Trauma bei meinem Enkel nach Platzen von einem Gas-Luftballon?

Hallo, mein Enkel (8) ist immer ein guter Schläfer gewesen. Vor 2 Wochen ist jedoch mitten in der Nacht während er schlief ein Gas-Luftballon am Fußende des Bettes geplatzt und er hat furchtbar geschrieen und panische Angst gehabt, was natürlich verständlich ist. Seither geht er nicht mehr alleine ins Bett (auch nicht bei mir). Oft reagiert er mit sehr heftigem Schwindel (wurde im KH abgeklärt, keine organischen Ursachen gefunden). Er sagt auch er habe Angst vor Knallen in der Nacht. Hat er ein Trauma und wie kann ich ihm helfen ?

Antworten (10)
@Albert

Diese schlimmen Sachen musste zur damaligen Zeit fast jedes Kind durchmachen und niemand kam die Möglichkeit sich zu beschweren. Der Knall eines Luftballon ist sicher ein schlimmer Vorfall, aber wenn man ohne Vorwarnung eine knallharte Watschen ins Gesicht bekommt, daß der Kopf .............
Was soll's, es ist schwierig diese Erziehungsmethoden zu beschreiben und ich will das auch nicht.
Entschuldigung angenommen und am besten ist es, du kommentierst nicht alle meine Texte, sondern schreibst einfach deine Meinung zum jeweiligen Thema, Bitte!
LG Thomasius

Tut mir leid

Ich wusste nicht, dass du auch so schlimme Sachen als Kind durchmachen musstest. Das hört sich auch nach vielen traumatischen Erlebnissen an, weil die Erwachsenen damals sehr daneben waren gegenüber Kindern, wie du von dir geschildert hast.

Ich möchte mich daher entschuldigen, falls ich zu derb geschrieben habe.
(Manchmal schreibe ich leicht aggressiv, wenn ich schlecht drauf bin, kommt mir vor.)
Eine Wiederholung eines unangenehmen Ereignisses, wie das Zerstören eines Luftballon, damit man den Schrecken verliert, kann funktionieren, aber muss nicht funktionieren. Ich bin da kein Experte, der das mit Sicherheit richtig beantworen kann. Daher habe ich auf einen Experten verwiesen.

Ubs, ein Schreibfehler!

Korrektur: meine Mutter brüllte nicht, sondern brügelte.
Genau genommen macht sie beides zugleich, aber das ist nur ein unwichtiges Detail.

@albert

Ja stimmt, meine Kindheit liegt tatsächlich schon lange zurück. Die Zeiten damals waren für Kinder kein Zuckerschlecken und Luftballone waren für uns überhaupt kein Problem, weil wir nie einen bekommen hatten.
Ich erinnere mich an ungern an diese Zeit zurück, denn sie war geprägt von roher Gewalt.
In der Schule wurde noch mit Batzenstecken auf die Finger gedroschen und stundenlanges knien auf einem Holzscheit war an der Tagesordnung. Selbst der Herr Pfarrer hat gezüchtigt, wenn auch mit kultivierteren Methoden. Mit zwei Fingern zog er an den Feinen Härchen am Hals und erfreute sich am Wimmern des Delinquenten.
Mein Mutter pflegte auch zu kräftig brüllen und die Gründe dafür waren selten zu durchschauen. Ach ja, wenn ich schon dabei bin, "aufgeklärt" wurde ich von einem dubiosen Nachbarn der Kinder sehr gern hatte.
Luftballone hätten wir gerne gehabt!
Thomasius

Die ersten 2 Sätze sind an Thomasius gerichtet

Der erste Satz 'Man merkt, deine Kindheit muss schon sehr lange her sein.' ist an Thomasius gerichtet, aber nicht an die Threaderstellerin!

Trauma: ja

Man merkt, deine Kindheit muss schon sehr lange her sein.

Der KNALL war ein traumatisches Erlebnis, weil der Junge im Schlaf herausgerissen wurde. Dadurch hat er in der Amygdala eine unvorteilhafte Struktur ausgebildet bekommen...

@stubi
Durch das traumatische Erlebnis wurde scheinbar in der betreffenden Nacht eine grosse Menge an Stresshormen wie Cortisol gebildet und in der Angstregion, der Amgygdala wurde 'Angst auf Geräusche in der Nacht' gelernt.

Möglicherweise kann eine Fachkraft, wie Neurologe oder Psychologe hier Hilfe anbieten, wie diese Angst wieder verlernt werden kann.

Trauma ?

DANKE Thomasius :-)
Es war auch noch so ein mit Gas gefüllter Ballon, der so richtig laut knallt, auch die Eltern sind aus dem Bett geflogen und die Schwester. Ich hoffe auf eine schnelle Lösung, da er auch körperlich reagiert, also Bauchweh oder Schwindel und so, nur um nicht alleine in sein Bett zu müssen. Er hat seither panische Angst vor dem Schlaf, was vorher nie der Fall war. Er beschreibt es selbst so das er Angst hatte ein Einbrecher hätte geschossen. Ich dachte, vll ist es heilsam, wenn er selbst so einen Ballon kaputt macht, damit er feststellt, das hinter dem Knall nichts bedrohliches steckt. Ich weiss aber nicht, ob das eine gute Lösung ist. Ich hoffe also sehr, auch fachmännische Meinungen. Ach ja, ein Handy hat er noch nicht.
Danke an alle

Bitte gerne ;-)

Auch die Kinder können sich von den aktuellen Nachrichten nicht abschoten, weil das Internet dafür sorgt, daß die Informationflut direkt auf das Handy übertragen wird.
Jedenfalls verbindet der das Knallgeräusch des Luftballons mit etwas Bedrohlichem und kann daher nicht mehr ruhig schlafen.
Warten wir's ab, ein Elternteil wird bestimmt einen guten Rat für das Problem haben.
Alles Gute Thomasius

Trauma ?

Hallo Thomasius,
also Nachrichten schaut der junge Mann noch nicht und über Krieg o.ä. wird in Gegenwart der Kinder nicht gesprochen. Er hatte noch nie Angst vor der Nacht oder alleine in seinem Zimmer, erst seit dem Platzen des Luftballons. Vll weiss hier jemand, wie man dem aktiv entgegenwirken kann. Vielen Dank schonmal, evtl. hat ja jemand ähnliches mit seinem Kind erlebt.

Hmmm??

Die Angst vor einem großen Knall ist nicht unbegründet. Man braucht nur ein paar aktuelle Nachrichten zu hören, um zu begreifen, wieviele Dumpfbacken momentan versuchen die Welt aus den Angeln zu heben.
Der Junge spürt die Anspannung der Erwachsenen, dazu kommt noch der zufällige Knall des Luftballons und schon hat sich die Angst im Kopf eingenistet.
Weniger Nachrichten schauen und mehr Bücher lesen, täte ich dem jungen Mann vorschlagen.
LG Thomasius

Antwort schreiben

Du schreibst diese Antwort nur als Gast. Melde dich an, wenn du bereits ein Profil hast oder werde jetzt Mitglied der paradisi-Community: Kostenlos registrieren