Altersunterschied im Alter

Ich habe meinen Mann, der 16 Jahre älter ist, nach einigen Jahren Zusammenleben mit 38 geheiratet. In diesem Jahr werde ich 64 und mein Mann 80. Für lange Zeit haben wir diesen doch recht großen Altersunterschied überhaupt nicht bemerkt, vor allem weil jeder seine eigenen Beschäftigungen und Hobbies hatte. Und auch, weil ich meine eigenen Interessen immer denen meines Mannes unterstellt habe - so wie das in meiner Generation oft üblich war/ist. Vor 10 Jahren hatte mein Mann einen Schlaganfall und von einer Stunde auf die andere war er bis zu einem gewissen Grad auf mich angewiesen und nützt das auch voll aus - viel zu voll! Weil er Angst hat, dass ich ihm weglaufe, was überhaupt nicht in Frage käme, auch wenn die Liebe schon lange erloschen ist, ist er nun besonders "anhänglich" geworden. Er sagt zwar immer, ich solle doch etwas unternehmen, aber nach Rückkehr (möglichst zu einem Zeitpunkt, den mein Mann festlegt) muss ich genaue Rechenschaft ablegen, über das was ich getan habe. Ich aber brauche ab und an Freiraum, denn meine Interessen sind nicht die meines Mannes, auch wenn wir Einiges zusammen unternehmen.
Darf ich all diejenigen warnen, auch zu bedenken, was das Alter bringt, wenn sie sich in einen viel älteren Menschen verlieben. Ich weiß, leichter gesagt als getan. Mein Mann ist schwerhörig, hat Sehprobleme, die er nicht zugibt; durch seinen Schlaganfall sind Demenzprobleme aufgetaucht, die immer schlimmer werden. Anderseits möchte er noch immer alles bestimmen - also eine ständige Gratwanderung, um ihn nicht zu verletzen. Aber um etwas zu erledigen, was erledigt werden muss, muss ich mich oft durchsetzen und bin dann die "böse" Frau, die er am liebsten in den Himmel schießen möchte.
Wahrlich kein Zuckerschlecken. Heute würde mich dieser Altersunterschied von einer Partnerschaft abhalten. Bitte gut überlegen. Verliebtheit vergeht nach ein paar Jahren, dann kommt die richtige Liebe, aber die muss gepflegt werden - von beiden Partnern.

Antworten (3)

Also, ich finde, dass es doch von Anfang an klar ist, das es bei einem großen Altersunterschied immer nicht ganz leicht ist. Bei mir sind es 10 Jahre zu meinem Mann und am Anfang hat das Umfeld Probleme gemacht-da mussten wir durch, außerdem befanden wir uns in ganz Unterschiedlichen Phasen unseres Lebens. Ich glaube, dass jeder ein paar ABzüge machen muss- aber egal ob man nur 2 Jahre auseinander ist oder 10- Pflegen fällt einem immer nicht leicht- und kostet viel Kraft. Aber man kann auch shcon ein Schlaganfall mit 40/50 bekommen....also "warnen" würde ich keinen, bloß man sollte sich es gut überlegen- da immer wieder Probleme auftauchen können. Aber das können auch in normalen Beziehungen. Und letzten Endes sollte man auch dazu stehen, was man sich geschworen hat, schließlich lebt man mit dem Partner zusammen, den man liebt.

Altersunterschied im Alter

Ich kann nach schmerzlichen persönlichen Erfahrungen nur bestätigen, dass der Altersunterschied zu einem grossen Problem wird, wenn der eine Partner zum Greis wird, währen die Partnerin sich noch weiter entwickeln möchte, Interessen pflegen, Reisen unternehmen. All dies wird der Partrner nicht mehr mitmachen können. Und wenn sie ihn allein lässt, begleiten sie Schuldgefühle und vermiesen das letzte Bisschen Lebenslust. Also bedenken, wenn man gelobt: in guten und schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit etc. bis dass der Tod uns scheidet. Wie Pelargonium sehr treffend schreibt: auch Liebe muss gepflegt werden, und zwar von beiden Partrnern. Auf die Dauer ist es deprimierend und erschöpfend, die Pflegerin in allen Sparten sein zu müssen. Pelargonium, ich bin grad erst in dieses Forum gelangt. Dein Beitrag ist schon älteren Datums. Wie es dir wohl inzwischen geht???? Liebe Grüsse und danke für deinen Beitrag, er ist sehr wichtig.

Der veflixte Altersunterschied

Hallo, ich kann dem nur beipflichten.
wir sind zwar nur 8 Jahre auseinander, aber wenn sich einer älter fühlt und ein jüngerer sich viel jünger, dann fühlt sich das ganz schnell wie 16 Jahre an.
Mein Mann denkt an den Tod, überlegt ständig welche krankheiten er vieleicht haben könnte und auf welchem Friedhof er liegen möchte. Ich würde am liebsten den ganzen Tag lachen und tanzen, geht aber nicht, weil ich ja seine Frau bin und als solche mein Leben teilen muß.Das wird immer schwerer, besonders wenn mein Mann dann daran glaubt das wir zusammen gehen müssen.
Also, nehmt das nicht auf die leichte Schulter. Am anfang sind die paar Jahre unwichtig, aber sie werden immer mehr zur Katastrophe

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