet, du hattest das als "Neues Thema" und nicht als Antwort gepostet. Ich hatte dir dazu noch in dem "Neuen Thread" geschrieben, das du deinen Beitrag da kopieren solltest und ihn noch mal neu als Antwort hier posten solltest. Da warst du wohl nicht mehr on und heute Morgen hat die Forenleitung dann den "Fehlerpost" wohl entfernt, da er für andere User, die nicht wissen, worum es geht, ziemlich "sinnlos" war.
Das hat also nichts mit "keine Meinugsfreiheit" zu tun.

Diese Antwort wurde von einem Moderator bearbeitet.

@ Anna

Ich hatte Dir hier gestern ohne Beleidigung nochmals geantwortet.
Aber Paradisi.de kennt wohl keine Meinugsfreiheit.
D iese Antwort wird wohl auch nicht durchkommen.

@Frank 04

Jetzt hast du mich mit deiner Aussage aber verunsichert.
Ich habe ehrlich gesagt keine Erfahrung mit solchen Entfernungen, da wir niemanden einstellen, der mehr als 20 km vom Einsatzort weg wohnt. Da haben wir einfach schlechte Erfahrungen gemacht.
Deshalb hatte ich soeben ein Telefonat mit unserem Firmenanwalt.
Dieser erklärte mir, dass es keine einheitliche Vereinbarung in Sache Fahrgeld für Leiharbeitnehmer gibt und jedes Arbeitsgericht sein eigenes Urteil fällt. Sehr unterschiedlich auch in den verschiedenen Bundesländern.
Er riet mir somit für unsere Firma eine Betriebsvereinbarung zu treffen und diese von Mitarbeiter zu Beschäftigungsanfang unterschreiben zu lassen. (Z.B. 0, 30 Cent/km ab einem einfachen Fahrtweg von über 21 km). Diese wäre dann vor Gericht nicht mehr anfechtbar.
Wies aussieht hatte keiner von uns Recht oder Unrecht :)

Thema Zeitkonto:
Es geht nicht darum ein bestehendes Gesetz zu umgehen oder jemanden zu ärgern. Nicht tragbar bedeutet, dass wir uns das nicht leisten können und mit diesem Mitarbeiter Verlust (Übersetzt mehr Ausgaben als einnahmen) machen.
Das ist eine Betriebsbedingte Kündigung.
Deshalb standen wir 3 Mal vor dem Arbeitsgericht und haben auch 3 Mal recht bekommen.
Soviel zu deiner Gerichtsidee.

@ Anna

Komisch nur, dass ich zu den Fahrtkosten etwas anderes gefunden habe:
Die Fahrtkosten sind gerade bei Leiharbeitnehmern immer wieder Anlass für Auseinandersetzungen. Während die Zeitarbeitsfirmen als Arbeitgeber sich gerne auf den Standpunkt stellen, dass es Sache des Arbeitnehmers ist, wie er zu seinem Arbeitsplatz kommt, würden die Arbeitnehmer einen Fahrtkostenersatz sehr begrüßen. Das Landesarbeitsgericht Köln musste sich mit diesem Thema nun auseinandersetzen.

Das Gericht fällte dabei ein für die Zeitarbeitsfirmen unangenehmes Urteil: In dem zu entscheidenden Fall sprachen die Richter dem Leiharbeitnehmer einen Anspruch auf Ersatz seiner Fahrtkosten zu. Das ist grundsätzlich erfreulich für Leiharbeitnehmer, deren ohnehin oft geringes Einkommen hohe Fahrtkosten meist unerschwinglich macht. Die aber können schnell anfallen, wenn der Entleihbetrieb sich nicht um die Ecke, sondern am anderen Ende der Republik befindet. Allerdings gelten bei Zeitarbeitsfirmen besondere Regeln, was den Fahrtkostenersatz angeht.
Zuständigkeit des Arbeitnehmers beim Fahrtkostenersatz

Prinzipiell nämlich – und das sagt auch das Kölner Arbeitsgericht – gilt die im Arbeitsvertrag vereinbarte Regelung. Das jedoch hilft in vielen Fällen nicht weiter, weil explizite Regelungen zum Fahrtkostenersatz oft fehlen. Stattdessen finden sich häufig Verweise auf Tarifverträge. Die sind nicht selten mit der Christlichen Gewerkschaft Zeitarbeit geschlossen worden, deren Tariffähigkeit allerdings mittlerweile vielfach bestritten wird.

