Hilft ein Spielzeugverbot vor Fettleibigkeit?

Hallöchen. Ich habe neulich einen Artikel gelesen in dem es darum ging das Spielzeug aus den Kindermenüs zu verbieten. Dies soll den Zweck haben, dass Kinder weniger Fettleibig werden, eben weil sie evtl. die Menüs nicht mehr so attraktiv finden. Finde das eine gute Idee, aber glaube nicht, dass das was bringen wird. Kein Kind geht selbst in solche Fast Food Ketten, sondern immer mit den Eltern! Was meint ihr dazu?

Antworten (5)
-.-

Ganz klar, das ist ein Fehler der Politik. Wenn sie sowas nicht erlaubte, dann würde es jetzt nicht so viele Wohlstandskrankheiten geben.

Das würde ich sofort unterschreiben!

Wenn es eine Petition gäbe, die den Verbot von Spielzeug in Kindermenüs forderte, ich würde sofort unterschreiben...

Ansatz an der falschen Stelle

Es ist sicher ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber ein Ansatz an der falschen Stelle.

Er erreicht die Familien, wo die Kinder das Spielzeug möchte und solange quengeln, bis die Eltern zu McD fahren.

Ich denke aber, der weitaus größere Teil geht hin, weil die Eltern es nicht besser wissen und/oder es "schmeckt". Klar, Fett ist auch der Geschmacksträger Nr. 1.

Fettleibigkeit kommt aber nicht von ab und zu FastFood. Es kommt auf die Gesamternährung an.
Morgens Zuckerbomben (Frühstücksflocken), in der Pause Zuckerbomben (Kinderdrinks, Müsliriegel), Mittags fettiges FastFood (wo auch immer) und abends die Salzattacke in der "Kinder"-Wurst. So entsteht Fettleibigkeit.
Die Werbung suggeriert oft sogar, dass die Eltern ihren Kinder etwas Gutes tun. Ihnen ist oft nicht klar, dass Frühstücksflocken, Müsliriegel und Co. Süßigkeiten und keine gesunden Snacks sind.
Laut einer britischen Studie enthalten Kellogs Cornflakes mehr Salz. als die gleiche Menge Kartoffelchips.

Da ist mehr Aufklärungsarbeit nötig. Zudem muss der Gesetzgeber den Verbraucher mit besserer Kennzeichnung schützen.

Aus meiner Sicht bringen Lebensmittelampel (http://de.wikipedia.org/wiki/Ampel_%28Lebensmittelkennzeichnung%29) mehr, als ein Spielzeugverbot. Nur dazu müsste sich unsere Regierung mal gegen die Lobbyisten durchsetzen.
Nur mit einer klaren Kennzeichnung können auch weniger gebildete Eltern erkennen, was sie ihren Kindern wirklich zu essen geben.

Der Goldene Windbeutel von foodwatch, ist Auszeichnung für die dreisteste Werbelüge. Dieses Jahr hat CapriSonne gewonnen. Im letzten Jahr der Hipp Tee für Kinder ab 12 Monate!
Beides Zuckerbomben.
Auf der Internetseite werden auch die unterlegenen Kanditaten vorgestellt. Sehr interessant sich das mal durchzulesen.

Positiv an McD finde ich, dass es dort Ampeln auf den Verpackungen gibt - freiwillig. Das habe ich bei Kellogs, Nestle, Ferrero und Co. bisher nicht gesehen.

Ja, das denke ich auch. Ich kann an meinen Fingern abzählen, wie oft meine Eltern mit mir in Läden wie McDonalds waren. Meinen ersten Burger habe ich gerade mal mit 16 Jahren probiert, ein Kindermenü hatte ich nie gegessen.

Schichtenproblem

Sagen wir, es ist ein soziales Problem. Eltern, die aus der oberen oder aus der gut situierten Mittelschicht kommen, gehen garantiert nicht, und wenn, dann seeehr selten, mit ihren Kindern in Fast Food Restaurants. Davon sind eher Kinder von Eltern, um deren BIldung es schlechter bestellt ist, betroffen...

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