Wie sicher ist der Test zur Erkennung eines Brustkrebs-Gen?

In meiner Familie schein Brustkrebs genetisch bedingt sein. Meine Freundin behauptet, daß es einen Test zur Erkennung eines Brustkrebs-Gen geben soll. Wenn der negativ sein sollt, bin ich dann vor Brustkrebs sicher oder was meint ihr? Bin für nähere Infos sehr dankbar. Gruß, Karina

Antworten (4)
Brustkrebsgen

Frauen, die das BRCA1 oder BRCA2-Gen, also das im Volksmunk "Brustkrebsgen" genannte Gen haben, haben eine 80%-ige Brustkrebswahrscheinlichkeit. Ab Mitte 20 kannst Du dich darauf testen lassen; erzähle am besten deinem Gynäkologen schon beim nächsten Besuch von diesen Vorkommnissen in Deiner Familie, damit er darauf besonders Wert legen kann! Alles Gute Dir!

Hallo alle!

Aufgrund der Krankheitsgeschichte in meiner Familie habe ich mich ganz bewust FÜR den Test entschieden. Denn ich möchte etwas tun können!! Ich möchte nicht später da sitzen, mit der Diagnose Krebs, und denken "hätte ich dann nur" oder "was wäre wenn...??" Bei mir wurde beim Test der Gen-Defekt (BRCA1) nachgewiesen. Also ein Brustkrebsrisiko von über 80% und ein Eierstockkrebs-Risiko von über 60%. Jetzt kann ich handeln bevor ich krank werde!

Erst mal zum Ablauf...
Zu allererst sollte man in einem speziellen Klinik-Zentrum zur Beratung gehen. Dort wird erst einmal das familiäre Risiko analysiert. Sollte sich dabei eine familiäre Häufung und somit ein Risiko ergeben, hat man die Möglichkeit einen Test machen zu lassen. Auch bei der Entscheidung für oder gegen den Test, wird man in den Zentren gut beraten.
Auch wenn man sich gegen den Bluttest entscheidet, sobald ein familiäres Risiko durch die Familienanalyse erwiesen ist, bekommt man die gleiche engmaschige Vorsorge wie wenn der Defekt mit der Blutanalyse definitiv nachgewiesen wurde!! Man hat also keine Nachteile wenn man sich GEGEN den entgültigen Test entscheidet!

Bei mir war bei der Entscheidung für den Test ausschlaggebend, dass ich gesehen habe wie schlimm der Krebstot sein kann und auch dass ich mein Leben genießen möchte ohne in jungem Alter mit einer schweren Krankheit kämpfen zu müssen.
Nach dem Nachweis, dass ich diesen Gen-Defekt in mir trage, habe ich mich zur vorsorglichen Amputation der Brüste entschieden (werden in der gleichen Op mit Implantaten oder Eigengewebe wieder aufgebaut!).
Ich weiß, dass das eine krasse Entscheidung ist und nur sehr wenige können das nachvollziehen oder gehen sogar auch diesen Weg. Das muss jeder für sich selbst entscheiden!
Für mich persönlich gab es keine andere Alternative. Denn, auch wenn ich eine super gründliche Vorsorge erhalte, das Risiko bleibt hoch. Und wenn auch im Frühstadium etwas gefunden wird, dann habe ich die Diagnose Krebs. Und genau das wollte ich nicht. Durch die OP habe ich mein Risiko auf das jeder "normalen" Frau reduzieren können (unter10%) und kann so wieder frei und unbeschwert leben, ohne bei jedem Arztbesuch zittern zu müssen.

Es war die beste Entscheidung die ich für mich habe treffen können und ich würde es jederzeit wieder machen... :-)

Jeder muss hier seinen Weg selbst für sich finden. Ich denke der erste Weg führt immer in ein Brustkrebszentrum. Und dann sollte man sich vielleicht auch mit anderen Betroffenen auseinandersetzen... warum haben sie sich dafür oder dagegen entschieden? Das kann manchmal auch hilfreich sein.
Auf jeden Fall sollte man sich nicht verrückt machen lassen und sich für seine Entscheidungen alle Zeit der Welt nehmen. :-)

Soweit ich weiß, kann man eine stark erhöhte Wahrscheinlichkeit herausfinden; aber sicher kann man nicht sein. Wenn Brustkrebs in Deiner Familie gehäuft vorkommt, scheinst Du auch eine genetische Disposition dazu zu haben. Dann würde ich auf jeden Fall regelmäßig zur Frühvorsorgeuntersuchung gehen, damit das schnell behandelt werden kann, falls du es wirklich auch haben solltst.

Moderator
@Karina

Je es gibt einen Gentest in der Brustkrebsfrüherkennung. Nein, du bist nicht vor Brustkrebs sicher, wenn du das Brustkrebsgen nicht hast. Es gibt noch viele andere Faktoren die Krebs auslösen können und nicht in den Genen liegen.

Der Test ist umstritten, weil er nicht sagen kann, ob du nun wirklich Brustkrebs bekommst oder nicht. Acht von zehn Frauen mit dem Brustkrebsgen erkranken an Brustkrebs. Zwei Frauen mit dem Brustkrebsgen bleibe aber gesund. Für viele ist es eine zusätzliche Belastung und die Forscher plädieren auf das Recht zum Nichtwissen. Wenn du das wirklich tun willst bieten die Brustkrebszentren, die sowas anbieten, zusätzlich psychische Betreuung. Unsere Familie ist auch krebsvorbelastet durch alle Generationen, aber ehrlich, ich würde es nicht wissen wollen.

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