Betrachtet man nun in Ermangelung anderer gültiger Regelungen das direkte Verhältnis zwischen Leiharbeitnehmer und dessen Arbeitgeber, stellt sich der Sachverhalt so dar: Generell ist der Leiharbeitnehmer tatsächlich selbst für das Erreichen Arbeitgebers zuständig und muss die dabei anfallenden Kosten auch selbst tragen. Allerdings ist der Arbeitgeber die Zeitarbeitsfirma, bei der der Leiharbeitnehmer angestellt ist – nicht der Entleihbetrieb. Und im Gegensatz zu der Entfernung zwischen Wohnort und Büro der Leiharbeitsfirma kann der Arbeitnehmer die Entfernung zum Entleihbetrieb auch nicht durch eine entsprechende Wahl des Wohnortes beeinflussen – schließlich können sich die Einsatzorte jederzeit kurzfristig ändern.
Einsatzort ist entscheidend, nicht der Dienstsitz des Arbeitgebers

Daher ist die Fahrt zum Entleihbetrieb nicht mit dem Weg zum Büro der als Arbeitgeber fungierenden Zeitarbeitsfirma gleichzusetzen. Vielmehr wird der Leiharbeitnehmer durch die Anweisung seiner Zeitarbeitsfirma, in einem bestimmten Betrieb zu arbeiten, quasi zum Beauftragten nach § 670 des Bürgerlichen Gesetzbuches – und dessen angemessenen Aufwendungen zum Zwecke der Ausführung des Auftrages sind dem Gesetz nach erstattungspflichtig. Allerdings gibt es einen kleinen Wermutstropfen für die betroffenen Leiharbeiter: Die Entfernung zwischen dem Wohnort des Arbeitnehmers und dem Betriebssitz des Arbeitgebers kann bei der Fahrtkostenerstattung angerechnet werden. Wer also 20 Kilometer weit vom Büro des Zeitarbeitsunternehmens entfernt wohnt und zu einer 80 Kilometer entfernten Betriebsstätte geschickt wird, kann nur die nach Anrechnung verbleibenden 60 Kilometer geltend machen.

Und Dein Satz zum Thema Zeitkonto der lautet:
Das heisst diese ganze Zeit geht auf unsere Kappe. So wird bei uns mit dem Mitarbeiter abgesprochen, dass auf das Zeitkonto zugegriffen wird. Ist doch besser als eine Kündigung, oder?


Das ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten.

Ihr droht also mit einer Kündigung um ein bestehendes Gesetz zu umgehen?

Da kannst Du froh sein, dass ich nie bei Euch gearbeitet habe, denn dann hätten wir uns schon lange vor Gericht gesehen.

@Frank04

Hättest dich nicht registrieren müssen, antworten ist auch so möglich :)

Es ist ja wirklich wunderbar, dass du deine Rechte kennst.
Mit dem Zeitkonto kennst du dich gut aus. Es wird eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart (meist 35 Stunden/Woche), alles über 150 Stunden auf deinem Zeitkonto wird automatisch ausgezahlt. Alles darunter darfst du dir als Freitzeit nehmen oder auch Stückweise auszahlen lassen.
Keiner darf ohne Zustimmung auf dein Zeitkonto zugreifen, auch nicht um einsatzfreie Zeit zu vergüten.
Nur ist das so, dass ein Arbeitnehmer in einsatzfreier Zeit nur selten tragbar ist (ausser es ist ein sehr guter MA), denn wir haben auch keinen Kunden von dem wir Geld sehen. Das heisst diese ganze Zeit geht auf unsere Kappe. So wird bei uns mit dem Mitarbeiter abgesprochen, dass auf das Zeitkonto zugegriffen wird. Ist doch besser als eine Kündigung, oder?
Wenn du mal darüber nachdenkst, es gibt sehr sehr wenig Firmen (nicht ZA-Firmen) die z.B. während Betriebsferien (genau die Selbe Einsatzfreie Zeit) einfach so bezahlen. Du musst doch auch Urlaub oder Zeitkonto nehmen, oder?

Zum Fahrgeld:
Fahrgeld ist niemals Pflicht des Arbeitgebers. Durchaus kann Fahrgeld bezahlt werden (Üblicherweise 0, 30 Euro/km), aber nur wenn dies vorher so vereinbart wurde.
Hier ein Artikel + Gerichtsbeschluss:
http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/kein-anspruch-auf-fahrtkostenerstattung-fuer-arbeitnehmer/

Eine kleine Frage von mir noch: Was denkst du denn was eine ungelernte Kraft so verdienen müsste wenn 8 Euro noch viel zu wenig sind?

Nochmals zu den Fahrtkosten...

Da ist mir nämlich ein Fehler unterlaufen.
Es gilt die Fahrtstrecke von der Zeitarbeitsfirma zum Arbeitsort.
Nicht minus die Strecke vom Wohnort zur Zeitarbeitsfirma.

Arbeitgeber ist die Zeitarbeitsfirma, also gilt es von da an auch die Fahrtkosten zu erstatten.

Entschuldigt die Rechtschreibfehler...

...aber ich wahr so in Fahrt, da kann es eben passieren.
Kann man seinen Beitrag eigentlich nicht bearbeiten?

Neuling

Hallo zusammen,
ich hebe mich jetzt extra hier registriert, um doch auch mal meinen Senf dazugeben zu können.

Hier wird im M oment ja fast nur über die Stundenlöhne diskutiert, die meiner Meinug nach zu niedrig angesetzt sind.

Die grösseren Probleme sind jedoch ganz andere.
Fangen wir mal mit dem so geliebten Zeitkonto der Zeitarbeitsfirmen an.
Man bekommt so um die 150 Stun den im Monat bezahlt, der Rest geht aufs Zeitkonto.
In Einsatzfreien Zeiten, wenn die Zeitarbeitsfirma also keine Arbeit für einen hat, bedient sich die Zeitarbeitsfirma in der Regel gerne vom Zeitkonto um dich zu bezahlen.
Das ist gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, also illegal.
Nur der Zeitarbeiter selber bestimmt, was mit seinen angesammelten Mehrstunden geschieht.
Bei Nichteinsatzzeiten ist die Zeiotarbeitsfirma verpflichtet, das Gehalt weiter zu bezahlen.
Ist eben Unternehmerrisiko, und kann nicht auf Kosten des Arbeitnehmers abgewälzt werden.

Dann, die Hartkosten zum Einsatzort.
Die Fahtkosten zum Einsatzort müssen übernommen werden.
Die Fahrtstrecke ergibt sich aus folgender Berechnung:
Strecke Zeitarbeitsfirma zum Einsatzort minus Strecke Wohnort zur Zeitarbeitsfirma.
Auch da sträuben sich sie meisten Zeitarbeitsfirmen.
Die meisten sagen, dass kann man sich nacher über die Steuererklärung zurückholen.
Aaaber bei dem geringen Verdienst zahlt man ja kaum Lohnsteuer, so dass man auch kaum was zurückbekommt.
Also zahlt man da auch drauf.

Fakt ist, wenn ich mich von der Arbeitsagentur mal bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben muss, hat die besagte Firma es nicht leicht mit mir, da ich meine Rechte genau kenne.

Und würde ich jeder Zeitarbeiter gegen solche Machednschaften zur Wehr setzen, dann würde es viel weniger der Firmen geben, und die restlichen würden vermutlich vernünftig bezahlen.

Aber leider wehren sich viel zu wenige.

So, dass war mein Senf dazu.

Und ich bin froh, dass es jetzt auch mal ein Disponent oder eine Disponentin liest.

@all

@ Tom92
Klar muss ich dafür arbeiten, ich beklage mich nicht weil ich meinen job sehr sehr sehr gerne mache. Das war keine klage über meinen Beruf sondern eine Klage über die Undankbarkeit einiger Bewerber. Ich arbeite mit unterschiedlichsten Menschen. Die Arbeit mit Menschen ist immer schwierig und wie ich finde verdiene ich jeden Cent den ich erhalte. Auch wenn es viel ist.
5-6 Euro sind unmenschlich und UNGESETZLICH. Keine Ahnung wer das entlohnt. Der Mindetslohn liegt bei 7, 69 Euro.

Jeder der eine Selbstständigkeit eingeht und das große Geld macht oder auch nicht muss später mit Einschränkungen rechnen.
Ich empfehle jedem den Beruf des Elektrikers oder Altenpflegers. Da wirs kaum jemand arbeitslos.

@Anna @MikeCH70

Vielen Dank für Antworten - möchte gerne ausführlich darauf eingehen !

@MikeCh70
Freue mich, wenn es in Deiner Selbstständigkeit noch ordentlich läuft. Aber Du weißt ja: Es ist ein täglicher Überlebenskampf - egal welche Branche. Und immer schwankende Einnahmen. Habe die Freiberuflichkeit nie gewollt - mir blieb aber nichts anderes übrig. Festanstellungen suchst Du in unserer Berufsgruppe wie die berühmte Nadel im Heuhaufen. Hatte viele, viele gute Jahre mit extrem hohen Verdienst. Hätte das aber gegen ein planbares Anstellungsverhältnis mit weniger Geld SOFORT eingetauscht. Habe auch Fehler gemacht - nachher bist Du immer schlauer. Aber es ist, wie es ist...

Habe in den guten Jahren viel auf die "hohe Kante" gelegt und kräftig in die private Altersvorsorge eingezahlt - Gott sei Dank! Nur das will ich mir durch Hartz 4 nicht nehmen lassen - Schlagzeile: "Enteignung durch den Staat".

Und was das erledigt sein angeht: Nagel auf den Kopf getroffen!

Ein Kollege ist schon krankgeschrieben - seelisch ausgebrannt: Hat mit 50 Jahren die niedrigen Einnahmen und die Zukunftsangst nicht mehr ertragen. Eine andere Kollegin hat Abitur, ist gelernte Industriekauffrau, drei Jahre Berufserfahrung - danach Medienausbildung, auch kein Auskommen mit dem Einkommen: Zwölf Jahre weg vom gelernten Beruf - das war's.... Lebt heute mit 41 Jahren von Gelegenheitsstellen im Büro. Ein Dritter brachte es auf den Punkt: Wenn ich das hier nicht machen würde - dann müsste ich Hartz 4 anmelden.... Ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Dabei ist unsere Tätigkeit eigentlich ein Traumberuf und viele verdienen auch noch sehr gut !
Nur das wollen so viele junge Menschen, ein gnadenloser Konkurrenkampf. Und irgendwann - gebe ich zu - will ich auch nicht mehr ständig "brennen".

@Anna
Gebe Dir absolut Recht, dass die Arbeit eines Personaldisponenten oft schwierig ist und es am Monatsende kein Gehalt, sondern für Dich ein Schmerzensgeld gibt. War bei drei privaten Arbeitsvermittlern. Konnten mir nicht weiter helfen - erzählten mir aber von ihrer Zeit bei Zeitarbeitsfirmen.

Mitarbeiter die sie morgens um 7:30 Uhr angerufen haben um sicher zu gehen, dass sie auch um 8 Uhr auf der Arbeit sind. Von Menschen, die nach Alkohol rochen, sich in Jogginghosen und ausgetretenen Turnschuhen vorstellten. Ich will diese Menschen nicht verurteilen, sie hatten auch ihr Schicksal und wer weiß', was sie aus der Bahn geworfen hat. Aber für Personaldisponenten sicher nicht einfach - genau wie Deine Erfahrungen.

Es ist aber auch für "normale Bewerber" (ich erlaube mir, mich so bezeichnen zu dürfen) nicht einfach. Bin knapp 38 Jahre und bekomme immer wieder zu hören: "Sie sind keine 20 Jahre mehr, außerdem völlig überqualifiziert als Hilfsarbeiter - was wollen sie hier? ARBEITEN WILL ICH !!!! Klar, dass ich im "Büro" nichts bekomme: Da bin ich unterqualifiziert.

Da möchtest Du nach solchen Gesprächen am liebsten in die Kneipe gehen...

Mir bleibt halt nur eine ungelernte Tätigkeit in der Produktion oder im Hafen.
Ich will auch gerne Chance ergreifen, über Zeitarbeit dort reinzukommen. Nur: Manchmal habe ich schon den Eindruck, dass die Unternehmen dazu übergehen reguläre Arbeitsplätze durch Zeitarbeiter zu ersetzen.....

"Wohnortwechsel": Habe in 13 Jahren in fünf verschiedenen deutschen Großstädten und ein Jahr in Österreich gearbeitet, von dort oft noch gependelt - bis zu 90 Kilometer. Heute lebe ich wieder in meiner Heimat, bin familär gebunden und habe mir die Berufssituation ganz anders vorgestellt.

Die Hoffnung gebe ich sicherlich nicht auf. War auch beim Arbeitsamt - hatten mir Umschulungen im gewerblichen Bereich angeboten. Aber: Würde nur geringes Arbeitslosengeld bekommen, wäre dann knapp 40 Jahre, hätte den Wissenstand eines knapp 20-Jährigen: Wen nimmt die Firma dann wohl ?

Noch was zu den 10 Euro brutto Stundenlohn. Du hast Recht - als Mindestlohn völlig illusorisch. Aber genau diese Zahl nannte die Regierung im Frühjahr auf Anfrage einer Partei. Ansonsten droht Altersarmut - da reichen auch keine 45 Versicherungsjahre. Das ist doch verrückt: Millionen Menschen gehen in Vollzeit arbeiten und wissen ganz genau, Geld wird in der Rente nicht reichen, bitterer Gang zum Sozialamt steht im Alter bevor...

Ich mache vielen Unternehmen in Deutschland den Vorwurf, nichts von ihren Millionen-Gewinnen an die Beschäftigten weiterzugeben. Da sollte mal ein Umdenken stattfinden. Noch haben wir eine soziale Marktwirtschaft....

Moderator
@ Anna

Oh, das tut mir aber leid, das du für deinen überdurchschnittlichen Lohn auch noch arbeiten musst, wenn jemand bei euch seine Bewerbung abgibt. Ich glaube, das ist doch wohl normal, dass du das machen musst, das ist doch wohl dein Job, oder etwa nicht?
Hmmm ..., ja, "keiner zwingt diejenigen bei Zeitarbeitsfirmen zu arbeiten", natürlich kann sie jeder Arbeiter auch so einen geeigneten Arbeitsplatz suchen. Die Frage ist nur, welches Unternehmen beschäftigt lieber einen neuen "festangestellten Mitarbeiter", wenn man doch viel günstiger an Leiharbeiter kommt. Das Unternehmen hat bei einem Leiharbeiter doch viel weniger Probleme. Es sind keine Kündigungsfristen zu beachten, es muss keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gezahlt werden, bei Krankheit des Leiharbeiters bekommt man von der Zeitarbeitsfirma bestimmt schnell "Ersatz" usw..
In einem Punkt muss ich dir recht geben, 13Euro/Stunde für einen ungelernten Arbeiter ist vielleicht wirklich etwas zu viel, dazu kann ich leider nicht viel sagen, aber nur 5€ oder 6€ sind doch wohl viel zu wenig!
Aber es bekommen doch nicht nur ungelernte Kräfte solche Niedriglöhne, sogar Leute mit einem abgeschlossenen Studium sollen teilweise nicht mehr bekommen, da für sie angeblich nichts in gelernten Beruf oder Studium gefunden wird und sie dann als Aushilfe im Lager beschäftigt werden. Dazu kann man doch fast jede Woche etwas im TV sehen, aber wahrscheinlich wirst du darauf antworten, das im TV nicht die Wahrheit gesagt wird, das da nur gegen die Zeitarbeit “Meinung“ gemacht werden soll.
Ich hoffe nur, das ich mich nie bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben muss, wenn ich das hier alles so lese.

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